Mann = schwaches Geschlecht
Hallo Johannes,
ich habe vor kurzem ein interessantes Geo-Sonderheft "Mann und Frau" (oder so) in die Hand bekommen. Aufgrund von verschiedenen langjährigen wissenschaftlichen Studien kommt man zu folgenden Schlüssen:
- Männer sind eigentlich das schwache Geschlecht. Als Beispiel mögen biologische Unterschiede gelten, die dafür sorgen, dass der Mann im Schnitt nicht so alt werden kann wie die Frau.
- Männer entwickeln sich immer mehr zum Problem unserer Gesellschaft, weil das gesellschaftliche Verhaltenskorsett für sie immer enger wird (und viel Langeweile aufkommt). Zudem gibt es einen nicht zu vernachlässigenden Wettbewerbsfaktor.
In mehreren Artikeln kommen die Wissenschaftler zu dem Schluß, dass unsere Gesellschaft eigentlich nur dann zu retten ist, wenn Männer endlich aus dem Macho-Eck rauskommen und in mancher Hinsicht eher als "weiblich" empfundene Verhaltensweisen annehmen. Aber das setzt schon in der Erziehung an - und wird wohl noch ein paar Generationen brauchen. Gerade gestern abend gab es im Rundfunk (MDR) eine Meldung, dass junge Männer aufgrund der steigenden Gewaltbereitschaft immer mehr zu einem Problem unserer Gesellschaft werden. In besagtem Heft gibt es dazu auch einen Artikel - mit einer Statistik, die nicht gerade Zukunftsoptimismus weckt.
Einfaches Beispiel aus eigener Erfahrung: Gestern war ich mit schwarzem Anzug und Krawatte in einem Schnellrestaurant. Einziger Faux Pas: ich hatte meine Lockenmähne offen. Das blöde Gegrinse und Angestosse ("Guck mal da") der anwesenden Teenies war nicht zu übersehen. Aber gerade die erziehen die nächste Generation - Hoffnung, wo bist Du? In den 70ern war halt alles noch mehr androgyn.
Viel Spaß beim Nachdenken,
B.J.