Im Rock bei den Literaten
Hallo Rockers
Neulich war ich bei meinem Literatentreff, auf dem ich einmal im Monat meine Texte vorlese zum erstenmal in einem langen grauen Jeansrock. Ich hab meinen Text Ansichten und Beobachtungen über Männermode vorgelesen ( ihr könnt den Text auch auf www.maennerrock.de lesen) und anschliessend zur Diskusion aufgerufen. Ein zwei Männer um die vierzig waren gerne bereit darüber zu diskutieren und ich gab Auskunft auf mehrere Fragen. Allerdings wurden wir ziemlich rasch von unserem jugendlichen Moderator abgewürgt, mit der Begründung, das noch andere Leute Texte vorlesen wollten. Von eben diesem Moderator wurde meinem Namen ein verweiblichendes E angehängt und wurde gefragt ob ich Rockfetischist sei. Ob seiner Jugend und seiner bäuerlichen Herkunft hab ich ihm beides verziehen. Wahrscheinlich war ihm das Thema etwas unheimlich, vielleicht ist er auch sich selbst mit sich nicht im klaren.
Jedenfalls beglückwünschte mich am Ende des Abend eine ältere Dame wegen meines Mutes und eine andere meinte mir würde der Rock gut stehen.
Einen Tag darauf bekam ich noch eine E- Mail von einem Teilnehmer des Treffs der mir meine Sympathie über meine Aktion ausdrückte.
Im Internet fand ich bei dem Bericht über den Abend folgende Textpassage über mich: Christian Hartl, zum allgemeinen Staunen in einem Jeansrock, philosophiert passend zu seiner Bekleidung, über die Irrwitzigkeit von Konventionen und Vorurteilen der Gesellschaft, gerade wenn es um ihre Kleiderordnung geht.
Als Mann einen Rock zu tragen, sei eine Methode sich dagegen zu wehren. Q.ed.
Ich werde also weiterhin und öfter im Rock durch die Gegend ziehen und mich gegen Irrwitzige Konventionen und Vorurteile der Gesellschaft wehren.
Ein schönes Wochenende allen Rockern
Christian
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