Re: Freiheit der Mode

Ferdi, Tuesday, 19.11.2002, 21:24 (vor 8540 Tagen) @ Johannes

Hallo Johannes!

Der "Nachdenkliche" war auch letztlich der Anlass für mich, diesen Artikel zu schreiben. Ich habe lange darüber nachgedacht (siehste, ich bin auch ein nachdenklicher;-)), warum er so stur darauf besteht, dass Röcke, Kleider FSH etc Frauenkleidung sind und warum er andere Definitionen und Zweckbestimmungen ablehnt. Er ist einer der Transvestiten, die nur dann Freude empfinden, wenn die Kleidung, die sie tragen, exklusiv Frauenkleidung ist, die Freude nicht aber aus der Kleidung und ihren Eigenschaften selbst schöpfen. Wenn dann einer wie ich kommt und sagt: Es gibt nur Kleidung und die wird erst durch ihre Träger und Trägerinnen zu Männer- und Frauenkleidung, dann verderbe ich ihm nur mit diesem Statement die Lust. Ich nehme ihm zwar nicht die Kleidung weg, aber die Definition dieser Kleidung und damit den Quell seiner Freude. Die Transvestiten, die ich am Samstag auf der Gender-Change-Party kennengelernt habe, beziehen ihre Freude aber in erster Linie aus der Darstellung der Frauenrolle, wobei die Kleidung ein Mittel zur Darstellung ist. Ich halte ihn eher für einen Kleidungsfetischisten. Das ist jetzt nicht abwertend und herablassend gemeint, sondern ich finde das ist auch eine persönliche Freiheit eines jeden einzelnen. Er kann offenbar nur solange Freude an seiner Kleidung empfinden, so lange die anderen Menschen seine Kleidung als Frauenkleidung ansehen. Daher die panische Angst vor einer anderen Definition dieser Kleidung. Daher kann ich auch mit ihm niemals einen gemeinsamen Nenner finden. Ist nur schade, dass er sich durch andere Ansichten über Zweckbestimmung von Kleidung (eigentlich ein sehr sachliches Thema) so sehr angegriffen fühlte. Dabei wollte niemand hier ihn persönlich angreifen.

Seht mal hier:

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Gruss,
Ferdi


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