Re: Mal ein allgemeiner Vorschlag
Hi Leute,
auf das, was Ferdi schrieb, wollte ich auch hinaus. Natürlich ist es aber ein Unterschied, ob man zurück pöbelt oder ob man damit anfängt.
Ich würde aber eigentlich auch gar nicht zurück pöbeln, es sei denn, es ist notwendig, um mir Respekt zu verschaffen, wobei man aber oft Respekt eher durch eine gute Mischung aus Sachlichkeit, Freundlichkeit und Bestimmtheit bekommt. Noch wichtiger als der Respekt ist die Möglichkeit, durch eine Konfrontation den Anderen etwas lernen zu lassen. Wenn ich z.B. einem rumpöbelnden Schlabberhosenträger aufzeigen kann, dass ja auch seine Hose nicht jedem gefällt, er aber trotzdem respektiert werden möchte und ihm die Ethik zumute, andere Leute so zu behandeln, wie er behandelt werden möchte (woran ich mich selbstverständlich auch zu halten habe), dann ist das häufig besser, als ihn zu beleidigen oder zu kränken, denn das führt meistens zu Aggression oder Depression, aber selten zu echtem, freien Respekt und Offenheit für unser Anliegen.
Die freie Wahl zwischen Hose und Rock ist unser Hauptanliegen, das beinhaltet aber auch, dass wir Männer die inneren Zwänge, die uns vor dem Röcketragen zurück scheuen lassen, überwinden. Wenn wir denn eine Mission haben, dann die, unseren Geschlechtsgenossen dabei zu helfen, diese Scheu zu überwinden und sich dann (!) frei zu entscheiden. Ich möchte die grundsätzliche Frage nach Freiheit und Kausalität hier nicht anschneiden, aber solange ein Mann seine anerzogene Scheu vor dem Rock nicht überwunden hat, kann er sich auch nicht frei entscheiden.
Konfrontationen mit Männerrockgegnern müssen also immer dem Ziel dienen, den Aggressor von seiner Scheu, die ihn evtl. erst aggressiv macht, zu befreien. Das jeweils geeignete Mittel, also die beste Art und Weise des Redens mit ihm, ist je nach Mensch und Kontext unterschiedlich. Das ist wie in der Pädagogik, in der es auch keine Patentrezepte gibt.
Unsere zwei Hauptziele sind also, um es nochmal ganz kurz zu formulieren:
1.) Respekt für jeden Menschen, egal was er trägt, in jeder gesellschaftlichen Situation.
2.) Überwindung der anerzogenen Scheu vor dem Röcketragen bei allen Männern, denn erst dadurch wird die freie Entscheidung möglich.
Das dritte Ziel ist dann
3.) Eine größere Auswahl von Röcken in Herrenkonfektionsgrößen in den Geschäften.
Und dieses dritte Ziel ist von den ersten beiden abhängig.
Hough, ich habe gesprochen!
Michael