Geschlechtsidentität

MAS, Thursday, 28.02.2002, 16:54 (vor 8796 Tagen)

Hi Folks,

ich habe gestern in einem Buch namens "Ich bin Du : die neue Beziehung zwischen Mann u. Frau oder Die androgyne Revolution" von Elisabeth Badinter ein paar interessante Gedanken gelesen.

Und zwar schriebt sie, dass ein Säugling anfangs in einer Symbiose mit der Mutter lebe. Wenn das Kind dann beginne, seine eigene identität zu entdecken und zu gestalten und sich als anders als die Mutter zu begreifen, sei das ein teilweise schmerzhafter Prozeß. Bei Mädchen bleibe immerhin noch die geschlechtliche Identiät die selbe, während Jungen den größeren Unterschied zu bewältigen hätten.

Jungen kämen dann in die Notwengikeit, ihre andersartige Identität besonders betonen zu müssen, um psychisch stabil zu werden. Während Mädchen und Frauen ihre männlichen Eigenarten ohne Probleme für ihre geschlechtliche Identität ausleben könnten, hätten Jungen und Männer umgekehrt große Probleme damit.

Soweit meine Extremkurzfassung der Theorie.

Wenn das sicher auch nur ein Grund neben anderen ist, läßt sich daraus doch plausibel ein Grund erklären, warum viele Männer sich sehr schwer damit tun, gesellschaftlich-konventionell als weiblich geltende Kleidungsstücke zu tragen oder Tätigkeiten zu verrichten, während die meisten Frauen in Bezug auf als männlich geltende Kleidung und Tätigkeiten keine Probleme haben.

Und deswegen ist vielleicht auch der Widerstand gegen eine Annäherung der Andogynisierung bei Männern größer als bei Frauen. Frauen sind einfach Frauen, währden Männer sich zu Männern machen. Und wenn Frauen ihnen die männlichen kulturellen Spezifika, z.B. Hosen, streitig machen, mögen diese das ger nicht, während es Frauen nichts ausmacht, wenn Männer zu Röcken greifen, da sich Frauen nicht über den Rock definieren.

Hoffentlich ist das jetzt nicht zu verwirrend dargestellt!

Was meint Ihr?

Gruß,

Michael


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