Re: Ansichten einer Frau
Hallo Petra,
Bevor es Missverständnisse gibt: jeder kann meiner Meinung nach anziehen was er will; aber etwas seltsam finde ich Röcke (Kilts im entsprechenden Umfeld sind ein anderes Thema) an Männern schon.
was ist daran seltsam, wenn Männer Röcke tragen? Dann müßte es doch auch seltsam sein, wenn Frauen Hosen und andere maskuline Accesoires tragen; und das finde ich eigetentlich nicht seltsam...
Nebenbei: Die Hose trägt der Mann erst seit der industriellen Revolution; davor hat er sehr wohl Röcke getragen und tut es auch heute noch (z.B. Asien, Arabien).
1. Es mag schon sein dass Frauen Euch nachsehen, wenn Ihr im Rock rumlauft - das täten sie bei einer rot-grünen Hose sicher ebenso, weil es halt auffällt; auffallen ist nicht immer positiv.
Das ist letztendlich eine Frage des Stils und der Würde, mit der ich die Klamotten trage. Und ich denke, daß tun alle ernsthaften Rock(er). Wir haben nicht die Absicht, den Pausenclown zu spielen... 
2. Ich errege als Frau auch mehr Aufsehen bei Männern wenn ich einen Rock trage, egal welcher Art, als mit Hose. Das liegt aber sicher nicht daran, weil ein Rock besser aussieht, sondern weil ein Rock mit feminin unterbewusst gleichgesetzt wird; grundsätzlich kann man davon ausgehen, dass Personen besonders attraktiv auf das andere Geschlecht wirken, die die Merkmale ihres Geschlechts besonders stark verkörpern.
Kann man drüber streiten, ob das wirklich so ist... Ich glaube kaum, daß ein Breacan (Kilt) die feminine Seite des Mannes betont.
3. In mir kommt sehr oft der Verdacht auf, wenn ich die einzelnen Beiträge so lese, dass die Schreiber doch ganz gerne etwas femininer wirken möchten, zumal dies wirklich auffallend heftig dementiert wird. Das ist nicht negativ, ich bin mir selbst auch im klaren, dass ich bei entsprechender Kleidungswahl nicht besonders feminin wirke - weil ich es vielleicht zu diesem Zeitpunkt auch nicht will, aber ich stehe dazu und würde es auch von Männern erwarten.
Es gibt kein menschliches Wesen, was 100% feminin oder 100% maskulin ist. Die Wirklichkeit liegt irgendwo dazwischen. Jeder Mann hat seine feminine Seite, genauso wie jede Frau ihre maskuline Seite hat. Entscheidend ist, an welcher Stelle der Skala liegt mein Wohlbefinden und das ich die Art meines Wesens mit Würde repräsentiere. Ferdi hat es bereits betont: Ein Rock ist ein Kleidungsstück PUNKT!
4. Was mir allerdigs am meisten zu denken gibt sind die ständigen Rechtfertigungsversuche - vor allem sich selbst gegenüber. Warum wären sonst HM Röcke so schnell weg? Ich glaube solange man nicht einfach einen Rock tragen - kaufen kann, sondern einen braucht der speziell für Männer gemacht ist - verdrängt man die Teile der eigenen Bedürfnisse, die über das Tragen eines, zu manchen Gelegenheiten praktischen, Kleidungsstücks hinausgehen.
Ich denke, den meisten Teilnehmern ist es völlig wurscht, ob der Rock aus einer "Damen"- oder "Herren"-Konfektion stammt. Entscheidend ist, daß er zum eigenen Stil paßt.
In diesem Sinne, mit einem Hm, tja
Na, warum so skeptisch? Sieh es mal als positives Entwicklungspotential, denn du kannst mir nicht erzählen, daß die gängige Herrenmode irgendjemanden vom Hocker reißt. Uniformen trägt man(n) woanders
Gruß
KtV