Re: Wichtiger Beitrag für alle Männer (off Topic)

Hes, Monday, 03.02.2003, 20:43 (vor 8465 Tagen) @ Ferdi

Ich finde es immer ganz Klasse, wenn jemand auf ein Ungleichgewicht hinweist, wie in diesem Fall zum Beispiel in der Familienpoltik. Männer, die das Babyjahr in Anspruch nehmen etc. sind tatsächlich nicht die Norm und werden gern belächelt und sogar verspottet, obwohl sie im höchsten Maße Anerkennung verdient hätten. Sicherlich gibt es auch Branchen, in denen Männer benachteiligt sind, weil das Klischee besteht, daß Frauen für Berufe, die emotionales Einfühlungsvermögen erfordern, besser geeignte sind. Man muß eine 70 %ige Wahrheit eben von einer 100%igen unterscheiden können.

Ich finde es aber überhaupt nicht Klasse, wenn derjenige, der auf dieses Ungleichgewicht hinweißt, selbst mit Pauschalisierungen und oberflächlichen Hetzkampagnen arbeitet:

So, als ob ein kollektives Subjekt „die Männer“ oder „das Patriarchat“ oder einfach ein vorwurfsvolles „ihr“ intentional „die Frauen“ über „2000 Jahre“ geknechtet hätte. Tatsächlich war es freilich meist Männern vorbehalten, auf den Schlachtfeldern, auf den Galeeren oder in den Bergwerken zu verrecken, gerade auch wenn Frauen die Herren waren.

Und wer wurde im Krieg vergewaltigt? Wer verlor die Söhne? Wer hatte auf die Politik nicht nur aufgrund seiner Gesellschaftsschicht, sondern wegen ihres Geschlechts keinen Einfluß? Wem wurde diktiert, wer zu heiraten sei? Wer wurde verbrannt, geköpft, gevierteilt, falls sie nicht treu war? Die Frau. Dieses Argument, was er da anführt, ist nur Propaganda und hat überhaupt keine Aussage Kraft! Da kann der Kerl von mir aus noch so sehr ein Prof. Dr. Dr. sein. Auch in den höheren Bildungsschichten erwarte ich Argumente und nicht hingerotzte Banalitäten ohne Gehalt.

Auch die gegenläufigen Befunde der Gegenwart werden nicht erhoben oder sie werden medial nicht transportiert. Frauengewalt scheint es nicht zu geben, obwohl massenhaft Männer, Kinder und Senioren ihre Opfer sind.

Der richtige Schluß ist aber nicht, anderen vorzuwerfen, sie würden ihre Probleme zu sehr in der Vordergrund stellen, sondern selbst die Sache anzupacken und öffentlich zu machen. Ich weiß überhaupt nicht, warum bei sowas immer ein regelrechter Konkurrenzkampf ausbricht! Ob ein Mann, eine Frau oder ein Kind vergewaltigt wird, macht keinen Unterschied. Bei allen drei Personen hinterläßt das Narben, die nie wirklich verblassen werden. Da ist es völlig unangebracht, darüber zu debattieren, für wenn es nun am schlimmsten sei. Das ist unproduktiv und hilft keinem! Mißstände bzgl. der eigenen Randgruppe beseitigt man nicht, indem man andere runterputzt!

Männer sind nicht nur am oberen, sondern auch am unteren Rand der Gesellschaft unter sich und sterben früher.

Für ihren genetischen Code sind Frauen ja wohl nun wirklich nicht haftbar zu machen! Die Kurven gleichen sich übrigens an, seit Frauen auch in höheren Positionen und überhaupt mehr (auch) arbeiten.

Frauen dürfen zur Bundeswehr, Männer müssen.

Die Familienministern mag weiblich sein, der Verteidigungsminsiter ist es nicht! Das kann keiner den Frauen in die Schuhe schieben. Danke.

Männer füllen die Rentenkassen, Frauen leeren sie.

Angst vor der Frau in der Arbeitswelt und dann beschweren, wenn sie auch was ißt, wenn sie daheim bei den Kinder bleibt.

Ich halte diesen Text, nicht die Problematik an sich (!), für absoluten Blödsinn und kontraproduktiv. Wenn in diesem Forum ein satirischer Text gepostet wurde, dann ist es dieser!

Hes


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