Re: Wichtiger Beitrag für alle Männer (off Topic)
Der Autor trägt zunächst seine Sicht der Dinge vor. Ob er "dialogbereit" ist, kannst Du daraus wohl kaum ableiten. Wie kommst Du zu der Einschätzung?
Wenn ich dialogbereit bin und andere für meine Position gewinnen möchte, habe ich es nicht nötig, die "Gegenseite" anzugreifen. Ich versuche, die "Gegenseite" zu überzeugen, anhand von sachlichen, nicht beleidigenden Beispielen, in Pro und Contra Gegenüberstellungen, mit Statistiken und Umfragen, historischen Hintergründen und Prognosen, eigenen Erfahrungswerten usw. zu überzeugen (nicht zu überreden!).
Folgende Textstellen zeigen deutlich, daß der Autor nicht den Dialog sucht, sondern nur in provokativer Weise seine Meinung kund tun möchte:
"Das Einfallstor war zunächst die Familienpolitik, ein Eldorado der Verwandlung von Familien- in Fraueninteressen, weil Männer sich nicht dafür interessierten. Auch für die Funktionärinnen der Frauenpolitik mußte es jedoch ähnlich wie für Gewerkschaftsfunktionäre - zum Lebensgesetz werden, immer neue geschlechtsspezifische Ungleichheiten zu finden, zu lancieren, zu skandalisieren. Geschlechtsneid als professionelle Tugend."
Bereits die abfällige Art, in der der Autor von der Vergangenheit, dem Beginn der Gleichberechtigungsbewegung, spricht, macht doch deutlich, daß er es überhaupt nicht erst soweit kommen hätte lassen und den Ansatz, der Frau die gleichen Möglichkeiten zu geben, nicht begrüßt. Auf mich wirkt das, als hielte er die Frauen für prinzipiell böse, so daß sich die Gleichberechtigung ja nur pervertieren konnte, denn aus seiner Sicht findet die "Gleichschaltung" ja anscheinend schon statt.
Unsachlich ist der Auto mitnichten, im Gegensatz zu Deinen postings.
Zur Kenntnis genommen. Warum suchst Du dann mit mir den Dialog, wenn Du mich für nicht dialogfähig hälst? Im übrigen, woran machst Du das fest?
Der Stil eines Textes ist dem Thema und dem Adressatenkreis angemessen oder auch nicht. Ich kann ihn auch an anderen Maßstäben messen, aber sicher erst ganz zuletzt an den Titeln des Autors.
Ich habe den Text an meinen Maßstäben gemessen. Nach meinen Maßstäben ist er durchgefallen. Die Sache mit den Titeln war lediglich eine Nebenbemerkung, weil ich festgstellt habe, daß vieles, was sich in Büchern findet oder von Personen mit Titeln geäußert wird, für wichtiger oder wahrer gehalten wird, als andere Texte.
Wenn Du eine andere Meinung als der Autor vertrittst, dann steig doch mal in die inhaltliche Auseinandersetzung mit dem Text ein.
Meine Meinung hatte ich eigentlich bereits in einem anderen Posting dargelegt, aber schön:
<ul>
<li>Ich bin der Meinung, daß Frauen und Männer nach Ihren Leistungen, sei es körperlich oder geistig, emotional oder sozial, beurteilt werden sollen. Das Geschlecht sollte genauso wenig eine Rolle spielen, wie jede andere Körperlichkeit auch.</li>
<li>Wenn ein Mann für eine Job die besseren Qualifikationen mitbringt, soll auch er ihn bekommen.</li>
<li>Die Quotenfrau war nötig, um das Brett vor den Augen einiger Mitmenschen wegzusprengen, ist aber in vielen Bereichen inzwischen ein Auslaufmodell. Im Handwerk besteht da teilweise noch Bedarf.[/i]
<li>Die Tatsache, daß Frauen die gleichen Möglichkeiten haben (wollen), heißt noch lange nicht, daß sie die Macht übernehmen, die Unternehmen gleichschalten und den Mann aus dem Berufsleben verdrängen wollen.</li>
<li>Männer werden im Konkurrenzkampf den sozialen und emotionalen Stärken der Frauen etwas entgegensetzen müssen, entweder eigenen EQ, den sie ohne Zweifel haben, der aber lange eine Randgröße war, oder andere Stärken.</li>
<li>Die Aussage: "Frauen wollen Gleichberechtigung", hat überhaupt nichts mit der Aussage "Frauen wollen die Männer aus der Berufswelt verdrängen" oder "Frauen haben Penisneid zu tun". Nur weil die Gleichberechtigung im Interesse der Frau stattfindet, heißt das noch lange nicht, daß sie einen Angriff auf den Mann bzw. die Männerwelt bedeutet. Mal provokativ gefragt: "Können Männer denn so wenig, daß sie sich davor fürchten müssen, mit Frauen zu konkurrieren?" Nein!
Aus meiner Sicht glaube ich eher, daß sie einen Werteverfall ihrer Statussymbole fürchten oder anderen Unsinn.</li>
</ul>
Hes