Dresscode ist nützlich

Sven N., Thursday, 10.07.2003, 23:42 (vor 8319 Tagen)

Nun haben ja einige auf meinen Text von heute morgen reagiert. Es ging leider wieder nur in die wehklagende Richtung :-( . Wo sind denn die Arbeitgeber unter uns, die für ihre männl. Belegschaft ab morgen den neuen Dresscode "Rock" rausbringen?

Sven N.

Re: Dresscode ist nützlich

Jan-Gerd, Thursday, 10.07.2003, 23:52 (vor 8319 Tagen) @ Sven N.

Nun haben ja einige auf meinen Text von heute morgen reagiert. Es ging leider wieder nur in die wehklagende Richtung :-( . Wo sind denn die Arbeitgeber unter uns, die für ihre männl. Belegschaft ab morgen den neuen Dresscode "Rock" rausbringen?

Hallo Sven,

gab's da nicht mal in Großbritannien den Fall, wo ein Junge geklagt hat, ebenfalls einen Rock zur Schule anziehen zu dürfen (natürlich nur den Schuluniformrock, nicht irgendeinen) und den Prozeß vor Gericht gewann?

Daß also der Steward im Flieger auch im Dienstrock servieren und der Polizist jetzt auch im Rock den Verkehr regeln darf (zugegeben, die weiblichen Polizisten scheinen den Dienstrock nicht zu mögen, obwohl es ihn ja gibt, habe ich noch keinen gesehen).

Gruß
Jan-Gerd

Re: Dresscode ist nützlich

Sven N., Friday, 11.07.2003, 00:08 (vor 8319 Tagen) @ Jan-Gerd

Nun haben ja einige auf meinen Text von heute morgen reagiert. Es ging leider wieder nur in die wehklagende Richtung :-( . Wo sind denn die Arbeitgeber unter uns, die für ihre männl. Belegschaft ab morgen den neuen Dresscode "Rock" rausbringen?
Hallo Sven,
gab's da nicht mal in Großbritannien den Fall, wo ein Junge geklagt hat, ebenfalls einen Rock zur Schule anziehen zu dürfen (natürlich nur den Schuluniformrock, nicht irgendeinen) und den Prozeß vor Gericht gewann?

Das war umgekehrt. Ein Mädchen wollte Hosen tragen dürfen

Daß also der Steward im Flieger auch im Dienstrock servieren und der Polizist jetzt auch im Rock den Verkehr regeln darf (zugegeben, die weiblichen Polizisten scheinen den Dienstrock nicht zu mögen, obwohl es ihn ja gibt, habe ich noch keinen gesehen).

Die Polizistinnen dürfen den nur zu repräsentativen Anlässen tragen, nicht im normalen Dienst. Im "Großstadtrevier" trug die eine Schauspielerin mal bei einer Abendveranstaltung den Rock zur Uniform.

Gruß
Jan-Gerd

Uns sollte es aber doch darum gehen, dass die Mitarbeiter unserer Firmen bald in Röcken zur Arbeit kommen.

Sven N.

Re: Dresscode ist nützlich

Ferdi, Friday, 11.07.2003, 01:17 (vor 8319 Tagen) @ Jan-Gerd

Hier ist er bestimmt nützlich

Gruss,
Ferdi

Re: Dresscode ist nützlich

Christian, Friday, 11.07.2003, 07:40 (vor 8318 Tagen) @ Sven N.

Hallo
Auch wenns vielleicht witzig gemeint ist.
Jemanden in eine Kleidung zu zwingen die ihm nicht gefällt, ganz egal ob es sich dabei um eine Hose, Rock, Hemd, oder Baseballkappe handelt. ist für mich eine Art von Körperverletzung.

Christian

Nun haben ja einige auf meinen Text von heute morgen reagiert. Es ging leider wieder nur in die wehklagende Richtung :-( . Wo sind denn die Arbeitgeber unter uns, die für ihre männl. Belegschaft ab morgen den neuen Dresscode "Rock" rausbringen?
Sven N.

vom einen ...

B.J., Friday, 11.07.2003, 12:35 (vor 8318 Tagen) @ Sven N.

... Dress-Code mit Jackett und Krawatte zum nächsten - mit Rock. Oder was wollt Ihr eigentlich? Ich finde, dass die eine Vorschrift genauso überflüssig ist wie die andere.

Ein paar Gedanken zum Nachdenken habe ich aber schon: Könnt Ihr Euch Polizisten oder Ärzte ohne "Einheitstracht" vorstellen?

Einheitliche Kleidung kann auch Sinn machen:

- um einen Funktionsträger eindeutig zu identifizieren. (In Kaufhäusern erlebe ich immer wieder, dass Kunden andere Kunden für den Verkäufer halten, weil der sich so kleidet, wie alle anderen auch. Ich kenne ein paar Läden, in denen gleichfarbige Polo-Shirts verwendet werden.)

- um sich im Zuge der Globalisierung von den Wettbewerbern abzuheben und ein Zusammengehörigkeitsge ein Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Das ist neudeutsch auch als Element der corporate identity bekannt.

Mal ganz abgesehen davon, hat man im asiatischen Raum recht wenig Probleme damit. Da ist eine Firmenuniform z.T. selbstverständlich - Identity eben. Allerdings ist die dortige Kultur auch mehr gruppenorientiert, während bei uns mehr das Individuum zählt.

Bevor jetzt die Schreie losgehen: IMHO ist ein pauschales Schwarz-Weiss-Denken nicht ganz geeignet, so dass wir die Grautöne nicht vergessen sollten. Oder in anderen Worten: wenn's dem einen gefällt, so gilt das noch lange nicht für den anderen.

Happy rocking,

B.J.

Re: vom einen ...

Marc, Friday, 11.07.2003, 13:12 (vor 8318 Tagen) @ B.J.

... Dress-Code mit Jackett und Krawatte zum nächsten - mit Rock. Oder was
wollt Ihr eigentlich? Ich finde, dass die eine Vorschrift genauso überflüssig
ist wie die andere.

Genau, da stimme ich voll zu. Kleidungszwang ist erstmal scheisse, egal wie die
Kleidung aussieht. Nur in manchen Berufen sehe ich einheitliche Kleidung als
sinnvoll oder notwendig an.

Ein paar Gedanken zum Nachdenken habe ich aber schon: Könnt Ihr Euch
Polizisten oder Ärzte ohne "Einheitstracht" vorstellen?

Bei den Polizisten ist ja klar, dass die Kleidung sie als Ordnungsgewalt
identifiziert. Wobei ich denke, dass dafür nicht unbedingt eine kompletteht unbedingt eine komplette
Uniform notwendig wäre, sondern einzelne, gut sichtbare Elemente ausreichen
würden, etwa Weste/Jacke und Mütze, wie es auch Sicherheitsdienste machen.

Einheitliche Kleidung kann auch Sinn machen:
- um einen Funktionsträger eindeutig zu identifizieren. (In Kaufhäusern erlebe
ich immer wieder, dass Kunden andere Kunden für den Verkäufer halten, weil
der sich so kleidet, wie alle anderen auch. Ich kenne ein paar Läden, in
denen gleichfarbige Polo-Shirts verwendet werden.)

Bingo, ein gutes Beispiel. Oft haben die Verkäufer zwar Schildchen mit
Firmenlogo und Namen, aber die sind sehr klein und unscheinbar, so dass
man schon sehr genau hinsehen muss. Insofern macht sowas wie einheitliche
Oberteile Sinn, wenn es um so etwas wie Kaufhäuser geht, wo Verkäufer und
Kunden "wild" durcheinander laufen.

Dort, wo die "Kunden" und die Angestellten z.B. durch ihren Aufenthaltsort
schon eindeutig zu identifizieren sind, etwa in Ämtern oder in Geschäften mit
Schalterbedienung, wie Banken und Post, halte ich einheitliche Kleidung für
unnötig. Und bei Büroarbeit ohne oder mit nur gelegentlichem Kundenkontakt
(so wie mein Job) sowieso.

- um sich im Zuge der Globalisierung von den Wettbewerbern abzuheben und ein
Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken. Das ist neudeutsch auch als Element
der corporate identity bekannt.

Das finde ich nun wieder nicht besonders. Ein Zusammengehörigkeitsgefühl
entsteht m.E. nicht aus der Kleidung, sondern aus dem Arbeitsklima und
dem gelebten Alltag in der Firma.

Gruß,

Marc

Re: Dresscode ist nützlich

Tama, Friday, 11.07.2003, 16:15 (vor 8318 Tagen) @ Jan-Gerd

Nun haben ja einige auf meinen Text von heute morgen reagiert. Es ging leider wieder nur in die wehklagende Richtung :-( . Wo sind denn die Arbeitgeber unter uns, die für ihre männl. Belegschaft ab morgen den neuen Dresscode "Rock" rausbringen?
Hallo Sven,
gab's da nicht mal in Großbritannien den Fall, wo ein Junge geklagt hat, ebenfalls einen Rock zur Schule anziehen zu dürfen (natürlich nur den Schuluniformrock, nicht irgendeinen) und den Prozeß vor Gericht gewann?
Daß also der Steward im Flieger auch im Dienstrock servieren und der Polizist jetzt auch im Rock den Verkehr regeln darf (zugegeben, die weiblichen Polizisten sche weiblichen Polizisten scheinen den Dienstrock nicht zu mögen, obwohl es ihn ja gibt, habe ich noch keinen gesehen).
Gruß
Jan-Gerd

Die Story stimmt m. W. und Irrens nicht ganz: Ein mädel hat geklagt auch in Hose der uniform erscheinen zu dürfen und gewann, wobei das Urteil den Umkehrschluss zuließ, dass es den Jungs freigestellt sei, auch im Rock zu erscheinen.
Gruss tama