Re: Wichtiger Beitrag für alle Männer (off Topic)

Hes, Monday, 03.02.2003, 22:58 (vor 8467 Tagen) @ Jan-Gerd

Eine "Hetzkampagne" kann ich im Text nicht erkennen. Der Autor stellt dar, daß in der Vergangenheit auch die Männer ihre geschlechtsspezifischen Benachteiligungen erleiden mußten. Das ist legitim.

Eine sachliche Darstellung, mit Beweisen, Pro und Kontra etc., kann ich in diesem Text nicht erkennen.

Nun bleib mal sachlich. Der Autor führt historische Tatsachen an. Seine Titel spielen da keine Rolle, warum wirfst Du sie ihm vor? Seine Aussagen sind alles andere als gehaltlos.

Ich werfe ihm seine Titel nicht vor, sondern seinen Argumentationsstil, der seinen Titeln in keinster Weise gerecht wird.

Nun, genau das macht der Autor ja auch mit dem Text, er macht die Dinge öffentlich, er bringt sie in die Diskussion. Um das Märchen von der jahrtausendealten Benachteiligung nur der Frau zu entlarven.

Die Form, in der er das tut, zeugt aus meiner Sicht nicht von der Suche nach dem Dialog. Erinnert mich schwer an eine Talk-Show, in der jemand nur seine Meinung darstellt, andere Meinungen gar nicht an sich ran läßt und nur durch unproduktiven Angriff glänzt.

Über die Wehrpflicht entscheidet nicht allein der Verteidigungsminister. Diese Ungerechtigkeit existiert nur, weil die Politiker Angst haben, zu viele weibliche Wähler zu verlieren, wenn diese Bevorzugung der Frauen abgeschafft wird, dabei aber auf der Männerseite nicht entsprechend zu gewinnen, weil die Männer bisher zu dumm sind, für ihre Rechte wie die Frauen einzutreten. Grund: jahrelange Gehirnwäsche.

Meinst Du das ernst? Dann wundert mich nicht, daß Du den Autor des Textes "verteidigst".

Mit welchem Recht ist das Renteneintrittsalter für Frauen geringer als das der Männer?

Weiß ich nicht, von mir aus kann das Rentenalter angeglichen werden. Ich lege keinen Wert darauf, als Frau Sonderkonditionen zu erhalten, ich will nur die gleichen Möglichkeiten. Da ich bereits als Käpt'n Haken in unserem Schulmusical auf der Bühne gestanden habe, nebenjöblich Webdesign mache, zwischenzeitlich Informatik studiert habe, kann ich sagen, ich bin bisher an meinen Leistungen und nicht an meinem Geschlecht gemessen worden. Ich befürworte durchaus nicht die Quotenfrau, aber auch nicht das Brett form Kopf, daß Frauen für irgendetwas prinzipiell nicht geeignet sein. Meine Freundin ist mehrfach abgeblitzt, weil im Sektor Modellbau von den entsprechenden Handwerksbetrieben Männer bevorzugt werden. Das kann 's ja wohl auch nicht sein. Ihr Können ist mehrfach belegt und zeigt sich jetzt auch wieder im Architekturstudium. Schade, daß dieser Umweg nötig ist, denn Architektin möchte sie eigentlich nicht werden. Jetzt wird sie sich für Zahntechnik bewerben. Ich bin sicher, daß sie da auch genommen wird, weil dringenst gesucht wird. Aber kann 's das wirklich sein? Man hat sie noch nicht mal Modelle zeigen lassen und sie hätte Unmengen vorweisen können.

Fakten zu meiner Person:

<ul>
<li>Ich trage meine Einkaufstüten selbst, die braucht und soll auch nicht mein Freund tragen, außer es ist ausdrücklich sein Wunsch.</li>
<li>Ich spiele Männerrollen und schreibe auch Gedichte aus der Perspektive von Männern.</li>
<li>Mein Freund trägt Rock. Steht ihm gut und freut mich immer sehr - auch sexuell *hüstel*.</li>
<li>Fazit: Es gibt für mich keine geschlechtlichen Selbstverständlichkeiten, weder bei Männern noch bei Frauen.</li>
</ul>

Man muß nicht mit den inhaltlichen Aussagen des Textes übereinstimmen (ich tue es größtenteils), aber blödsinnig ist er nicht.

Nur weil ein Text sich mit einem wirklich wichtigen Inhalt befaßt, kann die Form, in der er das tut, trotzdem Mumpitz sein. Mit solchen Texten würde ich mich nicht assoziiert wissen wollen.

Hes


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