Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

Christian, Tuesday, 21.09.2004, 09:57 (vor 7853 Tagen)

Hallo Leute

Neulich habe ich mir die Fernsehserie Alias die Agentin auf DVD gekauft und beim Ansehen sind mir folgende Gedanken gekommen:

Sydney Bristow , die Heldin der Serie ist eine hübsche Frau, die oft in Kleidern und Röcken zu sehen ist. Gleichzeitig ist sie stark und selbstbewusst und den meisten Männern auch noch körperlich überlegen. Es gibt in Film und Fernsehen viele weitere Beispiele solcher starken Frauen: Xena, Catwoman, Relic Hunter, usw.
Ich glaube vor 1960 gab es keine solchen Beispiele in den Medien.

Vielleicht hängt die Geschichte des Männerrocks mit dieser Entwicklung zusammen.

Was gab den Anlass, das Frauen sich vor 100 Jahren begonnen haben in Hosen zu kleiden?

Ich denke, das es ein gewisser Neid auf die Stärke und Unabhängigkeit der Männer vorhanden war, und die Frauen Hosen gewissermasen als Symbol dafür sahen.

Tatsächlich hat die neue Kleidung den Frauen zu mehr mentaler Stärke und Unabhängigkeit verholfen, allerdings verschwinden diese nicht, wenn Frauen sich wieder klassisch kleiden.

Da ich in der Münchner Innenstadt arbeite, sehe ich oft Frauen in Kleidern und Röcken und beobachte, dass diese Kleidung ihnen oft ein stolzeres und stärkeres Auftreten erlaubt, als den Männern in den klassischen Anzügen.

Frauen waren früher mit dem Makel der Schwäche behaftet, haben diesen aber eigentlich abgelegt und wie die Medien beweisen ins Gegenteil verwandelt.

Von daher kann ein Mann sich nicht mehr als geschwächt sehen, wenn er einen Rock trägt.

Was haltet ihr von diesem Gedankengang?

Viele Grüße Christian

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

MAS, Tuesday, 21.09.2004, 10:14 (vor 7853 Tagen) @ Christian

Hi Christian,

den Gedankengang finde ich nicht schlecht. Während heute Frauen überwiegend Hosen tragen, gehören Frauen in Röcken und Kleidern schon eher wieder zu einer Minderheit, die ihre Kleidung bewusst wählt und mit Stolz trägt. Das ist vielleicht auch ein neues Selbstbewusstsein bzgl. ihrer Weiblichkeit. Nicht schlagen, ich weiß, dass Röcke nicht weiblich sind, aber kulturbedingt hat das schon (noch) miteinander zu tun (vgl. dazu die Bedeutung des Rocks in der unten verlinkten TG-Geschichte).

Aber abgesehen von der Bedeutung für Männlich- oder Weiblichkeit ist es einfach für die Selbstsicherheit eines Menschen besonders herausfordernd, wenn er sich anders als die Mehrheit kleidet. Das erfordert eine gewisse Stärke, denn man kann nicht mausgrau in der Menge untertauchen, sondern muss zu dem stehen, wie man auftritt. Das ist für Männer und Frauen so unterschiedlich nicht.

MrG

Michael

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

heinz, Tuesday, 21.09.2004, 13:04 (vor 7853 Tagen) @ Christian

Hallo Leute
Neulich habe ich mir die Fernsehserie Alias die Agentin auf DVD gekauft und beim Ansehen sind mir folgende Gedanken gekommen:
Sydney Bristow , die Heldin der Serie ist eine hübsche Frau, die oft in Kleidern und Röcken zu sehen ist. Gleichzeitig ist sie stark und selbstbewusst und den meisten Männern auch noch körperlich überlegen. Es gibt in Film und Fernsehen viele weitere Beispiele solcher starken Frauen: Xena, Catwoman, Relic Hunter, usw.
Ich glaube vor 1960 gab es keine solchen Beispiele in den Medien.
Vielleicht hängt die Geschichte des Männerrocks mit dieser Entwicklung zusammen.
Was gab den Anlass, das Frauen sich vor 100 Jahren begonnen haben in Hosen zu kleiden?
Ich denke, das es ein gewisser Neid auf die Stärke und Unabhängigkeit der Männer vorhanden war, und die Frauen Hosen gewissermasen als Symbol dafür sahen.
Tatsächlich hat die neue Kleidung den Frauen zu mehr mentaler Stärke und Unabhängigkeit verholfen, allerdings verschwinden diese nicht, wenn Frauen sich wieder klassisch kleiden.
Da ich in der Münchner Innenstadt arbeite, sehe ich oft Frauen in Kleidern und Röcken und beobachte, dass diese Kleidung ihnen oft ein stolzeres und stärkeres Auftreten erlaubt, als den Männern in den klassischen Anzügen.
Frauen waren früher mit dem Makel der Schwäche behaftet, haben diesen aber eigentlich abgelegt und wie die Medien beweisen ins Gegenteil verwandelt.
Von daher kann ein Mann sich nicht mehr als geschwächt sehen, wenn er einen Rock trägt.
Was haltet ihr von diesem Gedankengang?
Viele Grüße Christian

Hallo Christian

Nach meinen Beobachtungen tragen die Frauen allgemein(Ausnahmen gibt's!)ihre Kleider mit Stolz und haben Freude daran. Das zeigt doch auch das Verhältnis Damenmode zu Herrenmode in den Läden und Versandkatalogen. Frauen interessieren sich sehr viel mehr für Kleidung, dementsprechend ist doch auch das Angebot um Einiges grösser als bei uns Herren......ausser man(n) nimmt sich die Freiheiten, wie wir sie uns nehmen![image]

Gruss
heinz

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

wo.sc, Tuesday, 21.09.2004, 21:38 (vor 7852 Tagen) @ Christian

Werbung und Filmindustrie installieren ein für mich sehr fragwürdiges Bild von "starken" Frauen und Männern. Was sind denn "starke" Frauen bzw. Männer? Oder anders gefragt, was sind den "starke" Menschen? Was ist Stärke?

Das ist wohl eher männliches Wunschdenken, Frauen hätten aus Neid auf die Stärke und Unabhhängigkeit der Männer die Hose anzogen. In den Jahren nach 1960 trugen die Frauen Kittelschürzen und trugen ihren Teil zum Aufbau und so genannten Wirtschaftswunder bei. Frauen fingen an Hosen zu tragen, weil sie aufgrund des kriegsbedingten Männermangel "Männerarbeit" machen mussten, und später keinen Grund sahen, diese gewonnen Bekleidungsfreiheit aufzugeben. Vor diesem gesellschaftlichen Hintergrund sehe ich auch die Emanzipationsbewegung der Frauen.

Frauen hören nicht auf, Frau zu sein, wenn sie sich in Herrenabteilung bedienen. Nur die ach so starken und unabhängigen Männer fürchten um ihre Identität als Mann, wenn sie etwas aus der Damenabteilung für sich haben möchten.
Die traditionelle Männerrolle funktioniert in unserer Informationsgesellschaft nicht mehr. Vereinzelt fangen Männer an, ein neues männliches Selbstverständnis für sich zu entwickeln. Der Männerrock ist für mich ein Ausdruck dieser Neuorientierung.

Es sind nicht die "starken" Frauen, wie sie und die Werbung und Filmindustrie vorgaukelt, es sind die von Männern unabhängigen Frauen, die uns zwingen, uns als Mann zu hinterfragen. Wir haben jetzt die Möglichkeit neu zu definieren, was männlich ist. Es wird Zeit für die Emanzipation der Männer.

Deine Beobachtungen kann ich nicht bestätigen, dass Frauen in Kleidern und Röcken "stolzer" und "stärker" auftreten, als Männer in "klassischen" Anzügen.

Wolfgang

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

MAS, Tuesday, 21.09.2004, 23:39 (vor 7852 Tagen) @ wo.sc

Hi Wolfgang,

das ist auch ein sehr guter Beitrag. Nur übersiehst Du, dass der Drang der Frauen, Hosen zu tragen, schon im 19. Jahrhundert in USA einsetzte und zur Emanzipationsbewegung gehörte. Ich weiß jetzt gerade nicht, wie die Frauenrechtlerin hieß, die predigend durch die Staaten zog und die Frauen aufrief, Hosen zu tragen.

Männer tragen ihre Anzüge oft auch sehr stolz, das stimmt. Aber manche Frau scheint heute stolzer im Rock oder Kleid daher zu kommen als in Hosen, vielleicht um zu zeigen: Seht her, ich bin eine Frau und stolz darauf. Hosen trage ich wenns praktischer ist, aber Röcke betonen mein weibliches Selbstverständnis, das ich unter keine männliche Herrschaft stelle.

Ich trage jedenfalls meine Röcke mit Solz, nach dem Motto: Schaut her, ich habe mir die Freiheit vom Hosenzwang erkämpft, die Freiheit vor der Angst, als unnmännlich angesehen zu werden, unter dem die meisten Männer noch selbstverschuldet stehen ohne es zu merken.

Beste Grüße,

Michael,

der jetzt noch korrekturliest.

Ha, fast keine Fehler entdeckt.

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

MAS, Tuesday, 21.09.2004, 23:44 (vor 7852 Tagen) @ MAS

Typisch: kaum abgeschickt, entdecke ich einen Fehler:

streiche:

Hosen trage ich wenns praktischer ist


setze:
Hosen trage ich, wenns praktischer ist


Jetzt bin ich aber kleinlich mit mir selbst. [image]

Michael

Deutschstunde

wo.sc, Wednesday, 22.09.2004, 09:09 (vor 7852 Tagen) @ MAS

Typisch: kaum abgeschickt, entdecke ich einen Fehler:
streiche:

Hosen trage ich wenns praktischer ist


setze:
Hosen trage ich, wenns praktischer ist

Schreibt man nicht "wenns" "wenn's", weil es eigentlich "wenn es" heißt? Oder ist "wenns" nach der Rechtschreibreform korrekt?

Wolfgang

Re: Deutschstunde

MAS, Wednesday, 22.09.2004, 09:24 (vor 7852 Tagen) @ wo.sc

Schreibt man nicht "wenns" "wenn's", weil es eigentlich "wenn es" heißt? Oder ist "wenns" nach der Rechtschreibreform korrekt?
Wolfgang


Gute Frage! Ich habe früher immer Apostrophen (oder sagt man Apostrophs?) verwendet und irgendwann gelernt, dass das im Englischen zwar korrekt, im Deutschen aber falsch sei. Nun weiß ich aber nicht, ob die neue Rechtschreibung daran etwas geändert hat. Ich fände "wenn's" eigentlich passender, glaube aber, dass es "wenns" heißt.

Deutsches Sprach, schweres Sprach [image].

Liebe Grüße,

Michael

Re: Deutschstunde

Christian, Wednesday, 22.09.2004, 11:04 (vor 7852 Tagen) @ MAS

Hallo Leute

Ich verwende seit Jahren kein Apostroph mehr, auch nicht bei Namen, wenn es zum Beispiel heißt: Christians Rock.

Bisher wurde das von meinen Lesern, die sonst oft recht kritisch sein können, noch nie bemäkelt.

Im eigentlich Sinn bin ich nicht für eine vollkommene Rücknahme der Rechtschreibreform, sondern für eine Weiterführung. Das Ziel sollte sein: Die Deutsche Sprache zu vereinfachen und den Gewohnheiten der Mehrheit der Deutschen anzupassen.
Deutsch ist ja nicht nur eine Sprache der Akademiker, sondern auch aller Menschen, die vielleicht nur einen Hauptschulabschluß besitzen, oder gar aus anderen Ländern zugewandert sind.
Das ist ein Prozess der sich ständig fortsetzt gerade in der heutigen Interkulturellen Zeit.
Von mir aus könnte man das ß und auch das ph vollkommen abschaffen, den in der Sprache bemerkt man dort ja auch keinen Unterschied.
Das könnte in Zukunft auch zu mehr Kleinschreibung führen, da die heutigen SMS Kids hauptsächlich Kleinbuchstaben verwenden.
Deutsch ist ein lebendige gesprochene Sprache und sie müsste meiner Meinung nach, sich ebenso weiter entwickeln, wie die Männermode.

Viele Grüße Christian

Schreibt man nicht "wenns" "wenn's", weil es eigentlich "wenn es" heißt? Oder ist "wenns" nach der Rechtschreibreform korrekt?
Wolfgang


Gute Frage! Ich habe früher immer Apostrophen (oder sagt man Apostrophs?) verwendet und irgendwann gelernt, dass das im Englischen zwar korrekt, im Deutschen aber falsch sei. Nun weiß ich aber nicht, ob die neue Rechtschreibung daran etwas geändert hat. Ich fände "wenn's" eigentlich passender, glaube aber, dass es "wenns" heißt.
Deutsches Sprach, schweres Sprach [image].
Liebe Grüße,
Michael

Re: Deutschstunde

wo.sc, Wednesday, 22.09.2004, 12:46 (vor 7852 Tagen) @ Christian

Ich verwende seit Jahren kein Apostroph mehr, auch nicht bei Namen, wenn es
zum Beispiel heißt: Christians Rock.

Das Apostroph ist im Deutschen ein Auslassungszeichen. Daher wäre Christan's Rock falsch.

Wolfgang, der's auch nicht so genau weiß - und gelegentlich nicht so genau nimmt.

Re: Deutschstunde

Sven N., Thursday, 23.09.2004, 07:40 (vor 7851 Tagen) @ wo.sc

Ich verwende seit Jahren kein Apostroph mehr, auch nicht bei Namen, wenn es
zum Beispiel heißt: Christians Rock.

Das Apostroph ist im Deutschen ein Auslassungszeichen. Daher wäre Christan's Rock falsch.
Wolfgang, der's auch nicht so genau weiß - und gelegentlich nicht so genau nimmt.

Der Genitiv-Apostroph ist genau der klassische Fehler, der am weitaus häufigsten gemacht wird. Silke's Rockshop, Jochen's Imbiss usw. sind daher genau falsch, werden aber mit schönster Regelmäßigkeit weiterverwendet. Ansonsten heißt es "wenn's", sobald das "e" aus dem "wenn es" verschluckt wird.

Ein anderer regelmäßiger Fehler, den man bei vielen guten Rechtschreibern findet ist Strasse und Grüsse. Bei diesen Wörtern hat sich auch durch die Rechtschreibreform nichts verändert, da das "a", bzw. das "ü" vor dem "ß" lang gesprochen wird. Bestenfalls in der rheinischen Gegend, wo mancherorts Spass statt Spaß gesagt wird, gibt es noch Zweifelsfälle.

Sven N.

Re: Deutschstunde

Minirocker, Thursday, 23.09.2004, 13:55 (vor 7851 Tagen) @ Sven N.

Ein anderer regelmäßiger Fehler, den man bei vielen guten Rechtschreibern findet ist Strasse und Grüsse. Bei diesen Wörtern hat sich auch durch die Rechtschreibreform nichts verändert, da das "a", bzw. das "ü" vor dem "ß" lang gesprochen wird. Bestenfalls in der rheinischen Gegend, wo mancherorts Spass statt Spaß gesagt wird, gibt es noch Zweifelsfälle.
Sven N.

Hi! Da gibt es auch eine andere Erklaerung. Wer viel an zeichenzatzbegrenzten
internationalen Konsolen tippt, gewoehnt sich das leicht an. Ebenso das Umgehen der Umlaute. Ist bisher so ein Sachzwang gewesen aus der sich eine Gewoehnung ergab. Es ist z.B immer wieder anstregend fuer mich, Angebotstexte fuer Ebay mit Umlauten zu schreiben.
(btw: Oha, ich sehe schon dem Chaos entgegen, wenn Umlaute in Domainnamen/Webpages
zugelassen sind....)

Re: Deutschstunde

Sven N., Thursday, 23.09.2004, 14:24 (vor 7851 Tagen) @ Minirocker

Hi! Da gibt es auch eine andere Erklaerung. Wer viel an zeichenzatzbegrenzten
internationalen Konsolen tippt, gewoehnt sich das leicht an. Ebenso das Umgehen der Umlaute. Ist bisher so ein Sachzwang gewesen aus der sich eine Gewoehnung ergab. Es ist z.B immer wieder anstregend fuer mich, Angebotstexte fuer Ebay mit Umlauten zu schreiben.
(btw: Oha, ich sehe schon dem Chaos entgegen, wenn Umlaute in Domainnamen/Webpages
zugelassen sind....)

Na gut, aber wie kommt es dann, dass bei "Grüsse" das "ß" nicht, das "ü" aber wohl getippt werden kann?

Gruesse, Sven N.

Re: Deutschstunde

minirocker, Thursday, 23.09.2004, 13:31 (vor 7851 Tagen) @ Christian

Im eigentlich Sinn bin ich nicht für eine vollkommene Rücknahme der Rechtschreibreform, sondern für eine Weiterführung. Das Ziel sollte sein: Die Deutsche Sprache zu vereinfachen und den Gewohnheiten der Mehrheit der Deutschen anzupassen.
Deutsch ist ja nicht nur eine Sprache der Akademiker, sondern auch aller Menschen, die vielleicht nur einen Hauptschulabschluß besitzen, oder gar aus anderen Ländern zugewandert sind.
Das ist ein Prozess der sich ständig fortsetzt gerade in der heutigen Interkulturellen Zeit.


Oha, kann ich nicht so stehen lassen. Da koennte man viel zu sagen, wuerde sich fuer einen neuen Thread lohnen, aber wir haben hier nun mal ein Rockforum.

Aber nur soviel dazu meinerseits:

Ich mag kein "downgrading"

Und: Nur weil die Leute innerorts schneller als 50 fahren wird man die Geschwindigkeitbeschraenkung mit Sicherheit nicht abschaffen.

Re: Deutschstunde

Christian, Thursday, 23.09.2004, 18:14 (vor 7850 Tagen) @ minirocker

Hallo

50 fahren in geschloßenen Ortschaften hat ja einen Sicherheitsaspekt.

Und weshalb mußt du bei einer Diskussion über die deutsche Sprache den englischen Ausdruck "downgrading" benutzen?

Vereinfachen ist doch nicht abwertend.


VieleGrüße Christian
Was würde denn schlimmes passieren wenn die Deutsche Sprache wirklich vereinfacht würde?

Ah, ja es würde vielleicht mehr arbeitslose Germanisten geben.

Im eigentlich Sinn bin ich nicht für eine vollkommene Rücknahme der Rechtschreibreform, sondern für eine Weiterführung. Das Ziel sollte sein: Die Deutsche Sprache zu vereinfachen und den Gewohnheiten der Mehrheit der Deutschen anzupassen.
Deutsch ist ja nicht nur eine Sprache der Akademiker, sondern auch aller Menschen, die vielleicht nur einen Hauptschulabschluß besitzen, oder gar aus anderen Ländern zugewandert sind.
Das ist ein Prozess der sich ständig fortsetzt gerade in der heutigen Interkulturellen Zeit.


Oha, kann ich nicht so stehen lassen. Da koennte man viel zu sagen, wuerde sich fuer einen neuen Thread lohnen, aber wir haben hier nun mal ein Rockforum.
Aber nur soviel dazu meinerseits:
Ich mag kein "downgrading"
Und: Nur weil die Leute innerorts schneller als 50 fahren wird man die Geschwindigkeitbeschraenkung mit Sicherheit nicht abschaffen.

Re: Deutschstunde

minrocker, Friday, 24.09.2004, 01:00 (vor 7850 Tagen) @ Christian

Und weshalb mußt du bei einer Diskussion über die deutsche Sprache den englischen Ausdruck "downgrading" benutzen?
Vereinfachen ist doch nicht abwertend.

Zuviel Anglizismen- das ist wieder ein anderes neues Gebiet, wo ich gerne was dazu sagen wuerde, bekaeme aber dann wohl von den Admins eines auf den Deckel.

Nur kurz: es gibt da aber Begriffe, die haben sich international eingebuergert.
(besonders wenn Sachverhalte damit kurz und praegnant bezeichnet werden koennen) und jeder weis was gemeint ist. Es waere doch auch z. B krampfig, wenn man alle Begriffe aus der PC Welt verdeutschen wollte.

Aber ich sehe rot wenn z.B die Telekom (neuerdings: ti mobail) an 40 Millionen Deutsche Telefonrechnungen mit diversen englischen Tarifen "freetime" "Regio-Call", "german-Call" oder "calltime" schickte. Oder wenn eine nur in deutsch erscheinende Bausparkassenzeitschrift "House and more" heisst. Das alles sind unsinnige Neucreationen und sind einfach nur peinlich.

man sollte sich schon mal Gedanken darueber machen, was man mitmacht oder nicht

Was würde denn schlimmes passieren wenn die Deutsche Sprache wirklich vereinfacht würde?


Wie gesagt, wenn sie nur Informationsmedium waere, ok. Die Folge waere aber dann, dass sie, benutzt als geistiges Werkzeug, zusehends unbrauchbar werden wuerde. DAgegen wehre ich mich. Aber DAS ist vielen heutzutage nicht mehr wichtig. Immer schoen konsumieren, vordenken lassen, nicht selbst denken.

Wird uns ja immer eingebleut.(Werbung Gelbe Seiten) "Das lassen Sie lieber von jemanden machen der Ahnung davon hat" damit sagt man uns doch: "Ihr seid zu doof, das koennt ihr nicht" Joo, und das wird auch von vielen schoen brav verinnerlicht.

Das Alte Rom war am Schluss auch recht kraftlos.
Greetings from minirocker :-))))

Re: Deutschstunde

Günter, Friday, 24.09.2004, 09:10 (vor 7850 Tagen) @ minrocker

Hallo,
du willst "PC" übersetzen ?
Der Begriff PC stammt soweit ich weiß aus Paderborn und bedeutet : Personal Computer . Den hat nicht Bill Gates sonder H. Nixdorf erfunden ![image]
Wobei der Begriff Computer zwar immer noch ein Anglizis.. oder sowas , jedenfalls ein aus dem englischen eingedeutschtes Wort ist.
Zudem gibt es dazu keine Übersetzung, lediglich eine Bedeutung: "Elektronische Rechenmaschine " Mit dem Stamm : to compute => rechnen.

Gruß
Günter

Re: Deutschstunde

JürgenB, Saturday, 25.09.2004, 00:14 (vor 7849 Tagen) @ Christian

Von mir aus könnte man das ß und auch das ph vollkommen abschaffen, den in der Sprache bemerkt man dort ja auch keinen Unterschied.


Hallo Christian,

dann nimmt der Schneider demnächst nicht mehr Deine Maße, sondern Deine Masse![image]

Gruß
JürgenB

Re: Deutschstunde

Christian, Saturday, 25.09.2004, 13:44 (vor 7849 Tagen) @ JürgenB

Von mir aus könnte man das ß und auch das ph vollkommen abschaffen, den in der Sprache bemerkt man dort ja auch keinen Unterschied.


Hallo Christian,
dann nimmt der Schneider demnächst nicht mehr Deine Maße, sondern Deine Masse![image]
Gruß
JürgenB

Passt doch auch oder?

Christian, Saturday, 25.09.2004, 13:45 (vor 7849 Tagen) @ JürgenB

Von mir aus könnte man das ß und auch das ph vollkommen abschaffen, den in der Sprache bemerkt man dort ja auch keinen Unterschied.


Hallo Christian,
dann nimmt der Schneider demnächst nicht mehr Deine Maße, sondern Deine Masse![image]
Gruß
JürgenB

Re: Deutschstunde

Dirk, Wednesday, 22.09.2004, 19:08 (vor 7851 Tagen) @ MAS

Moin,

Eure Sorgen möcht´ ich haben...[image]
Ich schreibe und setze Kommas, so wie ich meine, es mal gelernt zu haben und vom Gefühl her und gut. Ich finde, Ihr macht viel zu viel Wind um die Sache "Rechtschreibung hier im Forum".
Wenn hier einer so extrem falsch schreibt, so daß der Sinn leidet bzw. die Texte langatmig/langweilig werden, dann wird es von alleine nicht mehr gelesen und beantwortet, so daß sich das Thema von alleine reguliert.
Außerdem glaube ich nicht, daß das Ansehen des Forums darunter leidet, wenn hier zu viele "Falsch-Schreiber" posten.[image]

Gruß

Dirk

Re: Deutschstunde

KtV, Thursday, 23.09.2004, 00:39 (vor 7851 Tagen) @ Dirk

Moin,
Eure Sorgen möcht´ ich haben...[image]
Ich schreibe und setze Kommas, so wie ich meine, es mal gelernt zu haben und vom Gefühl her und gut. Ich finde, Ihr macht viel zu viel Wind um die Sache "Rechtschreibung hier im Forum".
Wenn hier einer so extrem falsch schreibt, so daß der Sinn leidet bzw. die Texte langatmig/langweilig werden, dann wird es von alleine nicht mehr gelesen und beantwortet, so daß sich das Thema von alleine reguliert.
Außerdem glaube ich nicht, daß das Ansehen des Forums darunter leidet, wenn hier zu viele "Falsch-Schreiber" posten.[image]
Gruß
Dirk

Das war die ausführliche Version auf meine Dudenunverbindlichkeitsaussage
Kinners... Wir haben kein Germanistik-Forum hier... Man kann es auch übertreiben
Gruß

KtV <span style="background-color:#FFFFFF;border-width:1px;border-style:solid;">[image] [image] pu285</span>

Re: Deutschstunde

Dieter, Saturday, 25.09.2004, 15:37 (vor 7849 Tagen) @ wo.sc

Schreibt man nicht "wenns" "wenn's", weil es eigentlich "wenn es" heißt? Oder ist "wenns" nach der Rechtschreibreform korrekt?

Die Antwort ist einfach: "wenns" ist umgangssprachlich, in der Schriftform muss es "wenn es" heissen.

Gruß
Dieter

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

Ferdi, Wednesday, 22.09.2004, 00:03 (vor 7852 Tagen) @ wo.sc

Hallo freie, emanzipierte Männer!

Es sind nicht die "starken" Frauen, wie sie und die Werbung und Filmindustrie vorgaukelt, es sind die von Männern unabhängigen Frauen, die uns zwingen, uns als Mann zu hinterfragen. Wir haben jetzt die Möglichkeit neu zu definieren, was männlich ist. Es wird Zeit für die Emanzipation der Männer.

Und ich bin ein von Frauen unabhängiger, emanzipierter Mann, der Röcke trägt, weil es ihm gefällt! Ich bin so sicher, ein Mann zu sein, dass ich da nichts hinterfragen brauche, das ist so! Zwei von mir gezeugte Kinder sind der Beweis. "Unmännlich" ist allenfalls die Tatsache, dass sich manche ach so starke Männer immer noch in Klamotten zwingen lassen, die sie nicht mögen, und die meinen, den Umweg über die Verkleidung als Frau gehen zu müssen, nur um einen banalen Rock zu tragen.

Meine Meinung!

Gruss,
Ferdi

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

heinz, Wednesday, 22.09.2004, 06:35 (vor 7852 Tagen) @ Ferdi

Hi Ferdi

"Unmännlich" ist allenfalls die Tatsache, dass sich manche ach so starke Männer immer noch in Klamotten zwingen lassen, die sie nicht mögen, und die meinen, den Umweg über die Verkleidung als Frau gehen zu müssen, nur um einen banalen Rock zu tragen.

Genau DAS denke ich auch!

Gruss
heinz

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

Christian, Wednesday, 22.09.2004, 07:33 (vor 7852 Tagen) @ Ferdi

Hallo Ferdi

Ich sehe meine Röcke auch nicht als Verkleidung und denke das mich bestimmt niemand mit einer Frau verwechselt, wenn ich sie trage.
So meinte ich es auch nicht in meinem Beitrag.

Allerdings trage ich die Röcke noch nicht mit dem gleichen Selbstverständnis wie du. Aber es ist wie in der Werbung mit dem alkoholfreien Bier. Nicht immer, aber immer öfter.

Ich hinterfrage lediglich die Ursachen, warum die Männerrockbewegung gerade in der jetzigen Zeit mehr an Kraft und Bedeutung gewinnt und nicht Beispielsweise Zeitgleich mit der Veränderung der Damenmode einsetzte.
Das muß meiner Meinung nach gesellschaftliche Gründe haben und diese Gründe un Veränderungen würden mich interessieren.

Viele Grüße Christian

Hallo freie, emanzipierte Männer!
Es sind nicht die "starken" Frauen, wie sie und die Werbung und Filmindustrie vorgaukelt, es sind die von Männern unabhängigen Frauen, die uns zwingen, uns als Mann zu hinterfragen. Wir haben jetzt die Möglichkeit neu zu definieren, was männlich ist. Es wird Zeit für die Emanzipation der Männer.
Und ich bin ein von Frauen unabhängiger, emanzipierter Mann, der Röcke trägt, weil es ihm gefällt! Ich bin so sicher, ein Mann zu sein, dass ich da nichts hinterfragen brauche, das ist so! Zwei von mir gezeugte Kinder sind der Beweis. "Unmännlich" ist allenfalls die Tatsache, dass sich manche ach so starke Männer immer noch in Klamotten zwingen lassen, die sie nicht mögen, und die meinen, den Umweg über die Verkleidung als Frau gehen zu müssen, nur um einen banalen Rock zu tragen.
Meine Meinung!
Gruss,
Ferdi

Weshalb gewinnt die Herrenrockbewegung gerade in der heutigen Zeit an Bedeutung?

Christian, Wednesday, 22.09.2004, 11:16 (vor 7852 Tagen) @ Christian

Hallo Leute

Mich würde interessieren, weshalb die Männerockbewegung gerade in den letzten 5 Jahren so ihren Aufschwung genommen hat.
Rockträger und Individualisten gab es doch auch schon vorher, oder?

Warum ersarkt das Selbstbewußtsein vieler Männer gerade in der heutigen Zeit?
Weshalb erfolgte die modische Entwicklung der Herren nicht paralell zu den Damen, oder setzte nach dem 2. Weltkrieg und der Befreiung von der NS Diktatur ein?
Ist diese Entwicklung nur aus unserer Sicht zu erkennen?

Hat es nicht doch mit der Entwicklung der Frauen, und auch deren Darstellung in den Medien zu tun?

Oder seht ihr da andere Ursachen?

Viele Grüße Christian

Hallo Ferdi
Ich sehe meine Röcke auch nicht als Verkleidung und denke das mich bestimmt niemand mit einer Frau verwechselt, wenn ich sie trage.
So meinte ich es auch nicht in meinem Beitrag.
Allerdings trage ich die Röcke noch nicht mit dem gleichen Selbstverständnis wie du. Aber es ist wie in der Werbung mit dem alkoholfreien Bier. Nicht immer, aber immer öfter.
Ich hinterfrage lediglich die Ursachen, warum die Männerrockbewegung gerade in der jetzigen Zeit mehr an Kraft und Bedeutung gewinnt und nicht Beispielsweise Zeitgleich mit der Veränderung der Damenmode einsetzte.
Das muß meiner Meinung nach gesellschaftliche Gründe haben und diese Gründe un Veränderungen würden mich interessieren.
Viele Grüße Christian

Hallo freie, emanzipierte Männer!
Es sind nicht die "starken" Frauen, wie sie und die Werbung und Filmindustrie vorgaukelt, es sind die von Männern unabhängigen Frauen, die uns zwingen, uns als Mann zu hinterfragen. Wir haben jetzt die Möglichkeit neu zu definieren, was männlich ist. Es wird Zeit für die Emanzipation der Männer.
Und ich bin ein von Frauen unabhängiger, emanzipierter Mann, der Röcke trägt, weil es ihm gefällt! Ich bin so sicher, ein Mann zu sein, dass ich da nichts hinterfragen brauche, das ist so! Zwei von mir gezeugte Kinder sind der Beweis. "Unmännlich" ist allenfalls die Tatsache, dass sich manche ach so starke Männer immer noch in Klamotten zwingen lassen, die sie nicht mögen, und die meinen, den Umweg über die Verkleidung als Frau gehen zu müssen, nur um einen banalen Rock zu tragen.
Meine Meinung!
Gruss,
Ferdi

Re: Weshalb gewinnt die Herrenrockbewegung gerade in der heutigen Zeit an Bedeut

Rainer, Wednesday, 22.09.2004, 12:33 (vor 7852 Tagen) @ Christian

Hallo Christian,

Mich würde interessieren, weshalb die Männerockbewegung gerade in den letzten 5 Jahren so ihren Aufschwung genommen hat.
Rockträger und Individualisten gab es doch auch schon vorher, oder?

Ich glaube es liegt ganz einfach am Internet.
Dachte ich doch früher, ich wäre mit meiner Leidenschaft alleine, so hat mich das Internet eines besseren belehrt. Man lernt Leute kennen, kann Erfahrungen austauschen, spicht sich gegenseitig Mut zu, lernt neue Freunde kennen ... u.s.w. was eigentlich vorher garnicht möglich war.


Rainer

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

Ferdi, Wednesday, 22.09.2004, 13:11 (vor 7852 Tagen) @ Christian

Hallo Christian, guten Tag alle zusammen!

Ich hinterfrage lediglich die Ursachen, warum die Männerrockbewegung gerade in der jetzigen Zeit mehr an Kraft und Bedeutung gewinnt und nicht Beispielsweise Zeitgleich mit der Veränderung der Damenmode einsetzte.
[quote]Das muß meiner Meinung nach gesellschaftliche Gründe haben und diese Gründe un Veränderungen würden mich interessieren.
[/quote]

Ich weiss es auch nicht genau, aber ich beobachte das auch. Es zeigt sich auch daran, dass ich draussen immer häufiger Männer in Röcken sehe, die ich nicht kannte, die also nicht in den Foren und in unserer Community aktiv sind. Inzwischen berichte ich darüber nicht mehr, weil es keine so extreme Seltenheit mehr zu sein scheint. Ich habe erst am vergangenen Samstag wieder einen auf einem Flohmarkt gesehen.

Über die Ursachen kann ich nur spekulieren. Ich glaube, es gibt zwei Ursachen:

---> 1) Die zunehmende Verbreitung des Internet und seine allmähliche Entwicklung zum Massenmedium.

---> 2) Die insbesondere in Fernsehen und Film sichtbar werdende Loslösung der Frauen von traditionellen Geschlechterrollenklischees.

Zum Punkt 1 kann ich sagen, dass seit ungefähr 5 Jahren die Nutzung des Internet als Zweiweg-Kommunikationsmedium drastisch zugenommen hat. Und genau in diesem Medium sind wir mit unserem Thema dick drin. Die Internetnutzer sind von Natur aus neugierig, suchen und finden unsere Seiten und Foren und lesen darin. So bin ich ja selbst zum Rockträger geworden. Vorher glaubte doch jeder, der diesen Wunsch hat, er wäre der Einzigste auf der Welt. Durch das Netz konnten sich diese "Einzelnen" finden, sich austauschen, und ihnen wurde erstmals klar, wie verbreitet und auch verständlich der Wunsch nach Röcken ist. Das hat vielen geholfen, ihre Wünsche umzusetzen und so sind die Rockträger seitdem immer mehr geworden.

Das Internet hat aber auch dazu geführt, dass die anderen Medien auf uns aufmerksam wurden. Zu der "Wat is"-Sendung sind wir doch nur gekommen, weil die Produktionsfirma recherchiert hat und im Netz auf uns gestossen ist. Auch viele Printmedien sind durchs Internet auf das Thema gestossen.

Zum Punkt 2 glaube ich sagen zu können, dass die Emanzipation der Frauen, die in den Massenmedien sehr stark dargestellt wird, so manchen Mann veranlasst hat, mal über seine eigene Rolle in der Gesellschaft nachzudenken. Er sieht, wie die Frauen ein altes, verstaubtes Klischee nach dem anderen einfach niedergerissen haben und fragt sich, warum er in dieser alten Geschlechterrolle stecken bleibt. Ich glaube, dass das so manchen Mann ermutigt hat, diese antiquierten Rollengefängnisse zu verlassen und mehr und mehr das zu tun, was ihm gefällt. Auch auf diese Weise könnte der eine oder andere Mann auch ohne unsere Foren und Webseiten den Weg in den Rock gefunden haben. Hinzu kommen Filme wie "Troja", wo restlos alle Männer sehr schicke und erotisch wirkende kurze und lange Röcke und Kleider getragen haben (Brad Pitt trägt ja seitdem auch im Alltag Röcke), und auch Sportveranstaltungen wie der Boxkampf Johnny Nelson gegen Rüdiger May, wo Nelson einen schönen Rock getragen hat.

All das, verbunden mit der Tatsache, dass Frauen Hosen tragen, ohne dass sie sich plötzlich in Männer verwandelt haben oder lesbisch geworden sind, trägt dazu bei, die Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die die Männer bisher am Rocktragen gehindert haben.

Das sind nur meine persönlichen Spekulationen. Aber ich bin mir sicher, dass es bei der Entwicklung hin zu immer mehr Männern in Röcken keine Umkehr mehr geben wird. Lediglich die Steilheit des Anstiegs kann noch Gegenstand von Diskussionen und Meinungsverschiedenheiten sein.

Schöne Grüsse,

Ferdi

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

Günter, Wednesday, 22.09.2004, 14:54 (vor 7852 Tagen) @ Ferdi

Hallo guten Tag alle zusammen!
Viel ist zu diesem Thema schon philosophiert worden, vielem will ich gerne beipflichten doch einige Aspekte fehlen meiner Meinung nach noch:
1. Die Änderung in der Arbeitswelt, die Anteile an schwerer körperlicher Arbeit nehmen konstant ab. Hierdurch interessiert sich ein Mensch mehr für sog.intelligente Tätigkeiten, muß beruflich mehr nachdenken und weniger seinen Körper anstrengen. Diese Wandlung führt natürlich auch zu mehr Nachdenken im privaten Leben. Auch muß Mensch mehr Wissen,mehr lernen, sich besser informieren um bestehen zu können.( Ein Dreher von früher wird Heute keinen Zerspanungsautomat mehr bedienen können, ohne sich kontinuierlich weiterzubilden.) Dies alles öffnet Horizonte.
2. Durch den stärker werdenden Anteil an fremden Kulturen und die Vermischung mit ihnen,gewöhnt Mensch sich mehr und mehr an exotische Anblicke und ist nicht mehr so überrascht wenn mal etwas anders aussieht.Auch wird hier eine größere Toleranz im Umgang miteinander geübt. Hier ist bestimmt auch der internationale Tourismus von starkem Einfluss.
3. Die Individualisierung fördert natürlich Freiräume. Der junge Mensch, der früher lange in der gleichen Wohnung mit der Familie lebte und sich somit nach deren Kodex zu richten hatte, gründet Heute sehr früh einen eigenen Hausstand und dort kann er unbeobachtet experimentieren.

Dies nur als weitere philosophische Ergänzung.
Gruß
Günter

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

Wild Bill, Wednesday, 22.09.2004, 19:40 (vor 7851 Tagen) @ wo.sc

Entschuldigen Sie bitte meine Antwort auf Englisch.

To me, the vision of a man in a skirt can bring connotations of a very strong and sexy man, not a weak or diminutive man.

Picture in your minds, if you will, the warriors and gladiators of ancient Rome and Greece.

For some reason, it has become bad for a man to show his legs, and thus one of the icons of a man's strength. That is too bad.

I speak from experience here, and I know for sure that how a man is perceived in his skirt or kilt is by the way one carries himself. Eye contact, smile, walking and looking around with purpose and dignity.

When a man in a skirt walks slowly, or tries to hide in dark places, or constantly glances around to see who is looking at him, or avoiding eye contact, others naturally assume he is doing something he is ashamed of.

There is no shame in wearing a skirt!

By the way, I have been very impressed with the continued activity on this German forum. The activity in Tom's Cafe and the Atrium have dwindled to a very small number of posts. I don't know if it is because Tom Died and the Atrium has taken a new direction from men in skirts or what the problem is, but I come by here often and do my best to understand what is being said.

Again, pardon the English, and thanks for letting me be here.

Wild Bill

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

MAS, Thursday, 23.09.2004, 15:17 (vor 7851 Tagen) @ Wild Bill

Hi Bill,

sofern Du keine Probleme damit hast, Deutsch zu lesen, bist Du hier willkommen wie jeder andere, auch wenn Du auf Englisch antwortest. No problem!

Aber warum soll es ungünstig sein, langsam zu gehen? Ich denke, wer langsam und würdevoll geht, macht keinen schlechten Eindruck.

Go slowly and look around how beautyful is the world.
Enjoy your steps, feel the ground, be aware, you're living!

So long!

Michael

Re: Gibt es einen Zusammenhang von Starken Frauen und Männerröcken?

Wild Bill, Thursday, 23.09.2004, 18:27 (vor 7850 Tagen) @ MAS

Hi Bill,
sofern Du keine Probleme damit hast, Deutsch zu lesen, bist Du hier willkommen wie jeder andere, auch wenn Du auf Englisch antwortest. No problem!
Aber warum soll es ungünstig sein, langsam zu gehen? Ich denke, wer langsam und würdevoll geht, macht keinen schlechten Eindruck.
Go slowly and look around how beautyful is the world.
Enjoy your steps, feel the ground, be aware, you're living!
So long!
Michael

Michael:

I agree. Nothing is wrong with walking slowly and purposely, or even strolling. What I meant to say is when someone walks or carries themselves hesitatingly, or looks self conscious is what other people notice, and they notice that before they notice what clothes he is wearing.

Danke

Bill