Re: Rockertreffen

Alex, Monday, 24.02.2003, 16:20 (vor 8452 Tagen) @ Ferdi

Hallo Allen, hallo Ferdi,

freut mich, dass wenigstens nicht alle das Posting von Beobachter wütend in Scheibchen hacken!

Bei so heftigen Reaktionen ohne echten Angriff unterstelle ich eigentlich generell erst mal Unsicherheit bei dem der sich so vehement... hmmm... regelrecht verteidigt.

Dabei verrät doch eigentlich schon das Vorgehen von Beobachter, dass er selber sehr, sehr unsicher ist.... oder kämst Du, Ferdi, auf die Idee am Nebentisch sitzen zu bleiben, wenn Du Leute siehst, die Du vom Forum kennst? Wohl kaum! Ich auch nicht... und es wär mir auch ziemlich egal, wie die angezogen sind... von mir aus könnten die in Jutesäcken da sitzen
Leute! Das heißt, dass da jemand ist, der sich gerne weiterentwickeln würde, der freier werden möchte, aber andererseits noch einen Blick dafür hat, wie "Normalos" das sehen. Zwangsläufig werden einem Non-Konformisten schräge Blicke ziemlich egal... aber verlernen anderen zuzuhören, wenn die interessante Details erzählen, die man selber nur noch teilweise wahrnimmt... das tut keinem gut. Und das dann förmlich zu zersägen nutzt niemandem.

*** 2 Stunden später, mußte beim tippen unterbrechen ***

Klar spielt auf solchen Treffen die Rudelwirkung mit, und das ist vielleicht ein Punkt, über den man reden sollte. Outfits, die man auch alleine z.B. beim Einkaufen tragen würde, könnten vielleicht wirklich ein Anhaltspunkt dafür sein was zwischen schick und schräg liegt. Ich für meinen Teil fand auf dem Bild nix sondelich schräg, aber das ist ja genau der Grund, warum man echte (also diskussionsfähige) Kritikern wichtig sind. Er hat doch nicht Eure Persönlichkeit angegriffen, sondern nur einen anderen Geschmack geäußert! Und ziemlich viel Unsicherheit und Klischeedenken als Ersatz für eigene Gedanken waren da auch noch drinne.... eigentlich nix Schlimmes, oder?

Hmmm nun lese ich auch noch grade, Beobachter wäre ein Mode-Experte *grübel* wie passt das nun in's Bild??!? Die sind doch sonst nicht so schüchtern. Das würde erklären, warum er einen Blick stilistische Mißgriffe hätte... aber warum hat er dann nicht vor Ort Tipps gegeben, oder so?
Oder war das nur jemand, der zum Beobachten geschickt wurde? Etwa um für das Unternehmen potentielle Anregungen einzuholen? Also rein aus kommerziellem Interesse? Oder gar ein Modell-Hunter und Ihr seid bei ihm durchgefallen *weglach* weil Ihr für Mainstream-Kommerz seiner Ansicht nach doch nicht taugt?

Liebe Grüße

Alex


PS: Vielleicht komm ich Euch auch mal besuchen, wenn ich darf und es vielleicht nicht zu weit von Kaiserslautern stattfindet... ich setz mich dann auch nicht an den Nebentisch *g*

Hallo guten Morgen zusammen!
Erstmal vielen Dank an den Autor dieses Postings und danke für die Kritik.
Wir sollten diesen Beitrag sehr, sehr ernst nehmen und einmal darüber nachdenken. Er stammt nämlich von einem Modefachmann! Die von ihm geäusserten Bedenken habe ich auch schon oft aus unseren eigenen Kreisen selbst gehört. Es geht nicht darum, jetzt Regeln aufzustellen, was getragen werden sollte und was nicht. Aber dieser Beitrag ist wieder eine Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass es sehr stark auf den Gesamteindruck ankommt, ob ein Outfit werbend für die alternative Männermode wirkt oder nicht.
Es soll/kann/darf grundsätzlich jeder das tragen, was er will und bevorzugt. Aber bei allen Gelegenheiten sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass jeder von uns auch als positiver Werbeträger für die Idee der Röcke auch für Männer auftreten sollte. In der Euphorie des Rausches, in den man oft durch die Faszination der Röcke versetzt wird, gerät dieser Gedanke oft ins Hintertreffen. Ich will es mal vergleichen mit dem Geschwindigkeitsrausch: Wenn man ein schickes, schnelles Auto hat und man fährt so auf der Autobahn, wo eine Geschwindigkeitsbegrenzung herrscht, dann wird man sehr leicht auch immer schneller und schneller - bis einen der Radarblitz unsanft wieder mit den Tatsachen konfrontiert.
In diesem Sinne sollten wir diesen Beitrag sehen. Ganz nüchtern und rational drüber nachdenken und überlegen, was man besser machen könnte.
Das ist konstruktive Kritik.

Freundliche Grüsse,
Ferdi


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