Re: Wichtiger Beitrag für alle Männer (off Topic)

Hes, Tuesday, 04.02.2003, 23:07 (vor 8464 Tagen) @ Jan-Gerd

Der Autor trägt zunächst seine Sicht der Dinge vor. Ob er "dialogbereit" ist, kannst Du daraus wohl kaum ableiten. Wie kommst Du zu der Einschätzung?
Vielleicht sieht der Autor als Adressat ja gar nicht die "Gegenseite", sondern will durch diesen "Angriff" die Männer ansprechen? Oder die Gegenseite kann gar nicht mehr überzeugt werden, weil nicht eine gerechte Welt, sondern nur ihr eigener Vorteil ihr Ziel ist und ihr die Falschheit ihrer eigenen Position durchaus bewußt ist?

Hm, wenn ich Deiner Sichtweise folge, dann wäre dies also ein Artikel für den "Hannes"? Wie dann wohl die männliche Version der Zeitschrift "Emma" heißen könnte!?

Auch wenn ich den "Gegner" scharf angehe, schließt das die Dialogbereitschaft noch lange nicht aus. Oftmals muß man etwas schärfer rangehen, wenn man etwas erreichen will.

Es gibt eine positive und negative Form der Provokation. Die erstere will tatsächlich nur aufmerksam machen und sieht die Dinge noch mit einem kleinen Zwinkern, die letztere ist destruktiv und verbittert.

Wenn man engagierten Frauen, nur weil sie für ein Thema noch nicht sensibilisiert sind, weil es ihnen als Problematik vielleicht noch nicht bewußt ist, sofort als egozentrierte Intrigantinnen sieht (Familienministerin & Co.), ihnen den Drang unterstellt, die männlich Menschheit durch Gleichschaltung verdrängen, unterdrücken und letztlich vernichten zu wollen, klingt das für mich nicht gerade so, als wolle man mit diesem "Feind" noch verhandeln.

Ich wiederhole es noch mal. "Emma" hat eine dermaßen geringe Auflage, daß sie noch nicht mal von einem Prozent der Bevölkerung gelesen wird. Es kann mir keiner erzählen, daß genau dieses eine Prozent sämtlich Hebele in Kultur, Politik etc. in der Hand hat und demnächst Deutschland übernimmt.

Sicherlich kann diese Problematik nur von Männern als den Betroffenen transportiert werden, dann müssen die aber auch aktiv werden, und zwar nicht aggressiv sondern kooperativ, in dem man sich zusammensetzt.

Der Autor führt sehr viele Beispiele auf. Und warum soll er nicht auch Thesen in die Diskussion einwerfen, ohne sie eingehend zu "beweisen"?

Weil er dann nicht diskutiert, sondern nur seine Meinung verbreitet. Wer diskutiert, sucht den Konsens und geht deshalb auch auf die Argumente des "Gegners" ein.

1. Ein provokanter Stil schließt den anschließenden Dialog nicht aus.

Ein beleidigender Stil schon, denn er ist nur destruktiv. Wenn mir einer erst mal ganz klar sagt: "Du bist doch ein Vollidiot!" dann sinkt bei mir die Diskussionsbereitschaft schon enorm. Für eine Diskussion muß man sich auf Augenhöhe begegnen. Das ist nach so einer Beleidung nicht mehr gegeben, weil damit mein Gegenüber klar signalisiert, daß ich für ihn nicht annährend mit ihm auf Augenhöhe stehe.

"2. Der Autor stellt dar, daß die Frauenpolitik von Anfang an keinen Gegenpol in der Männerwelt hatte. Mangels Interesse der Männer für diese Themen fand keine ausgewogene Diskussion über die bisherigen Geschlechterrollen statt, die Frauen beschränkten sich daher auf das einseitige Aufzählen von frauenspezifischer Benachteiligungen. Sie sahen nicht mehr ihre Vorteile, die Frauen ja auch haben, sowie die mit der Männerrolle verbundenen Nachteile, sondern steigerten sich in einen Geschlechtsneid hinein."

"So, was ist an dieser Aussage zu schlimm? Das ist eine These, nicht auch gleich vom Autor bewiesen, wie Du es oben forderst, aber sicher nicht aus der Luft gegriffen. An keiner Stelle schreibt der Autor, daß alle Frauen prinzipiell böse seien, warum unterstellst Du ihm das?"

An diesem Punkt ist in dieser Form der Aussage überhaupt nichts "schlimm", sondern viel Wahres, aber so neutral, sachlich und dialogbereit wie Deine Formulierung ist der vorliegende Text eben nicht! Es ist wunderbar, daß Du diesen Kern aus dem Text herausliest, aber öffne doch mal Deine Augen für die aggeressive Form, in der er dargestellt wird.

Ich bin durchaus dafür, daß die Mauerblümchen mal aus ihrem Schneckenhaus kommen und selbstständig werden, das findet "Emma" auch, aber ich würde das nie, nie, nie in der Form meinen, wie es "Emma" meint, und deshalb auch nicht in der aggressiven Form fordern, wie es "Emma" tut, weil das eben nur Gegenaggression erzeugt, statt den Mauerblümchen wirklich zu helfen.

Unsachlich ist der Auto mitnichten, im Gegensatz zu Deinen postings.

Auch wenn Du der Meinung bist:

[...] Und warum soll er nicht auch Thesen in die Diskussion einwerfen, ohne sie eingehend zu "beweisen"?

habe ich doch eine Vorliebe für Beweise, weil ich mich nicht gern ohne Beweise beleidigen lasse. Wenn Du also so nett wärst, Deine Aussage endlich mal mit einem aussägekräftigen Beleg zu untermauern... Danke.

[...] Die Dialogfähigkeit habe ich Dir nicht abgesprochen. Aber die Unsachlichkeit, die Du dem Autor vorwirfst, sehe ich vor allem in Deinen Beiträgen.

Gut, dann bin ich also dialogfähig, aber unsachlich, ich hätte das weiterhin gerne belegt... Danke.

Die Quote war und ist selten gerecht, ich glaube auch nicht, daß sie etwas positives bewirkt hat.

Was der Bauer nicht kennt, frißt er nicht. Ich glaube schon, daß ein Zwang, etwas zu probiern nötig war und auch etwas bewirkt hat. Das das nicht die Regel sein bzw. bleiben sollte, ist klar.

Wenn, dann ist das Gegenteil der Fall: Streit gibt es vor allem unter Frauen, denn sie sind im Gegensatz zu Männern oftfallend häufiger nicht in der Lage, Konflikte untereinander zu lösen. Männer tragen Konflikte aus und kommen zu einer Einigung, Frauen schaffen das viel seltener.

Der Konkurrenzkampf von Männern und Frauen ist eine absolut andere Sache. Konfliktbewältigung ist da schon viel interessanter als Beispiel, aber da fragst Du besser Marc, der hatte da schon mal gute Beispiele aus einem Kommunikationsbuch angeführt.

Frauen bringen entweder erst gar keine Beiträge in Arbeitsgruppen oder wenn doch, dann sind sie gleich tötlich beleidigt, wenn man sich kritisch mit ihren Beiträgen befaßt. Männer sind emotional viel stabiler, sie legen nicht gleich jedes Wort auf die Goldwaage und können besser mit Kritik umgehen. Das sind meine Erfahrungen.

Emotional stabiler oder weniger emotional? Da sehe ich nämlich eine großen Unterschied zwischen.

Hes


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