Re: Im Rock auf der Arbeit IV
Hallo,
wenn man sich als arbeitsloser Alleinstehender um einen Arbeitsplatz bewirbt, das Glück hat, eingeladen zu werden und erschiene zu einem Vorstellungsgespräch sauber und in einem gepflegten Rock, würde man sofort eine diffuse Distanz um Arbeitgeber schaffen und seine Chancen gen Null bringen. In der Regel vermutet ein Gesprächspartner aus dem bekannten Klischeedenken heraus, daß dieser Bewerber im Rock Schwierigkeiten für den Betrieb mitbringt und ein persönliches Umfeld, das so einen Bewerber als ungeeignet hinstellt.
Über die Qualität einer so irrationalen Einstellung müssen wir hier nicht reden, aber jeder, der nicht in abgegrenzten Zirkeln lebt, weiß, daß man zu 99,9% mit der dargestellten Vermutung rechnen muß.
Im Zweifelsfalle ist das Geld Verdienen wichtiger als die persönliche Mode.
Wenn ich an meine bisherigen Vorstellungsgespräche und die mir gegenüber sitzenden Menschen denke, muß ich sagen, daß meine Chancen trotz sehr guter Zeugnisse noch geringer gewesen wären, als sie durch Gleichstellungsbeauftrage
und mein Alter eh schon sind.
Selbst wenn man sich nach einiger Zeit etabliert hat und im Rock zur Arbeit erscheint, kann es für den Arbeitgeber ein Anlass sein, einen Grund zu finden, den Mann im Rock loszuwerden.
So gerne ich Röcke trage, muß ich auf Kompromisse eingestellt sein.
Gruß
Werner