England: Beamter klagt gegen Ungleichbehandlung

Ferdi, Tuesday, 25.02.2003, 09:53 (vor 8455 Tagen)

Hallo guten Morgen!

Heute morgen las ich in der Zeitung folgende Meldung:

Ist Schlipszwang Männerdiskriminierung? Diese Frage beschäftigt seit gestern ein Arbeitsgericht im britischen Manchester. Der Beamte Matthew Thompson klagt, weil er in Anzug und Krawatte zum Dienst kommen muss. Sein Einwand: Seine Kolleginnen im Arbeitsamt dürften tragen, was sie wollen.

(Quelle: General-Anzeiger Bonn; dpa)

Bravo Mr. Thompson! Ich wünsche Ihnen vollen Erfolg bei Ihrem Kampf um Gleichberechtigung. Ich erinnere an den Schul-Prozess in England, wo die Tochter einer Professorin sich das Recht, Hosen in der Schule zu tragen, erfolgreich eingeklagt hat und woraufhin aus Gründen der Gleichbehandlung auch den Jungs erlaubt wurde, Röcke zu tragen. In England ist offensichtlich möglich, was hier noch blockiert wird: Wirkliche Gleichberechtigung der Geschlechter.

Schöne, sonnige Grüsse!
Ferdi

Re: England: Beamter klagt gegen Ungleichbehandlung

Alex, Tuesday, 25.02.2003, 10:25 (vor 8455 Tagen) @ Ferdi

Guten Morgen!

Sehr schön!

Soweit ich weiß, nutzen das einige Jungs in England auch... ich denke das Gericht dachte sich, ok, wir schreiben das mal so, aber machen wirds eh keiner *g* denkste... ätsch
Nach dem School-Uniform Prozess gab es wohl an einer Schule einen Leiter, der dann das tragen von Röcken zur Pflicht machte... so nach dem Motto Mo-Mi Hosen, Do-Sa Röcke für alle... das fanden einige Jungs dann ziemlich ätzend, weil manche nunmal keine Röcke tragen wollten.
Naja, ist auch schwer zu sagen, was man von dem Uniform-Zwang halten soll... er wird ja begründet damit, dass keine Unterschiede zwischen Arm und Reich sichtbar sein sollen, es also der sozialen Gleichbehandlung dienen soll. Ob das funktioniert scheint mir sehr fraglich... die Kids kriegen ja schließlich auch mit, wenn einer immer von nem Rolls mit Chauffeur abgeholt wird, oder? Da bringt die Uniform wohl wenig.
Ich glaub jede Form von Zwang bringt wenig.

Liebe Grüße

Alex

Hallo guten Morgen!
Heute morgen las ich in der Zeitung folgende Meldung:
Ist Schlipszwang Männerdiskriminierung? Diese Frage beschäftigt seit gestern ein Arbeitsgericht im britischen Manchester. Der Beamte Matthew Thompson klagt, weil er in Anzug und Krawatte zum Dienst kommen muss. Sein Einwand: Seine Kolleginnen im Arbeitsamt dürften tragen, was sie wollen.
(Quelle: General-Anzeiger Bonn; dpa)
Bravo Mr. Thompson! Ich wünsche Ihnen vollen Erfolg bei Ihrem Kampf um Gleichberechtigung. Ich erinnere an den Schul-Prozess in England, wo die Tochter einer Professorin sich das Recht, Hosen in der Schule zu tragen, erfolgreich eingeklagt hat und woraufhin aus Gründen der Gleichbehandlung auch den Jungs erlaubt wurde, Röcke zu tragen. In England ist offensichtlich möglich, was hier noch blockiert wird: Wirkliche Gleichberechtigung der Geschlechter.
Schöne, sonnige Grüsse!
Ferdi

Re: England: Beamter klagt gegen Ungleichbehandlung

Ferdi, Tuesday, 25.02.2003, 10:45 (vor 8455 Tagen) @ Alex

Hi Alex!

Nach dem School-Uniform Prozess gab es wohl an einer Schule einen Leiter, der dann das tragen von Röcken zur Pflicht machte... so nach dem Motto Mo-Mi Hosen, Do-Sa Röcke für alle... das fanden einige Jungs dann ziemlich ätzend, weil manche nunmal keine Röcke tragen wollten.

Das ist ja auch wieder über das Ziel hinaus geschossen. Es genügt doch, wenn man den Schülern freistellt, ob sie ein ein- oder zweiröhriges Beinkleid tragen wollen. Jeder Zwang und jede Uniformierung ist schlecht und unterdrückt die persönliche Note.

Freundlicher Gruss,
Ferdi

Re: England: Beamter klagt gegen Ungleichbehandlung

Alex, Tuesday, 25.02.2003, 11:41 (vor 8455 Tagen) @ Ferdi

Jep... seh ich genauso... das war deutlich übers Ziel hinaus.
Viele Regeln und Sitten sind auch scheinbar darauf ausgelegt Persönlichkeit abzuerziehen... deswegen gibt es wohl leider auch so viele willenlose "Herdentiere"
Gruß

Alex

Hi Alex!
Nach dem School-Uniform Prozess gab es wohl an einer Schule einen Leiter, der dann das tragen von Röcken zur Pflicht machte... so nach dem Motto Mo-Mi Hosen, Do-Sa Röcke für alle... das fanden einige Jungs dann ziemlich ätzend, weil manche nunmal keine Röcke tragen wollten.
Das ist ja auch wieder über das Ziel hinaus geschossen. Es genügt doch, wenn man den Schülern freistellt, ob sie ein ein- oder zweiröhriges Beinkleid tragen wollen. Jeder Zwang und jede Uniformierung ist schlecht und unterdrückt die persönliche Note.
Freundlicher Gruss,
Ferdi

Re: England: Beamter klagt gegen Ungleichbehandlung

TomC, Wednesday, 26.02.2003, 11:27 (vor 8454 Tagen) @ Ferdi

Moin, Moin !

Noch viel spannender ist doch der zweite Teil des Artikels !

...Im vergangenen Jahr hatte Dennis Fitzpatrick aus Birmingham bereits Schlagzeilen gemacht, als ihm sein staatlicher Arbeitgeber das Tragen von Jeans verboten hatte und er daraufhin mit bunt gemusterter Krawatte und Schottenrock ins Büro gekommen war: „Dagegen hatten sie nichts einzuwenden, auch wenn ich aussah wie ein Pfingstochse.“
In der Londoner City, Europas größtem Finanzviertel, waren die Kleidungsvorschriften für Banker und Broker auf dem Höhepunkt des Internet- und Börsenbooms ein wenig gelockert worden. Inzwischen herrscht weithin wieder der alte Krawattenzwang: Das Kunststück, sich leger, aber gepflegt zu kleiden, soll nur wenigen Herren gelungen sein.
Also Rock - bzw. Kilt ist in Ordnung [image]

Gruß Tom C.