Einheitsbrei oder was?

B.J., Monday, 30.06.2003, 13:31 (vor 8328 Tagen)

Hi Rockers,

Euer Streit unten um das "richtige" Outfit, der nun leider auf Karlis Rücken / Röcken ausgetragen wurde, ist irgendwie voll daneben.

Was wollt Ihr denn nun?

- Etwas Neues durchsetzen, z.B. den Rock am Mann?

- Oder lieber eine neue UNIFORM durchsetzten, getreu dem Motto: dies ist von der hohen Instanz des Männerrockforums abgesegnete Männerrock, der garantiert frei von weiblichen Elementen und somit ohne Nebenwirkungen ist?

Tut mir leid, aber das ist für mich erstens voll daneben und zweitens der Streit um Kaisers Bart. Und wie Ihr wisst, lässt sich über Geschmack am besten streiten :-)

Bei mir jedenfalls gehen alle Warnlampen an, wenn irgend etwas nach EINHEITSBREI riecht - und manchmal tut es das sehr kräftig.

Nichts für ungut und happy rocking
B.J.

Re: Einheitsbrei oder was?

Jan-Gerd, Monday, 30.06.2003, 21:36 (vor 8328 Tagen) @ B.J.

Hi B.J.,

Euer Streit unten um das "richtige" Outfit, der nun leider auf Karlis Rücken / Röcken ausgetragen wurde, ist irgendwie voll daneben.

Die beleidigten Reaktionen zeugen von der mangelnden Selbstsicherheit einiger Rockträger. Kritik können sie nicht ertragen.

Was wollt Ihr denn nun?
- Etwas Neues durchsetzen, z.B. den Rock am Mann?

Die alle drei Monate im Forum neu diskutierte Frage. Wie kann man Männern Mut auf den Rock machen? Durch lächerliche Outfits, in denen sich sonst kein Mann auf die Straße traut, oder durch geschmackvolle Rockkombinationen, die auch bei anderen Männern Zustimmung finden?

- Oder lieber eine neue UNIFORM durchsetzten, getreu dem Motto: dies ist von der hohen Instanz des Männerrockforums abgesegnete Männerrock, der garantiert frei von weiblichen Elementen und somit ohne Nebenwirkungen ist?

Wenn alles, was geschmacklich erträglich ist, für Dich schon Uniform darstellt
Natürlich kann man auch einfach anziehen, was man will und auf die Meinung der anderen nichts geben. Dann darf man sich aber nicht wundern, wenn der Rock keine Nachahmer findet.

Ebenfalls nichts für ungut und happy rocking
Jan-Gerd

Re: Einheitsbrei oder was?

KtV, Monday, 30.06.2003, 23:37 (vor 8328 Tagen) @ Jan-Gerd

Moin Jan-Gerd,

>Die beleidigten Reaktionen zeugen von der mangelnden Selbstsicherheit einiger Rockträger. Kritik können sie nicht ertragen.

ich denke, du segelst meilenweit am Thema vorbei
<ol>1. Gab es keine Kritik, sondern allenthalben subjektives Meinungs-Blabla... Ein Nachfassen wurde selbst auf mehrfache Nachfrage (nicht nur von mir) geflissentlich ignoriert... Das ist keine Kritik, die man ernst nehmen muß...</ol>

<ol>2. Gab es keine beleidigten Reaktion; wenn es eine gab, dann bitte Roß und Reiter benennen und nicht irgendwelche Behauptungen in den Raum stellen...</ol>

<ol>3. Hard-Core-Rocker kommen sehr wohl mit Kritik klar... Wenn sie konstruktiv ist... Dies war bisher nicht gegeben...</ol>

>Durch lächerliche Outfits, in denen sich sonst kein Mann auf die Straße traut, oder durch geschmackvolle Rockkombinationen, die auch bei anderen Männern Zustimmung finden?

Auch du entkommst mir nicht... [image] Wer bestimmt genau, was lächerlich oder geschmackvoll ist? Du? Attas? Britta?

Gruß

KtV

Re: Einheitsbrei oder was?

Jan-Gerd, Tuesday, 01.07.2003, 00:28 (vor 8328 Tagen) @ KtV

Moin KtV,

natürlich ist konstruktive Kritik wertvoller. Aber Kritik ist zunächst mal eine Geschmacks- und Meinungsäußerung, die beim Kritisierten vielleicht nicht willkommen, aber nicht deshalb "unberechtigt" ist, weil sie nicht konstruktiv ist.
Wenn ich jemandem sage, dieses oder jenes sieht nicht aus, dann hat er erst mal eine - selbstverständlich subjektive - Meinung gehört und kann dann überlegen, was er damit anfängt und ob er überhaupt etwas damit anfangen will. Vielleicht sieht er ja selber das Problem (Farben passen nicht oder was auch immer). Ansonsten kann er ja nachfragen, oder nicht? Oder nochmal jemand anderen fragen. Oder einen Sch... drauf geben.

Gibt es überhauf geben.

Gibt es überhaupt "objektive" Kritik? Was ist der objektive Maßstab? Wenn ich kritisiere, dann weil es _mir_ nicht gefällt. Das ist dann kein subjektives Blabla, sondern eben meine Meinung, die selbstverständlich subjektiv ist. Ich habe auch eine Vorstellung von der Meinung anderer Gruppen. Auch das ist meine subjektive Einschätzung, die aber nicht aus der Luft gegriffen ist.

Selbstverständlich war zumindest eine Meinungsäußerung in den vorangegangenen threads etwas arg daneben. Das war keine Meinungsäußerung mehr, sondern grob unhöflich.

Konstruktiv zu sein, ist auch nicht immer leicht möglich. Und Nachhaken bedeutet für Dich selten, nun herauszufinden, was der Kritisierer denn genau meint und was ihm besser gefallen würde. Du forderst Beweise und Objektivität, obwohl man Geschmack kaum beweisen kann und er immer stark subjektiv ist. Dein Nachhaken ist wenig konstruktiv.

Einige hier bevorzugen einen eher femininen Stil, andere mögen eine männlichere Linie lieber. Ich kann femininer Kleidung an Männern nichts abgewinnen. Das ist eben Geschmackssache. Ich behaupte, daß als Vorbild zum Mitmachen nur der maskuline Stil á la Utilikilt taugt. Ich kann und will das nicht beweisen. Wer Lust hat, kann versuchen, mir das Gegenteil zu beweisen.

Gruß
Jan-Gerd

Re: Einheitsbrei oder was?

KtV, Tuesday, 01.07.2003, 00:56 (vor 8328 Tagen) @ Jan-Gerd

Moin Jan-Gerd,

>Wenn ich jemandem sage, dieses oder jenes sieht nicht aus, dann hat er erst mal eine - selbstverständlich subjektive - Meinung gehört und kann dann überlegegehört und kann dann überlegen, was er damit anfängt und ob er überhaupt etwas damit anfangen will.

einverstanden... Es ist eine Meinung und eben keine Kritik
>Gibt es überhaupt "objektive" Kritik? Was ist der objektive Maßstab?

Na, wenigstens einer, der mal drüber nachdenkt... [image]

>Wenn ich kritisiere, dann weil es _mir_ nicht gefällt. Das ist dann kein subjektives Blabla, sondern eben meine Meinung, die selbstverständlich subjektiv ist.

Widersprichst du dir da nicht gerade selber? Oben hattest du gerade gefragt, ob es objektive Kritik überhaupt gibt... Und wenn du kritisierst, weil dir etwas an anderen nicht gefällt, dann kann es doch keine Kritik sein... Es ist eben eine Meinung
>Selbstverständlich war zumindest eine Meinungsäußerung in den vorangegangenen threads etwas arg daneben. Das war keine Meinungsäußerung mehr, sondern grob unhöflich.

Mein Grund, zu hinterfragen... Betrifft momentan alle... Mir gehen die Pauschalierungen und Verallgemeinerungen auf den Keks
>Und Nachhaken bedeutet für Dich selten, nun herauszufinden, was der Kritisierer denn genau meint und was ihm besser gefallen würde.

Du kennst mich schlecht... Eben genau das ist die Intention... Ich weiß sehr genau, was ich da tue
> Du forderst Beweise und Objektivität, obwohl man Geschmack kaum beweisen kann und er immer stark subjektiv ist. Dein Nachhaken ist wenig konstruktiv.

Dann hast du nicht gelesen oder verstanden, was ich hinterfragt habe... Ich habe nirgendwo einen persönlichen Geschmack hinterfragt... Das kann ich auch nicht... Das kann niemand...

Das Nachhaken ist sehr wohl konstruktiv... Entweder gibt es eine Reaktion und es kommen die gewünschten Dinge auf den Tisch, oder sie kommen nicht, was der Beweis für Fluff ist... Daran läßt sich hervorragend erkennen, wie ernsthaft eine Argumentation ist...

>Ich behaupte, daß als Vorbild zum Mitmachen nur der maskuline Stil á la Utilikilt taugt. Ich kann und will das nicht beweisen.

Und ich behaupte, daß für eine zünftige Vorstandssitzung nur der Heuboden taugt... Beweise auch da das gegenteil... Ich kann und will das nicht beweisen... [image]

Gruß

KtV

Re: Einheitsbrei oder was?

Jan-Gerd, Tuesday, 01.07.2003, 22:39 (vor 8327 Tagen) @ KtV

Moin KtV,

Widersprichst du dir da nicht gerade selber? Oben hattest du gerade gefragt, ob es objektive Kritik überhaupt gibt... Und wenn du kritisierst, weil dir etwas an anderen nicht gefällt, dann kann es doch keine Kritik sein... Es ist eben eine Meinung...

Na gut, ich habe nicht zwischen Kritik und Meinung unterschieden. Wenn ich die Meinung äußere, daß mir etwas nicht gefällt, dann würde ich das auch als Kritik bezeichnen.

>> Du forderst Beweise und Objektivität, obwohl man Geschmack kaum beweisen kann und er immer stark subjektiv ist. Dein Nachhaken ist wenig konstruktiv.
[quote]Dann hast du nicht gelesen oder verstanden, was ich hinterfragt habe... Ich habe nirgendwo einen persönlichen Geschmack hinterfragt... Das kann ich auch nicht... Das kann niemand...
[/quote]

Was meinst Du mit "persönlichen Geschmak hinterfragen"?


Das Nachhaken ist sehr wohl konstruktiv... Entweder gibt es eine Reaktion und es kommen die gewünschten Dinge auf den Tisch, oder sie kommen nicht, was der Beweis für Fluff ist... Daran läßt sich hervorragend erkennen, wie ernsthaft eine Argumentation ist...

Was soll denn auf den Tisch kommen? Was soll bewiesen werden? Ich kann Dir nicht folgen.

Und ich behaupte, daß für eine zünftige Vorstandssitzung nur der Heuboden taugt... Beweise auch da das gegenteil... Ich kann und will das nicht beweisen... [image]

Die Eignung von Räumlichkeiten für bestimmte Veranstaltungen kann man anhand verschiedener Kriterien diskutieren. Bei Geschmack ist das eben nur schwer möglich. Die Meinung anderer kann man zwar auch durch Umfragen usw. versuchen festzustellen, aber das ist nicht so einfach, da man sehr geschickt vorgehen muß, um die wahre Meinung herauszufinden, anschließend die Art der Fragestellung angegriffen werden kann und außerdem die Sache sehr teuer ist. Deshalb kann ich es nicht beweisen. Ich halte das auch nicht für so wichtig, nimm meine Meinung, was zum Ziel führt, einfach hin. Du must sie ja nicht teilen.

Deine Art, zu hinterfragen, bringt die Diskussion selten voran.

Gruß
Jan-Gerd

Re: Einheitsbrei oder was?

KtV, Tuesday, 01.07.2003, 23:29 (vor 8327 Tagen) @ Jan-Gerd

Moin Jan-Gerd,

>Na gut, ich habe nicht zwischen Kritik und Meinung unterschieden. Wenn ich die Meinung äußere, daß mir etwas nicht gefällt, dann würde ich das auch als Kritik bezeichnen.

ein Hinweis darauf, daß heutzutage die sprachliche Diffrenzierung stark im Argen liegt... Ich unterscheide da sehr wohl und aus gutem Grund

>> Du forderst Beweise und Objektivität, obwohl man Geschmack kaum beweisen kann und er immer stark subjektiv ist. Dein Nachhaken ist wenig konstruktiv.
[quote][quote]Dann hast du nicht gelesen oder verstanden, was ich hinterfragt habe... Ich habe nirgendwo einen persönlichen Geschmack hinterfragt... Das kann ich auch nicht... Das kann niemand... [/quote][/quote]
[quote]Was meinst Du mit "persönlichen Geschmak hinterfragen"?
[/quote]

Ich habe bei meinen Postings nirgendwo die persönliche Meinung hinterfragt... Ich hinterfrage die Dinge, die schwammig und undifferenziert sind... Eine persönliche Meinung kann ich nicht hinterfragen, sondern nur versuchen, zu ergründen
>Was soll denn auf den Tisch kommen? Was soll bewiesen werden? Ich kann Dir nicht folgen.

Zum Bleistift: Es wird von der Männerrockbewegung geredet... Ich will wissen, was der einzelne genau darunter versteht... Ist es eine Organisation, ein Ideal, ein Wunschtraum?

Wenn es eine Organisation ist, welche Ziele hat sie und wer hat sie initiiert... Das Forum sicherlich nicht
Und wenn dies nicht bekannt ist, warum gibt es dann Phrasen wie "Das schadet der Männerrockbewegung"... Und warum kann etwas einer Männerrockbewegung schaden, wenn man weder deren Ziele noch deren Geschichte kennt?

Kurz: Es werden Phrasen gedroschen ohne Sinn und Verstand
>Deine Art, zu hinterfragen, bringt die Diskussion selten voran.

Da bin ich anderer Ansicht... Die Diskussion hat gerade erst richtig angefangen... Und so uninteressant scheint sie nicht zu sein, wenn ich mir die Web-Stats ansehe
Gruß

KtV