Störung

Robert, Monday, 03.02.2003, 18:36 (vor 8465 Tagen)

Hallo,

Störung die sich seelisch äußern,durch inneren Druck können mit Sicherheit Krebs auslösen.
Bei mir heißt die Warnung Tinnitus(Ohrgeräusche),durch langen inneren Druck.
Seit Jahren schmerzt mir diese Norm in der Seele,nicht als freier Mensch leben zu können.Immer so zu funktionieren wie es andere möchten,nicht ich als Person zähle.Warum kann man einen Menschen nicht so sehen wie er ist.
Doch mittlerweile gehe ich erste Schritte in mein Leben,in meine Persönlichkeit.
Vor Jahren habe schon Röcke meiner Frau heimlich angezogen.Mir die Frage gestellt,bin ich das oder liegt eine Störung vor,psyschich.Meine Frau bemerkt,daß ich einiges an Druck vrloren habe,es war nicht einfach sie zu überzugen.
Doch mein Tinni sagt mir,ich bin auf dem richtigen Weg.Sei es Rock tragen oder andere belange,die innere Stimme zählt.Wir vergessen sie in unserer Alltäglichkeit.

Re: Störung

Jan-Gerd, Monday, 03.02.2003, 20:59 (vor 8465 Tagen) @ Robert

Hallo Robert,

Seit Jahren schmerzt mir diese Norm in der Seele,nicht als freier Mensch leben zu können.Immer so zu funktionieren wie es andere möchten,nicht ich als Person zähle.Warum kann man einen Menschen nicht so sehen wie er ist.

wenn man in einer Gemeinschaft leben will, muß man gewisse Einschränkungen hinnehmen.

Versuch' doch mal, all die Freiheiten zu sehen, die Du hast, aber nicht nutzt. Die vielen Freiheiten, die den anderen nicht mißfallen und auch die Freiheiten, die die anderen gar nicht so sehr stören, wie man vielleicht zuerst annnimmt (Röcke).

Gruß
Jan-Gerd

Re: Störung

KtV, Monday, 03.02.2003, 23:49 (vor 8465 Tagen) @ Jan-Gerd

Moin Jan-Gerd,

>wenn man in einer Gemeinschaft leben will, muß man gewisse Einschränkungen hinnehmen.

ist IMHO völliger Quatsch... Jeder definiert seine Gesellschaft selber
Wenn ihm die nicht paßt, ändert er sie, wenn er sie nicht ändern kann, versucht er sich damit zu arrangieren, und wenn das nicht geht, dann wird ein neuer Weg beschritten
DU suchst dir deine Gesellschaft aus... Und nicht die Gesellschaft dich
Gruß

KtV

Re: Störung

Jan-Gerd, Tuesday, 04.02.2003, 00:10 (vor 8465 Tagen) @ KtV

Moin Jan-Gerd,
>wenn man in einer Gemeinschaft leben will, muß man gewisse Einschränkungen hinnehmen.
ist IMHO völliger Quatsch... Jeder definiert seine Gesellschaft selber>Wenn ihm die nicht paßt, ändert er sie, wenn er sie nicht ändern kann, versucht er sich damit zu arrangieren, und wenn das nicht geht, dann wird ein neuer Weg beschritten>DU suchst dir deine Gesellschaft aus... Und nicht die Gesellschaft dich>Gruß

Moin KtV,

dann sind wir doch weitgehend einer Meinung:

Die Gesellschaft ist, wie sie ist. Ich muß mich damit zunächst mal arrangieren, kann mir aber meine eigenen Kreise suchen. Die anderen müssen sich ja auch mir mir abfinden und arrangieren.
Ich kann etwas verändern, vor allem alleine nicht sehr viel, aber man sollte es versuchen. Das gleiche Recht haben die anderen, die dürfen mich auch verändern wollen.

Ups, jedes Ding hat zwei Seiten?

Jan-Gerd

Re: Störung

KtV, Wednesday, 05.02.2003, 23:57 (vor 8463 Tagen) @ Jan-Gerd

Moin Jan-Gerd,

>Ich kann etwas verändern, vor allem alleine nicht sehr viel, aber man sollte es versuchen. Das gleiche Recht haben die anderen, die dürfen mich auch verändern wollen.

und genau da gehen wir nicht ganz konform
Selbstverständlich dürfen die anderen versuchen dich/mich/sonstwen zu verändern... Sie haben dann nicht begriffen, daß dies nicht funzt
Du kannst nur die Dinge ändern, über die du selber Kontrolle hast... Und Kontrolle hast du nur und ausschlielich über dich selber

Ups, jedes Ding hat zwei Seiten?

Nein... Die zwei Seiten sind unterschiedliche Aspekte ein und derselben Sache
Gruß

KtV

Re: Störung

Jan-Gerd, Thursday, 06.02.2003, 00:09 (vor 8463 Tagen) @ KtV

Moin KtV,

>Ich kann etwas verändern, vor allem alleine nicht sehr viel, aber man sollte es versuchen. Das gleiche Recht haben die anderen, die dürfen mich auch verändern wollen.

und genau da gehen wir nicht ganz konform>Selbstverständlich dürfen die anderen versuchen dich/mich/sonstwen zu verändern... Sie haben dann nicht begriffen, daß dies nicht funzt>Du kannst nur die Dinge ändern, über die du selber Kontrolle hast... Und Kontrolle hast du nur und ausschlielich über dich selber

Das steht aber in Widerspruch zu Deiner Aussage:
"Jeder definiert seine Gesellschaft selberWenn ihm die nicht paßt, ändert er sie,[...]"

Die Gesellschaft zu ändern, bedeutet doch, die anderen Menschen zu ändern?

Gruß
Jan-Gerd

Re: Störung

KtV, Thursday, 06.02.2003, 00:39 (vor 8463 Tagen) @ Jan-Gerd

Moin Jan-Gerd,

>Das steht aber in Widerspruch zu Deiner Aussage:
[quote]"Jeder definiert seine Gesellschaft selber>Wenn ihm die nicht paßt, ändert er sie,[...]"
Die Gesellschaft zu ändern, bedeutet doch, die anderen Menschen zu ändern?
[/quote]

ist kein Widerspruch... Außerdem ist es nicht meine Aussage, sondern ein sinngemäßes Zitat von Reinhard Sprenger... (nachträgliche Zitatangabe)

Du hast die Quintessenz dazu nicht richtig gedeutet
Selbstverständlich ändert jeder seine Gesellschaft. Das heißt nicht, das er deswegen Einfluß oder Kontrolle über andere hat
Du selber bestimmst das, was deine Gesellschaft ist. Die Gesellschaft ist nur das, was du persönlich zuläßt.. Und das ist deine Kontrolle
Gruß

KtV

Re: Störung

Jan-Gerd, Thursday, 06.02.2003, 00:47 (vor 8463 Tagen) @ KtV

Moin KtV

Selbstverständlich ändert jeder seine Gesellschaft. Das heißt nicht, das er deswegen Einfluß oder Kontrolle über andere hat

Wenn ich etwas ändern kann, dann habe ich Einfluß.

Du selber bestimmst das, was deine Gesellschaft ist. Die Gesellschaft ist nur das, was du persönlich zuläßt.. Und das ist deine Kontrolle

Versteh' ich nicht.

Gruß
Jan-Gerd

Re: Störung

KtV, Thursday, 06.02.2003, 02:13 (vor 8463 Tagen) @ Jan-Gerd

Moin Jan-Gerd,

>Wenn ich etwas ändern kann, dann habe ich Einfluß.

einverstanden
Und was kannst du ändern? Dein eigenes Tun... Das ist alles, was du ändern kannst
>>Du selber bestimmst das, was deine Gesellschaft ist. Die Gesellschaft ist nur das, was du persönlich zuläßt.. Und das ist deine Kontrolle>Versteh' ich nicht.<<<

Ist nicht schwer
Warst du nicht persönlich dafür verantwortlich, wie du dein Leben gestalten möchstest? Dazu gehört auch die Auswahl deiner persönlichen Gesellschaft
Gruß

KtV

Re: Störung

Robert, Thursday, 06.02.2003, 05:32 (vor 8463 Tagen) @ KtV

Moin Jan-Gerd,
>Wenn ich etwas ändern kann, dann habe ich Einfluß.
einverstanden>Und was kannst du ändern? Dein eigenes Tun... Das ist alles, was du ändern kannst>>>Du selber bestimmst das, was deine Gesellschaft ist. Die Gesellschaft ist nur das, was du persönlich zuläßt.. Und das ist deine Kontrolle>>Versteh' ich nicht.<<<
Ist nicht schwer>
Warst du nicht persönlich dafür verantwortlich, wie du dein Leben gestalten möchstest? Dazu gehört auch die Auswahl deiner persönlichen Gesellschaft>Gruß
KtV

Hallo,
In meiner Freiheit bin ich durch den Beruf eingeschränkt,so fühle ich mich jedenfalls.
Da meine Kollegen alle in der Nähe wohnen,werde ich kaum in unserer Region im Rock gehen können.Es wird zum Mobbing genutzt,auch schon eine Herrnstrumpfhose die sehr warm ist wird schon belächelt,keine Nylon.
Es ist abzuwägen wie weit ich gehen kann ,daß ich im Betrieb nicht zu stark durch Mobbing leide,gar vereinsame.
Vieleicht ist mein Standpunkt zu engstirnig,auch Angst vor dem was kommt dahinter.
Eine Zwangsjacke die über mich liegt?
Ich kann natürlich versuchen mit anderen Augen die Gesellschaft zu sehen,aber wie sieht sie mich.
Es ändert sich nix,solange sich die Basis nicht ändert.Die Erziehung,Zuordnung von Mann und FRau.
Gefühle zählen dabei nicht,daß Produkt,die Marke,der Gruppenzwang.Ansonsten geht man in die Islierung.
Gruss bussard

Re: Störung

Ferdi, Thursday, 06.02.2003, 09:11 (vor 8463 Tagen) @ Robert

Guten Morgen Robert!

In meiner Freiheit bin ich durch den Beruf eingeschränkt,so fühle ich mich jedenfalls.

Eingeschraenkt sind wir irgendwo alle. Durch Beruf, Arbeitsvertraege, ueberhaupt Vertraege, deren Bestimmungen einzuhalten sind, an allen Ecken und Kanten stoesst man auf Einschraenkungen. Dagegen wende ich nichts ein, weil diese Einschraenkungen in irgendeiner Form alle treffen, Maenner und Frauen gleichermassen.

Es gibt aber auch Gesetze, die nur Maenner betreffen, und die darf es in einer Demokratie eigentlich nicht geben. Beispiel Wehrpflicht, Beispiel Exhibitionistenparagraf. Fuer Frauen gibt es aehnliche Sondergesetze nicht mehr. Das wichtigste, der Paragraf 218, wurde quasi abgeschafft. Aber auch in dem Freiraum innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen gibt es Einschraenkungen fuer Maenner, die zwar nicht verbindlich sind, die aber doch wirken. Und hier sind wir bei der Kleidung. Frauen tragen jedwede Kleidungsart, egal ob Hose oder Rock, Kostuem oder Anzug, ohne von anderen belaestigt zu werden. Maenner werden, wenn sie dasselbe tun, belaestigt. Das ist ungerecht. Da diese Einschraenkungen aber keine Gesetzeskraft haben, setze ich mich einfach darueber hinweg und tue ebenso wie die Frauen, was ich will. Die moeglicherweise auftretenden Belaestigungen ignoriere ich einfach.

Da meine Kollegen alle in der Nähe wohnen,werde ich kaum in unserer Region im Rock gehen können.

Wieso nicht? Was Du in Deiner Freizeit machst, geht die lieben Kollegen nichts an! Wenn Du es fuer richtig haelst, waehrend der Arbeit auf Roecke zu verzichten, dann ist das Deine persoenliche Entscheidung. Du nimmst Ruecksicht auf das Betriebsklima, das ist ok. Aber dass Du Dich in Deiner Freizeit vom Wohlwollen Deiner Kollegen abhaengig machst, das ist nicht ok. Die Kollegen haben waehrend der Arbeitszeit mit Dir zusammenzuarbeiten, und sonst nichts! Ausserhalb bestimmst nur Du, wo es fuer Dich lang geht.

Eine Zwangsjacke die über mich liegt?

Ganz bestimmt. Aber eine, die man sehr leicht abwerfen kann und dann kannst Du so richtig aufleben. Ich habe das selbst erlebt!

Ich kann natürlich versuchen mit anderen Augen die Gesellschaft zu sehen,aber wie sieht sie mich.

Ist egal. Was gibt sie Dir dafuer, dass Du Dich ihrem Geschmack unterwirfst? Garnichts gibt sie Dir! Wer Dich mag, wer Dein Freund ist, der gibt Dir was wertvolles, und zwar unabhaengig davon, was Du fuer Kleidung anhast! Die anderen - lass sie doch einfach ihrer Wege ziehen!

Es ändert sich nix,solange sich die Basis nicht ändert.Die Erziehung,Zuordnung von Mann und FRau.
[quote]Gefühle zählen dabei nicht,daß Produkt,die Marke,der Gruppenzwang.Ansonsten geht man in die Islierung
[/quote]

Du bist auch die Basis, Du gehoerst dazu. Also fange an Dich zu aendern, in positiver Richtung, in eine Richtung, die Dir sehr guttun wird. Du unterliegst keinem Gruppenzwang, denn Du bist ja nicht Mitglied einer Fussballmannschaft, wo der Trainer Dir sagt, was Du zu tun und zu lassen hast. Du kommst vielleicht bei diesen engstirnigen, neidzerfressenen Scheuklappentraegern in die Isolierung, dafuer gibt es aber eine ganze Menge anderer Menschen, die Deine Individualitaet, Deine Unabhaengigkeit und Dein stolzes Selbstbewusstsein bewundern. Diese Menschen werden Dir eine gehoerige Menge Respekt zollen und unter ihnen wirst Du auch Freunde finden, die wirkliche Freunde sind, weil sie den Menschen Robert schaetzen und Dich auch so behandeln und nicht wie einen Kleiderstaender behandeln.

Ich spreche aus Erfahrung, es ist wirklich so. Man muss sich nur erstmal rantrauen. Aller Anfang ist schwer!

Freundliche, aufmunternde Gruesse,
Ferdi

Re: Störung

KtV, Thursday, 06.02.2003, 12:54 (vor 8462 Tagen) @ Robert

Moin Robert,


>In meiner Freiheit bin ich durch den Beruf eingeschränkt,so fühle ich mich jedenfalls.

dann ändere es... Da genau ist deine Freiheit... Und wenn du es nicht ändern willst aus welchen Gründen auch immer, so ist das ebenso deine freie Entscheidung
Das ist jetzt bewußt sehr provokativ abgefaßt, zeigt aber sehr deutlich, wie ich die Dinge meine.

>Vieleicht ist mein Standpunkt zu engstirnig,auch Angst vor dem was kommt dahinter.
[quote]Eine Zwangsjacke die über mich liegt?
[/quote]

Ich würde es nicht "engstirnig" nennen. Das ist es keineswegs
Die generelle Problematik liegt darin, daß Menschen dazu neigen, sich erst mal darüber den Kopf zu zerbrechen, was "die anderen" darüber denken könnten. Ob das wirklich so ist, weiß keiner... Und aus der Erfahrung heraus weiß ich, daß diese spekulativen Selbstfesselungen aus diesen Annahmen heraus sehr selten zutreffen
>Ich kann natürlich versuchen mit anderen Augen die Gesellschaft zu sehen,aber wie sieht sie mich.

Genau da liegt der Fehler... Solange ich darüber nachdenke, wie die Gesellschaft mich sehen könnte, blockiere ich meine eigenen Freiheiten.

>Es ändert sich nix,solange sich die Basis nicht ändert.Die Erziehung,Zuordnung von Mann und FRau.

Du selber bist die Basis; ändere sie und der Rest kommt von ganz alleine
>Gefühle zählen dabei nicht,daß Produkt,die Marke,der Gruppenzwang.Ansonsten geht man in die Islierung.

Genau das Gegenteil ist der Fall, da du dir deine Gruppe selber definierst. Der beste Beweis dafür sind doch die regelmäßigen Rocker-Stammtische und Treffen. Das sieht mir nun absolut nicht wie eine Isolierung aus
Gruß

KtV

Re: Störung

Dirkkleid, Tuesday, 04.02.2003, 02:42 (vor 8465 Tagen) @ Jan-Gerd

wenn man in einer Gemeinschaft leben will, muß man gewisse Einschränkungen hinnehmen.

Betrifft das auch den persönlichen Kleidungsstil?

Gruß, Dirkkleid

Re: Störung

Nick, Tuesday, 04.02.2003, 13:35 (vor 8464 Tagen) @ Robert

Hallo Robert!

Ich kann deine Erkenntnisse nur bestätigen. Seit ich mich so gebe wie es mir gefällt, d.h. Röcke trage und mich auch sonst so kleide wie ich es mag, geht es mir besser. Ich hatte zwar keinen Tinitus, aber andere massive organische Einbrüche.
Wenn ich mich der Gesellschaft anpassen will, wird es immer einige geben, denen ich mich nicht anpassen kann. Wenn ich aber meinen Stil nur auf mich ausrichte, wird es auch einige geben, denen das gefällt. Warum soll ich nun nicht zuerst an mich denken, sondern an die anderen? Die denken bestimmt auch nicht zuerst an mich. Auch wenn es der Mehrheit nicht gefällt wie ich herumlaufe, so wird diese Mehrheit dadurch bestimmt keinen Schaden nehmen.
Somit wären wir wieder an dem Punkt angelangt, wo wir sagen: Es kleidet sich jeder so wie er es mag und nicht wie es einige andere erwarten. Um es jedem recht zu machen, würden wir uns den ganzen Tag umziehen müssen.

Gruß Nick