Belgien - Prinz Laurent heiratet in Uniformhosen

Roland RA, Sunday, 13.04.2003, 08:15 (vor 8407 Tagen)

Hallo,
Es hat sich wieder bei diesem Anlass gezeigt, dass der Mann zur Hochzeit das trägt, was das Volk als das wertvollste glaubt. Die Uniform des Offiziers.

Die Zuordnung der langen Hose zum Mann kommt zweifelsfrei aus der Zeit, als die Männer Offiziere waren. Mit der Uniform bei Festakten konnten sie immer ihr Prestige vorzeigen.

Im zivilen Bereich, Bayern und Tirol, war es die volkstümliche Lederhosen-Tracht. Wie anders sollte der junge Mann auf Dirndl-Schau gehen, als sich zu zeigen, dass er der Sohn eines wohlhabenden Bauern mit viel Waldbesitz ist. Er also den Beruf als Holz- und Forstexperte ausübt.

Bei mir in Oberschwaben beobachte ich immer wieder bei Abendveranstaltungen, dass junge Zimmermänner in gepflegter Berufstracht auftreten.

Bei den Damen hat es im Brauchtum diese Bindungen an eine bestimmte Berufskleidung nie gegeben. Deshalb dort viel mehr an Variationen in der Gestaltung der Kleidung.

Wir Männer, die Röcke tragen, haben den Wandel der Zeit entdeckt, und dass wir keine Holzhackerbuam oder Offiziere mehr sind... Ob auch die Modedesigner das noch begreifen ???

Re: Belgien - Prinz Laurent heiratet in Uniformhosen

Christian, Sunday, 13.04.2003, 09:19 (vor 8407 Tagen) @ Roland RA

Hi
In dser Damenmode scheint es besonders in dem letzten Jahrhundert, viel bewegung gegeben. Möglicherweise liegt es daran das Frauen mehr Körperbewußtsein haben als die meisten Männer und mehr Mut haben. Modedesigner richten sich nmeist nach der Masse. Also immer Röcketragen, damit man sieht wieviele von uns das es gibt oder vielleicht selber nähen.

Christian

Hallo,
Es hat sich wieder bei diesem Anlass gezeigt, dass der Mann zur Hochzeit das trägt, was das Volk als das wertvollste glaubt. Die Uniform des Offiziers.
Die Zuordnung der langen Hose zum Mann kommt zweifelsfrei aus der Zeit, als die Männer Offiziere waren. Mit der Uniform bei Festakten konnten sie immer ihr Prestige vorzeigen.
Im zivilen Bereich, Bayern und Tirol, war es die volkstümliche Lederhosen-Tracht. Wie anders sollte der junge Mann auf Dirndl-Schau gehen, als sich zu zeigen, dass er der Sohn eines wohlhabenden Bauern mit viel Waldbesitz ist. Er also den Beruf als Holz- und Forstexperte ausübt.
Bei mir in Oberschwaben beobachte ich immer wieder bei Abendveranstaltungen, dass junge Zimmermänner in gepflegter Berufstracht auftreten.
Bei den Damen hat es im Brauchtum diese Bindungen an eine bestimmte Berufskleidung nie gegeben. Deshalb dort viel mehr an Variationen in der Gestaltung der Kleidung.
Wir Männer, die Röcke tragen, haben den Wandel der Zeit entdeckt, und dass wir keine Holzhackerbuam oder Offiziere mehr sind... Ob auch die Modedesigner das noch begreifen ???

Re: Belgien - Prinz Laurent heiratet in Uniformhosen

Ferdi, Sunday, 13.04.2003, 09:40 (vor 8407 Tagen) @ Christian

Hi Christian!

In der Damenmode scheint es besonders in dem letzten Jahrhundert, viel bewegung gegeben. Möglicherweise liegt es daran das Frauen mehr Körperbewußtsein haben als die meisten Männer und mehr Mut haben. Modedesigner richten sich nmeist nach der Masse. Also immer Röcketragen, damit man sieht wieviele von uns das es gibt oder vielleicht selber nähen.

Genau so ist es. Hinzu kommt, dass Frauen ihre Kleidung oft einsetzen, um ihre Attraktivität auf Männer zu steigern (sie haben offenbar nichts anderes zu bieten). Aber bei dem Mut muss ich widersprechen. Ich frage mich bis heute, warum Röcke tragen Mut erfordert. Schliesslich ist der Rock ein ganz harmloses Kleidungsstück, solange er nicht z. B. aus Nitrozellulose hergestellt wurde. Bis jetzt bin ich nur ein einziges Mal in eine brenzlige Situation gekommen. Das war, wie in Königswinter (Rhein) eine ganze Armee weiblicher holländischer Touris von einem gerade angelegten Schiff kamen und auf mich losstürzten, wobei ich mich ihrer neugierig tastenden Hände erwehren musste. ;-)

Schöne Grüsse,
Ferdi

Re: Belgien - Prinz Laurent heiratet in Uniformhosen

Christian, Sunday, 13.04.2003, 13:32 (vor 8407 Tagen) @ Ferdi

Hi Ferdi
Ich finde schon das es Mut erfordert Röcke zu tragen. Ebenso wie es Mut erfordert andere Kleidungstücke zu tragen die für Männer nicht alltäglich sind. Genauso erfordert es Mut wenn man Eigentlich egal was für Dinge anders macht als alle anderen. Man wird schnell in irgendwelche Ecken geschoben wo man nicht hingehört. Ganz klar geht weder vom Stoff des Rockes oder einer FSH noch vom Leder eines Stiefels eine Körperliche Gefahr aus. Aber manche Gebräuche in unserer Gesellschaft ändern sich nur langsam und viele sind eben irrwitzig und daneben auch wenns jeder normal findet, der nicht länger darüber nachdenkt.
Deshalb muß mann ja auch demonstrieren das man nicht zu den Hirnlosen Herdentieren gehört und sich gegen den Hosenzwang wehren indem man eben Röcke trägt. Und wer sich wehrt braucht Mut finde ich.
Noch etwas zur Hose: In früheren Zeiten waren Männer meist sehr veil zu Pferd unterwegs, wo eine Hose schon Sinn macht. Nur Reiten die allerwenigsten Männer. Die meisten sind im Auto oder Zug unterwegs und sitzen dann in Büros. Da ist ein Rock doch weitaus bequemer.
Deshalb wird sich die Männermode sicher auch noch verändern. Gerade jetzt wo Amerika und seine Cowboyvorbildkultur durch völkerrechtlich wiederrechtlichen Angriffskrieg am sinken ist.
Gerade Geschichtliche Ereignisse bringen meines Erachtens oft modische Innovationen mit sich.
Wichtig ist für mich, das mir der Rock nichts von meiner Männlichkeit nimmt und sich in mit meiner übrigen Kleidung kombinieren lässt.

Schönen Sonnntag noch.
Christian
Der sich wegen Skaten doch eine Hose anzieht, weils mir zweckmäßiger erscheint.
Wie siehts da mit dir aus Ferdi, was trägst du beim Fahradfahren und Inlineskaten?
Noch ne Frage: Beim deinem letzten Besuch letztes Jahr in München hst du doch Fotos gemacht, die hab ich glaub ich noch nicht gesehen.

Hi Christian!
In der Damenmode scheint es besonders in dem letzten Jahrhundert, viel bewegung gegeben. Möglicherweise liegt es daran das Frauen mehr Körperbewußtsein haben als die meisten Männer und mehr Mut haben. Modedesigner richten sich nmeist nach der Masse. Also immer Röcketragen, damit man sieht wieviele von uns das es gibt oder vielleicht selber nähen.
Genau so ist es. Hinzu kommt, dass Frauen ihre Kleidung oft einsetzen, um ihre Attraktivität auf Männer zu steigern (sie haben offenbar nichts anderes zu bieten). Aber bei dem Mut muss ich widersprechen. Ich frage mich bis heute, warum Röcke tragen Mut erfordert. Schliesslich ist der Rock ein ganz harmloses Kleidungsstück, solange er nicht z. B. aus Nitrozellulose hergestellt wurde. Bis jetzt bin ich nur ein einziges Mal in eine brenzlige Situation gekommen. Das war, wie in Königswinter (Rhein) eine ganze Armee weiblicher holländischer Touris von einem gerade angelegten Schiff kamen und auf mich losstürzten, wobei ich mich ihrer neugierig tastenden Hände erwehren musste. ;-)
Schöne Grüsse,
Ferdi

Re: Rock im "Männerberuf" immer häufiger praktisch

Roland RA, Monday, 14.04.2003, 08:23 (vor 8406 Tagen) @ Christian

Hi Christian
Noch etwas zur Hose: In früheren Zeiten waren Männer meist sehr veil zu Pferd unterwegs, wo eine Hose schon Sinn macht. Nur Reiten die allerwenigsten Männer. Die meisten sind im Auto oder Zug unterwegs und sitzen dann in Büros. Da ist ein Rock doch weitaus bequemer.
Deshalb wird sich die Männermode sicher auch noch verändern. Gerade jetzt wo Amerika und seine Cowboyvorbildkultur durch völkerrechtlich wiederrechtlichen Angriffskrieg am sinken ist.

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Ja, auch der Führerstand einer ICE-Lokomotive hat sich gegenüber einer Dampfloko von 1960 sehr zum Komfortablen verändert.

Gruss aus Oberschwaben

Re: Belgien - Prinz Laurent heiratet in Uniformhosen

Johannes, Monday, 14.04.2003, 12:08 (vor 8406 Tagen) @ Christian

Ich finde schon das es Mut erfordert Röcke zu tragen. Ebenso wie es Mut erfordert andere Kleidungstücke zu tragen die für Männer nicht alltäglich sind. Genauso erfordert es Mut wenn man Eigentlich egal was für Dinge anders macht als alle anderen.

Das ist auch meine meinung - nur bin ich der ansicht, daß es nicht soo wahnsinnig viel mut ist, der da erforderlich ist - es erfordert also nur etwas mut - ich zähle mich eigentlich nicht zu den besonders mutigen - aber soviel mut, daß ich erhobenen hauptes in röcken, jersey-hosen, leggings etc. gehen kann, habe ich eben doch noch.
Johannes

Re: Mut - Überwindung

Ferdi, Monday, 14.04.2003, 12:39 (vor 8406 Tagen) @ Johannes

Hallo zusammen,

vielleicht ist es besser ausgedrückt, wenn man von anfänglicher Überwindung spricht. Diese Überwindungsleistung musste ich ganz am Anfang auch erbringen. Dabei bezog sich das aber nicht so sehr auf die Reaktionen anderer Leute sondern auf das ungewohnte Gefühl einen unten offenen Rock zu tragen. Einerseits empfand ich die Luftigkeit sofort als enorm angenehm, andererseits hatte ich das Gefühl, jeder könnte auf meinen Slip gucken. Dieses komische Gefühl der "Nacktheit" hat sich bei mir aber binnen Stunden gelegt. Heute ist ein Rock ein ganz gewohntes, normales Kleidungsstück. Ist eben alles Gewohnheitssache - sowohl für einen selbst als auch für die Umgebung.

Heute übrigens zum ersten Mal im Minirock und Polohemd bei der Arbeit, ein GENUSS!!!!!

Schöne Grüsse,
Ferdi

Re: Es ist egal, in welchen Klamotten unbedeutende Thronfolger heiraten... (o.T.)

Collantix, Monday, 14.04.2003, 03:43 (vor 8406 Tagen) @ Roland RA

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