Wie passen die Schotten in diese Geschichte
Hallo liebe Hes,
Hallo liebe anderen Leser,
Bei deiner ganzen Geschichte frage ich mich, wie es denn da die Schotten in die Sammlung mitteleuropäischer Missverständnisse passen. Bekanntermaßen haben die Engländer es vor einigen Jahrhunderten den Schotten verboten, Kilts zu tragen, was dazu führte, dass die reisenden Männer in einem Gasthaus an der Grenze regelmäßig Kilt gegen Hose bzw. umgekehrt tauschten, um mit der englischen Obrigkeit klar zu kommen. Eine Erlösung waren die Hosen also nicht, sondern ein Zeichen der Untergebenheit bzw. Erniedrigung des Siegers. Bekanntermaßen wird der Kilt auch heutzutage in Schottland als ein normales Kleidungsstück des Mannes gesehen und erlebt seit einigen Jahren eine Renaissance. Nicht nur bei folkloristischen Festen, sondern auch im Alltag wird von vielen schottischen Männern getragen und zwar nicht als Notlösung, sondern bewusst und mit Stolz und auch im Winter, wenn die Temperaturen um Null Grad und auch schon mal darunter sind, die Winde an der Küstenlinie oft stürmisch und das Land voll nebliger Nässe.
Pardon, wollen wir das Volk in seiner Geschichte und Kultur als eins voller Mißverständnisse abtun? Wollen wir behaupten, dass es unpraktisch sein muß und noch heute nur einer "Notlösung" gehorchend? Warum tragen dann diverse Schotten ihre Kilts - und die zumeist ohne Strumpfhosen?!
Hallo Hes ! Du schriebst selbst "Ich nehme mir das Recht, das zu behaupten, weil die reine Kiltform heute weniger als zwei Prozent ausmachen dürfte und eben seinerzeit eine "Notlösung" und keine aktive Wahl war, da sich die Schnittkonstruktion erst viel später entwickelte."
Nimmst du dir das Recht, die Schotten so zu bevormunden, wie es früher die Engländer taten?!
Verallgemeiner doch nicht deine persönlichen Vorlieben. Ich gönne dir ja deine Hosen. Aber gönne anderen doch ihren Rock. Vor allem, wenn sie sich darin wohl fühlen.
Grüße
Ino