Re: Störung
Ist denn abweichung von irgendwelchen standards immer gleich eine störung?
Selbst wenn wir abweichende sexuelle tendenzen hätten, wäre es etwas platt, das gleich als störung zu pauschalieren. Eine störung liegt doch nur dann vor, wenn tatsächlich eine benachteiligung für uns daraus resultieren würde.
Auch habe ich nicht den eindruck, daß ich durch meine kleiderwahl irgendwelche beeinträchtigung in meinem leben in meiner selbstenfaltungsmöglichkeit (da ist sogar eher das gegenteil der fall) davontrage - von wegen gespött.
Interessant ist z.b., daß vieles der geschilderten geschichte sich tatsächlich meiner geschichte ähnelt (so wäre mein rock-, leggings- etc. -tragen vielleicht sogar tatsächlich psychologisch herleitbar - na und? - hochstens interessant aber sonst auch nix - andererseits sind diese tendenzen bei mir schon so früh aufgetreten, daß ich das eigentlich schon wieder anzweifle) - ich fühle mich aber nicht im geringsten gestört, mit meinem wunsch, kleidung zu tragen, <ol><li>die bequem ist<li>deren langweiligkeit mich nicht ständig ankotzt, mir nicht die lebensfreude nimmt</ol>das tragen von vom standard abweichender kleidung ist bei mir auch nicht im geringsten sexuell motiviert (ich denke, das ist es bei keinem von uns), noch glaube ich, irgendwelche anomalien in dieser hinsicht zu haben (und wenn doch - ich wiederhole mich - wäre es keine störung, solange ich damit nicht irgendwelche beeinträchtigungen hätte).
(ich habe den vermerk "vorsicht satire" nicht übersehen, wollte aber trotzdem meinen senf dazugeben - allein schon, weil mir überhaupt auffällt, wie schnell doch irgendwelche völlig harmlosen dinge - irgendwelche abweichungen von öden 0815-normen - oft gleich als "störung" klassifiziert werden)
Johannes