Guten Morgen Robert!
In meiner Freiheit bin ich durch den Beruf eingeschränkt,so fühle ich mich jedenfalls.
Eingeschraenkt sind wir irgendwo alle. Durch Beruf, Arbeitsvertraege, ueberhaupt Vertraege, deren Bestimmungen einzuhalten sind, an allen Ecken und Kanten stoesst man auf Einschraenkungen. Dagegen wende ich nichts ein, weil diese Einschraenkungen in irgendeiner Form alle treffen, Maenner und Frauen gleichermassen.
Es gibt aber auch Gesetze, die nur Maenner betreffen, und die darf es in einer Demokratie eigentlich nicht geben. Beispiel Wehrpflicht, Beispiel Exhibitionistenparagraf. Fuer Frauen gibt es aehnliche Sondergesetze nicht mehr. Das wichtigste, der Paragraf 218, wurde quasi abgeschafft. Aber auch in dem Freiraum innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen gibt es Einschraenkungen fuer Maenner, die zwar nicht verbindlich sind, die aber doch wirken. Und hier sind wir bei der Kleidung. Frauen tragen jedwede Kleidungsart, egal ob Hose oder Rock, Kostuem oder Anzug, ohne von anderen belaestigt zu werden. Maenner werden, wenn sie dasselbe tun, belaestigt. Das ist ungerecht. Da diese Einschraenkungen aber keine Gesetzeskraft haben, setze ich mich einfach darueber hinweg und tue ebenso wie die Frauen, was ich will. Die moeglicherweise auftretenden Belaestigungen ignoriere ich einfach.
Da meine Kollegen alle in der Nähe wohnen,werde ich kaum in unserer Region im Rock gehen können.
Wieso nicht? Was Du in Deiner Freizeit machst, geht die lieben Kollegen nichts an! Wenn Du es fuer richtig haelst, waehrend der Arbeit auf Roecke zu verzichten, dann ist das Deine persoenliche Entscheidung. Du nimmst Ruecksicht auf das Betriebsklima, das ist ok. Aber dass Du Dich in Deiner Freizeit vom Wohlwollen Deiner Kollegen abhaengig machst, das ist nicht ok. Die Kollegen haben waehrend der Arbeitszeit mit Dir zusammenzuarbeiten, und sonst nichts! Ausserhalb bestimmst nur Du, wo es fuer Dich lang geht.
Eine Zwangsjacke die über mich liegt?
Ganz bestimmt. Aber eine, die man sehr leicht abwerfen kann und dann kannst Du so richtig aufleben. Ich habe das selbst erlebt!
Ich kann natürlich versuchen mit anderen Augen die Gesellschaft zu sehen,aber wie sieht sie mich.
Ist egal. Was gibt sie Dir dafuer, dass Du Dich ihrem Geschmack unterwirfst? Garnichts gibt sie Dir! Wer Dich mag, wer Dein Freund ist, der gibt Dir was wertvolles, und zwar unabhaengig davon, was Du fuer Kleidung anhast! Die anderen - lass sie doch einfach ihrer Wege ziehen!
Es ändert sich nix,solange sich die Basis nicht ändert.Die Erziehung,Zuordnung von Mann und FRau.
[quote]Gefühle zählen dabei nicht,daß Produkt,die Marke,der Gruppenzwang.Ansonsten geht man in die Islierung[/quote]
Du bist auch die Basis, Du gehoerst dazu. Also fange an Dich zu aendern, in positiver Richtung, in eine Richtung, die Dir sehr guttun wird. Du unterliegst keinem Gruppenzwang, denn Du bist ja nicht Mitglied einer Fussballmannschaft, wo der Trainer Dir sagt, was Du zu tun und zu lassen hast. Du kommst vielleicht bei diesen engstirnigen, neidzerfressenen Scheuklappentraegern in die Isolierung, dafuer gibt es aber eine ganze Menge anderer Menschen, die Deine Individualitaet, Deine Unabhaengigkeit und Dein stolzes Selbstbewusstsein bewundern. Diese Menschen werden Dir eine gehoerige Menge Respekt zollen und unter ihnen wirst Du auch Freunde finden, die wirkliche Freunde sind, weil sie den Menschen Robert schaetzen und Dich auch so behandeln und nicht wie einen Kleiderstaender behandeln.
Ich spreche aus Erfahrung, es ist wirklich so. Man muss sich nur erstmal rantrauen. Aller Anfang ist schwer!
Freundliche, aufmunternde Gruesse,
Ferdi