Re: Freiheit der Mode
Hallo Ferdi,
wobei der Durchbruch erst mit dem Kampf zu Pferde kam (die römischen Legionäre trugen keine Hosen, sie verachteten diese sogar),
Die römischen soldaten sind aber in ihren miniröckerln auch geritten (vielleicht nicht soviel wie die deutschen ritter, aber doch). Da kommt noch was anderes dazu: Zumindest in deren stammland ist es so warm, daß die in ihren röckerln nicht frieren - der minirock ist aber genauso gut zum reiten geeignet wie die hose (vielleicht sogar noch besser, weil nix spannt und einengt) im norden ist es aber einfach zu kalt dazu (zumindest in bestimmten jahreszeiten).
Über viele Jahrhunderte war es Brauch, daß Jungen erst etwa im Konfirmationsalter ihre erste Hose bekamen, vorher trugen sie selbstverständlich Röcke (es gab halt noch keine Pampers). Später verkürzte sich dieser Zeitraum, aber selbst im Zeitraum um etwa 1950 trugen Jungen in jüngeren Jahren allenfalls kurze Hosen. Erich Kästner schreibt in seinem Buch Als ich ein kleiner Junge war davon, daß er als kleines Kind Matrosenkleidchen trug (ist auch auf einem Foto überliefert), was seinerzeit noch ganz normal war.
Das erinnert mich wieder einmal an die Ida Schumacher: "Da bist Du no im röckerl da blechmusi nachglaufn!"
...die ein sehr passables Gesamtbild abgeben, ohne in irgend einer Form "weibisch" zu wirken (Frage am Rande: Was wäre eigentlich in einer wirklich emanzipierten Gesellschaft da so schlimm dran?).
Tja: Das ist m.e. eine sehr wichtige frage. nicht nur weil sie als rhetorische frage gestellt ist, gehe ich davon aus, daß Du die antwort weißt - damit widerlegst Du aber Deine unmittelbar davorstehende aussage.
Johannes