Anmerkungen eines Fachmannes

Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell, Saturday, 01.02.2003, 07:54 (vor 8467 Tagen)

VORSICHT !!!!!! SATIRE !!!!!!


Albrecht Weidenau von Wedell
Diplom-Psychologe
Therapeut für Sexualidentitätsintervemtitionen
Berlin-Nikolskoe, 31.1.03

Seit langem beobachte ich mit großem Interesse ihr Forum. Sie handeln sich sozusagen um mein Fachgebiet, die Störung der sexuellen Identität. Die Ursachen hierfür liegen meist in der frühen Kindheit, deren Folgen bis in Ihre Gegenwart reichen. Die etwa einhundert Fälle, die wir hier jährlich behandeln gleichen sich jedoch in vielen Punkten.
Um die Frage zu klären, warum Männer Röcke und andere Damenkleider tragen wollen, lassen Sie mich eine typische Geschichte erzählen. Es begann mit einer dominanten Mutter und den vielen Sätzen 'Du darfst dieses und jenes nicht tun'. Immer verbietet Mutter, ermahnt 'mach die nicht schmutzig, mach deine Hausaufgaben' und so weiter. Natürlich regelt die Mutter auch was der Junge anziehen soll. Im Teenageralter gibt es dann Streit, weil die Mutter die modische Kleidung nicht erlaubt und beschimpft. „Junge, wie siehst Du denn aus !", wird zu einem der Standartsätze. Der Junge schwört innerlich Rache für die ertragene Schmach. Zur gleichen Zeit - in der Pubertät - probiert der junge Mann heimlich Kleider seiner Mutter an. Eigentlich nichts ungewöhnliches in diesem Alter der Suche und Findung. Alles scheint vergessen, das Leben nimmt seinen Lauf - es wird geheiratet. Die Ehefrau - wieder dominant wie die Mutter - legt ihrem Mann morgens die Sachen zurecht und berät ihn in Stilfragen. Wieder gibt es Streit, weil der nun erwachsene Mann andere Vorstellungen von Kleidung hat. Im konkreten fall ging es „nur" um die passende Krawatte.
An dieser Stelle setzten dann die unterbewußten Strukturen wieder ein - Mutter - Verbote - innere Verletzung - Racheschwur. Das Unterbewußte zielt sehr genau und zeigt wie Rache an Mutter und der als verlängerten Arm der Mutter empfundenen Ehefrau genommen werden kann. „Ihr habt etwas von meiner Persönlichkeit genommen, jetzt nehme ich etwas von euch !" Seither trug der Mann Röcke und Strumpfhosen, zum Gespött seiner Umgebung. Aber sein Erfolg bleibt auch nicht aus, denn Mutter und Ehefrau leiden.
Ich bin mir sicher, daß sich der größte Teil ihrer Runde sich hier wiedererkennt. Durchbrechen Sie den Kreis - Sie schaden nur sich selbst, denn die Liebe und Wärme die Sie suchen, werden sie in Damenkleidern nicht finden !
Ich stehe ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Besonders gerne würde ich die Herren „Ferdi" und „KtV" einmal in meiner Praxis begrüßen. Wir bieten auch mehrmonatige Kuren für besonders schwere Fälle an.

In der Hoffnung Sie zum Nachdenken bewegt zu haben,
mit freundlichen Grüßen

Albrecht Weidenau von Wedell

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

heinz, Saturday, 01.02.2003, 09:50 (vor 8467 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

VORSICHT !!!!!! SATIRE !!!!!!

Albrecht Weidenau von Wedell
Diplom-Psychologe
Therapeut für Sexualidentitätsintervemtitionen
Berlin-Nikolskoe, 31.1.03
Seit langem beobachte ich mit großem Interesse ihr Forum. Sie handeln sich sozusagen um mein Fachgebiet, die Störung der sexuellen Identität. Die Ursachen hierfür liegen meist in der frühen Kindheit, deren Folgen bis in Ihre Gegenwart reichen. Die etwa einhundert Fälle, die wir hier jährlich behandeln gleichen sich jedoch in vielen Punkten.
Um die Frage zu klären, warum Männer Röcke und andere Damenkleider tragen wollen, lassen Sie mich eine typische Geschichte erzählen. Es begann mit einer dominanten Mutter und den vielen Sätzen 'Du darfst dieses und jenes nicht tun'. Immer verbietet Mutter, ermahnt 'mach die nicht schmutzig, mach deine Hausaufgaben' und so weiter. Natürlich regelt die Mutter auch was der Junge anziehen soll. Im Teenageralter gibt es dann Streit, weil die Mutter die modische Kleidung nicht erlaubt und beschimpft. „Junge, wie siehst Du denn aus !", wird zu einem der Standartsätze. Der Junge schwört innerlich Rache für die ertragene Schmach. Zur gleichen Zeit - in der Pubertät - probiert der junge Mann heimlich Kleider seiner Mutter an. Eigentlich nichts ungewöhnliches in diesem Alter der Suche und Findung. Alles scheint vergessen, das Leben nimmt seinen Lauf - es wird geheiratet. Die Ehefrau - wieder dominant wie die Mutter - legt ihrem Mann morgens die Sachen zurecht und berät ihn in Stilfragen. Wieder gibt es Streit, weil der nun erwachsene Mann andere Vorstellungen von Kleidung hat. Im konkreten fall ging es „nur" um die passende Krawatte.
An dieser Stelle setzten dann die unterbewußten Strukturen wieder ein - Mutter - Verbote - innere Verletzung - Racheschwur. Das Unterbewußte zielt sehr genau und zeigt wie Rache an Mutter und der als verlängerten Arm der Mutter empfundenen Ehefrau genommen werden kann. „Ihr habt etwas von meiner Persönlichkeit genommen, jetzt nehme ich etwas von euch !" Seither trug der Mann Röcke und Strumpfhosen, zum Gespött seiner Umgebung. Aber sein Erfolg bleibt auch nicht aus, denn Mutter und Ehefrau leiden.
Ich bin mir sicher, daß sich der größte Teil ihrer Runde sich hier wiedererkennt. Durchbrechen Sie den Kreis - Sie schaden nur sich selbst, denn die Liebe und Wärme die Sie suchen, werden sie in Damenkleidern nicht finden !
Ich stehe ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Besonders gerne würde ich die Herren „Ferdi" und „KtV" einmal in meiner Praxis begrüßen. Wir bieten auch mehrmonatige Kuren für besonders schwere Fälle an.
In der Hoffnung Sie zum Nachdenken bewegt zu haben,
mit freundlichen Grüßen
Albrecht Weidenau von Wedell


Hallo Psycho

ist ja offensichtlich, dass dies ein Witz ist! Mir scheint, dass, wenn jemand bei Röcken immer von "Damenkleidern" spricht, dieser selbst ein Problem hat und ev. selber behandelt werden sollte [image] .

heinz

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

TomC, Saturday, 01.02.2003, 22:23 (vor 8466 Tagen) @ heinz

Moin, Moin !

Schön daß ich euch den Sonnabend ein wenig versüßen konnte. Es ist natürlich auch das Wesen der Satire zu treffen - aber eine dominante Mutter hatte ich selbst. Wobei ich mich frage, ob Frauen nicht fast im allgemeinen sehr zur Dominanz neigen. Ist jetzt keine Festlegung, aber mir fällt irgendwie keine mir bekannte frau ein die nicht dominant wäre.

Gruß Tom C.

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

Ferdi, Sunday, 02.02.2003, 09:25 (vor 8466 Tagen) @ TomC

Moin Tom!

Also das ist Satire, wie ich sie mag. Aber wenn Du es nicht klar drübergeschrieben hättest, könnte man bei dem Schwachsinn, den die Damen und Herren aller Couchs der Welt so von sich zu geben pflegen, das fast ernst nehmen. Heute, im Zeitalter der akademischen Quotenfrauen und unkaputtbaren Gleichrichter (mit rostiger Spirale statt Sicherungen;-)) wird alles ernstgenommen, wenn es nur in einer möglichst verquasten Sprache unter die Leute gebracht wird. Vielen Dank für den netten Spass.

Hier haben wir auch ein Lehrstück von Humor, der - trotzdem er zwei definierte Personen einbezieht - nicht herabsetzend und beleidigend wirkt, und der nicht auf Kosten anderer Personen lebt, wie bei Stefan Raab. Das ist eben die Kunst, ohne so etwas guten Humor zu machen.

Dominante Frauen - also ich glaube dass die erst dominant werden, wenn sie "einen an der Angel" haben, also wenn sie verheiratet sind. Die anderen sind jedenfalls ganz schön devot, wenn Mann die richtigen Röcke anhat. Habe ich erst gestern wieder erlebt. Ich war mit MAS in einem Konzert einer hier sehr beliebten Folkband und hatte den "Black Watch"-Dosenöffner an. Prompt hing mir wieder eine am Rocksaum. MAS hat´s mitgekriegt und fotomässig dokumentiert. Da er Dias macht, dauert das eine Zeitlang, bis ich das Beweisfoto hier vorstellen kann. War aber sehr amüsant. Jedenfalls sagte seine Frau hinterher zu ihm: "Was ist das gut, dass Du heute Hosen anhast". Dabei war es Michael nur zu kalt.

Schöne Sonntagsgrüsse!

Ferdi (jetzt wieder ohne Titel)

Moin, Moin !
Schön daß ich euch den Sonnabend ein wenig versüßen konnte. Es ist natürlich auch das Wesen der Satire zu treffen - aber eine dominante Mutter hatte ich selbst. Wobei ich mich frage, ob Frauen nicht fast im allgemeinen sehr zur Dominanz neigen. Ist jetzt keine Festlegung, aber mir fällt irgendwie keine mir bekannte frau ein die nicht dominant wäre.
Gruß Tom C.

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

Jörn Kessels, Saturday, 01.02.2003, 09:58 (vor 8467 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

Hallo an Alle hier.

Zufällig bin ich mal wieder hier gelandet und gleich der erste Beitrag den ich lese lässt mich kugeln vor lachen ......
Genial!!!!

Bin auf die vielen Kommentare dazu gespannt (Wenn er nicht gelöscht wird!)

Gruß Jörn alias Jogi-Bear

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

Marc, Saturday, 01.02.2003, 13:00 (vor 8466 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

VORSICHT !!!!!! SATIRE !!!!!!

Danke für den Hinweis, aber ich finde den Beitrag nicht lustig. Er ist
sicherlich karikiert, aber es gibt bestimmt viele Menschen, die solches
oder ähnliches erlebt haben. Nicht unbedingt auf die Kleidung bezogen,
aber auf das Schema von "dominante Mutter -> dominante Ehefrau" oder
halt umgekehrt "dominanter Vater -> dominanter Ehemann". Und die aus
diesem Schema und ihrer reglementierten Welt auch gar nicht ausbrechen
und sie nicht in Frage stellen. Ich denke, solche Leute sind am ehesten
diejenigen, die Probleme mit Männern in Röcken haben. Oder generell mit
Menschen, die aus dem Rahmen fallen und nicht in ihr Weltbild passen.

Gruß,

Marc

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

Thomas S, Saturday, 01.02.2003, 13:46 (vor 8466 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

VORSICHT !!!!!! SATIRE !!!!!!

Albrecht Weidenau von Wedell
Diplom-Psychologe
Therapeut für Sexualidentitätsintervemtitionen
Berlin-Nikolskoe, 31.1.03

Sehr geehrter Herr Dipl. Psych. Weidenau von Wedell,

schade, daß mann so viele Jahre studieren muß, um einen solchen schwachsinn zu schreiben. Bei uns geht es nicht darum, Männer in das andere Geschlecht zu verwandeln, sondern einzig und allein darum, die Männermode um Kleidungsstücke wie FSH, Röcke und Kleider zu erweitern. Sicherlich gibt es den einen oder anderen Poster, der mit seinem Geschlecht die einen oder anderen Probleme hat. Mittlerweile kenne ich eine ganze Menge der Männer, die hier posten und stolz ihre Röcke tragen, und ich bin froh, daß ich Sie kennengelernt habe.

Viel spaß noch beim Lesen der Antworten

Thomas S.

Seit langem beobachte ich mit großem Interesse ihr Forum. Sie handeln sich sozusagen um mein Fachgebiet, die Störung der sexuellen Identität. Die Ursachen hierfür liegen meist in der frühen Kindheit, deren Folgen bis in Ihre Gegenwart reichen. Die etwa einhundert Fälle, die wir hier jährlich behandeln gleichen sich jedoch in vielen Punkten.
Um die Frage zu klären, warum Männer Röcke und andere Damenkleider tragen wollen, lassen Sie mich eine typische Geschichte erzählen. Es begann mit einer dominanten Mutter und den vielen Sätzen 'Du darfst dieses und jenes nicht tun'. Immer verbietet Mutter, ermahnt 'mach die nicht schmutzig, mach deine Hausaufgaben' und so weiter. Natürlich regelt die Mutter auch was der Junge anziehen soll. Im Teenageralter gibt es dann Streit, weil die Mutter die modische Kleidung nicht erlaubt und beschimpft. „Junge, wie siehst Du denn aus !", wird zu einem der Standartsätze. Der Junge schwört innerlich Rache für die ertragene Schmach. Zur gleichen Zeit - in der Pubertät - probiert der junge Mann heimlich Kleider seiner Mutter an. Eigentlich nichts ungewöhnliches in diesem Alter der Suche und Findung. Alles scheint vergessen, das Leben nimmt seinen Lauf - es wird geheiratet. Die Ehefrau - wieder dominant wie die Mutter - legt ihrem Mann morgens die Sachen zurecht und berät ihn in Stilfragen. Wieder gibt es Streit, weil der nun erwachsene Mann andere Vorstellungen von Kleidung hat. Im konkreten fall ging es „nur" um die passende Krawatte.
An dieser Stelle setzten dann die unterbewußten Strukturen wieder ein - Mutter - Verbote - innere Verletzung - Racheschwur. Das Unterbewußte zielt sehr genau und zeigt wie Rache an Mutter und der als verlängerten Arm der Mutter empfundenen Ehefrau genommen werden kann. „Ihr habt etwas von meiner Persönlichkeit genommen, jetzt nehme ich etwas von euch !" Seither trug der Mann Röcke und Strumpfhosen, zum Gespött seiner Umgebung. Aber sein Erfolg bleibt auch nicht aus, denn Mutter und Ehefrau leiden.
Ich bin mir sicher, daß sich der größte Teil ihrer Runde sich hier wiedererkennt. Durchbrechen Sie den Kreis - Sie schaden nur sich selbst, denn die Liebe und Wärme die Sie suchen, werden sie in Damenkleidern nicht finden !
Ich stehe ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Besonders gerne würde ich die Herren „Ferdi" und „KtV" einmal in meiner Praxis begrüßen. Wir bieten auch mehrmonatige Kuren für besonders schwere Fälle an.
In der Hoffnung Sie zum Nachdenken bewegt zu haben,
mit freundlichen Grüßen
Albrecht Weidenau von Wedell

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

Hes, Saturday, 01.02.2003, 15:08 (vor 8466 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

Hmm, für diese Art Humor bin ich anscheinend nicht sonderlich empfänglich. Erinnert mich ein bißchen an die Artikel aus den Frauenzeitschriften bei meiner Mutter. Wenn man auf Klo ist, liest man ja jeden Sch*** *grins* - um beim Vokabular zu bleiben. Im Kontext eines solchen Blättchens kann ich dann manchmal schon darüber lachen, leider ändert das nichts daran, daß die übliche Leserschaft daraus ihr "Wissen" bezieht. Da werden Bücher, wie "Warum Männer nicht zuhören und Frauen schlecht einparken." schnell zur Waffe statt zur Unterhaltung, obwohl sie eigentlich nicht mehr sein sollten als eben Unterhaltung.

Bei Amazon wird von einem Kritiker so schon gesagt: "Populärpsychologie für manche Frauen-Stammtische". Sehr treffend, wie ich finde.

Hes - mit dominanter Mutter

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

Werner, Saturday, 01.02.2003, 16:12 (vor 8466 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

Guten Tag, liebe Mitmenschen und Mitgestalter innerer Beweglichkeit,

dieses psychische Entwicklungsmuster, das der Psychologe Weidenau von Wedell aufzeichnet als einen Weg, Kleidung zu tragen, die dem Klischee nach zu einer Frau gehören, halte ich für denkbar.


Nur, ohne jede Differenzierung von "Damenkleidern" zu sprechen, zeigt, daß der Autor des Artikels zur gängigen Geschlechterzuordnung von Kleidung keine Distanz hat.

Bis auf den BH gibt es keine Frauen- oder Männerkleidung, es gibt nur Kleidung; für mein Empfinden kommt es lediglich auf die Größe und das Design an.
Ich würde nie Blümchenröcke tragen, aber das muß jeder selbst wissen.

Meine selbstentworfenen, langen Röcke haben klar unisex-Designs, wie mir seit 2 Jahren schon viele Menschen, die mich gelegentlich auf der Straße ansprechen, bestätigt haben. Auch schneidertechnische Unterschiede, die es zwischen einem Rock für eine Frau und einen Mann geben kann (Abnäher) machen den Rock als solches nicht um Frauenkleidungsstück.

Also Herr Weidenau von Wedell, wenn Sie mal im Ruhrgebiet oder im Köln-Bonner Raum sind, melden Sie sich, wir können gern ein Sachgespräch über Mode führen, aber eben ein Sachgespräch.

Bedenken Sie aber, bevor Sie sich auf ein Gespräch über Bekleidungsarten einlassen, daß Männer, die im Mittelalter genauso lange Kleider und Röcke trugen wie Frauen, nicht im Nachhinein aufgrund zeitgenössischer, geschlechtsspezifischer Kleidungszuordnung zu Frauen erklärt werden können;
sind Männer, die in arabischen Ländern Galabeas (lange Kleider) tragen, automatisch Frauen, wenn sie sich in unserer Gegend aufhalten?


Gruß

Werner

VORSICHT !!!!!! SATIRE !!!!!!

Albrecht Weidenau von Wedell
Diplom-Psychologe
Therapeut für Sexualidentitätsintervemtitionen
Berlin-Nikolskoe, 31.1.03
Seit langem beobachte ich mit großem Interesse ihr Forum. Sie handeln sich sozusagen um mein Fachgebiet, die Störung der sexuellen Identität. Die Ursachen hierfür liegen meist in der frühen Kindheit, deren Folgen bis in Ihre Gegenwart reichen. Die etwa einhundert Fälle, die wir hier jährlich behandeln gleichen sich jedoch in vielen Punkten.
Um die Frage zu klären, warum Männer Röcke und andere Damenkleider tragen wollen, lassen Sie mich eine typische Geschichte erzählen. Es begann mit einer dominanten Mutter und den vielen Sätzen 'Du darfst dieses und jenes nicht tun'. Immer verbietet Mutter, ermahnt 'mach die nicht schmutzig, mach deine Hausaufgaben' und so weiter. Natürlich regelt die Mutter auch was der Junge anziehen soll. Im Teenageralter gibt es dann Streit, weil die Mutter die modische Kleidung nicht erlaubt und beschimpft. „Junge, wie siehst Du denn aus !", wird zu einem der Standartsätze. Der Junge schwört innerlich Rache für die ertragene Schmach. Zur gleichen Zeit - in der Pubertät - probiert der junge Mann heimlich Kleider seiner Mutter an. Eigentlich nichts ungewöhnliches in diesem Alter der Suche und Findung. Alles scheint vergessen, das Leben nimmt seinen Lauf - es wird geheiratet. Die Ehefrau - wieder dominant wie die Mutter - legt ihrem Mann morgens die Sachen zurecht und berät ihn in Stilfragen. Wieder gibt es Streit, weil der nun erwachsene Mann andere Vorstellungen von Kleidung hat. Im konkreten fall ging es „nur" um die passende Krawatte.
An dieser Stelle setzten dann die unterbewußten Strukturen wieder ein - Mutter - Verbote - innere Verletzung - Racheschwur. Das Unterbewußte zielt sehr genau und zeigt wie Rache an Mutter und der als verlängerten Arm der Mutter empfundenen Ehefrau genommen werden kann. „Ihr habt etwas von meiner Persönlichkeit genommen, jetzt nehme ich etwas von euch !" Seither trug der Mann Röcke und Strumpfhosen, zum Gespött seiner Umgebung. Aber sein Erfolg bleibt auch nicht aus, denn Mutter und Ehefrau leiden.
Ich bin mir sicher, daß sich der größte Teil ihrer Runde sich hier wiedererkennt. Durchbrechen Sie den Kreis - Sie schaden nur sich selbst, denn die Liebe und Wärme die Sie suchen, werden sie in Damenkleidern nicht finden !
Ich stehe ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Besonders gerne würde ich die Herren „Ferdi" und „KtV" einmal in meiner Praxis begrüßen. Wir bieten auch mehrmonatige Kuren für besonders schwere Fälle an.
In der Hoffnung Sie zum Nachdenken bewegt zu haben,
mit freundlichen Grüßen
Albrecht Weidenau von Wedell

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

Dr. Moritz Eitel Freiherr von Börrewitz, Saturday, 01.02.2003, 17:04 (vor 8466 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

Verehrter Herr Kollege,

Sie sind sicher nicht der einzige Beobachter dieser hochinteressanten Spezies. Ich befasse mich mit dieser Thematik auch schon relativ lange.

Ich teile jedoch nicht Ihre Auffassung, dass es sich hierbei um eine frühkindliche Störung der sexuellen Identität handelt. Dieser Freud'sche Ansatz gilt in Fachkreisen längst als überholt.

Vielversprechender ist meiner Auffassung nach eine Interpretation der anglo-amerikanischen Forschungsgruppe für Neurologie James und Weeks, die sich zwar generell mit exzentrischern Verhaltensweise befasst, jedoch auch in diesem Zusammenhang gesehen werden kann.

Kernergebnis dieser Untersuchungen ist, dass Menschen mit exzentrischer Veranlagung offensichtlich psychisch stabiler und damit glücklicher und zufriedener sind, als der sogenannte "Normale".

Der US-amerikanische Kollege Bowen White geht noch einen Schritt weiter, indem er Normalität als ungesunde Lebensform bezeichnet.

Mit kollegialen Grüssen

Dr. Moritz Eitel Freiherr von Börrewitz
Institut für Neurologie der Universität Oyten

Therapeut für Sexualidentitätsintervemtitionen
Berlin-Nikolskoe, 31.1.03
Seit langem beobachte ich mit großem Interesse ihr Forum. Sie handeln sich sozusagen um mein Fachgebiet, die Störung der sexuellen Identität. Die Ursachen hierfür liegen meist in der frühen Kindheit, deren Folgen bis in Ihre Gegenwart reichen. Die etwa einhundert Fälle, die wir hier jährlich behandeln gleichen sich jedoch in vielen Punkten.
Um die Frage zu klären, warum Männer Röcke und andere Damenkleider tragen wollen, lassen Sie mich eine typische Geschichte erzählen. Es begann mit einer dominanten Mutter und den vielen Sätzen 'Du darfst dieses und jenes nicht tun'. Immer verbietet Mutter, ermahnt 'mach die nicht schmutzig, mach deine Hausaufgaben' und so weiter. Natürlich regelt die Mutter auch was der Junge anziehen soll. Im Teenageralter gibt es dann Streit, weil die Mutter die modische Kleidung nicht erlaubt und beschimpft. „Junge, wie siehst Du denn aus !", wird zu einem der Standartsätze. Der Junge schwört innerlich Rache für die ertragene Schmach. Zur gleichen Zeit - in der Pubertät - probiert der junge Mann heimlich Kleider seiner Mutter an. Eigentlich nichts ungewöhnliches in diesem Alter der Suche und Findung. Alles scheint vergessen, das Leben nimmt seinen Lauf - es wird geheiratet. Die Ehefrau - wieder dominant wie die Mutter - legt ihrem Mann morgens die Sachen zurecht und berät ihn in Stilfragen. Wieder gibt es Streit, weil der nun erwachsene Mann andere Vorstellungen von Kleidung hat. Im konkreten fall ging es „nur" um die passende Krawatte.
An dieser Stelle setzten dann die unterbewußten Strukturen wieder ein - Mutter - Verbote - innere Verletzung - Racheschwur. Das Unterbewußte zielt sehr genau und zeigt wie Rache an Mutter und der als verlängerten Arm der Mutter empfundenen Ehefrau genommen werden kann. „Ihr habt etwas von meiner Persönlichkeit genommen, jetzt nehme ich etwas von euch !" Seither trug der Mann Röcke und Strumpfhosen, zum Gespött seiner Umgebung. Aber sein Erfolg bleibt auch nicht aus, denn Mutter und Ehefrau leiden.
Ich bin mir sicher, daß sich der größte Teil ihrer Runde sich hier wiedererkennt. Durchbrechen Sie den Kreis - Sie schaden nur sich selbst, denn die Liebe und Wärme die Sie suchen, werden sie in Damenkleidern nicht finden !
Ich stehe ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite. Besonders gerne würde ich die Herren „Ferdi" und „KtV" einmal in meiner Praxis begrüßen. Wir bieten auch mehrmonatige Kuren für besonders schwere Fälle an.
In der Hoffnung Sie zum Nachdenken bewegt zu haben,
mit freundlichen Grüßen
Albrecht Weidenau von Wedell

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

Sir Ferdi Ritter zu Feinstrumpf of Maennerrock, Saturday, 01.02.2003, 19:16 (vor 8466 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

Sehr geehrter Herr Albrecht Weidenau von Wedell!

Mit grösster Genugtuung habe ich Ihr Interesse an meiner Person und an der meines besten Freundes KtV, Laird of John O`Groats, zur Kenntnis genommen. Ich bin mir der ausserordentlichen Ehre bewusst, die mir dadurch zuteil werden soll, dass Sie mich und den hochwohlgeborenen Laird of John O`Groats in den heiligen Hallen ihres hehren Wissenschaftstempels auf der Goldenen Couch der Erkenntnis flachlegen wollen. Welch herausragende Persönlichkeiten müssen wir beide wohl sein, dass sie über den brennenden Wunsch, unsere intimsten Geheimnisse zu ergründen, vergessen, dass in Ihrer nächsten Nachbarschaft ein Träger roter Armani-Anzüge seine verborgenen und unerforschten Probleme mit Schnellen Eingreifpuppen an einem ganzen Volk ausleben will. Aber da dieses Problem wahrscheinlich morgen abend einen grossen Teil seines Schreckens verlieren wird, haben Sie den weisen Ratschluss gefasst, uns und unseren in Ihren Augen sicher unheimlich und geradezu galaktisch wirkenden Erfolg zu erforschen und wissenschaftlich zu begleiten.

Für Seine Hochwohlgeborene Lairdschaft kann ich natürlich nicht sprechen, sondern nur für mich. Grundsätzlich bin ich als Freund und Förderer der akademischen und akadämlichen Wissenschaften immer bereit, diese zu fördern. Daher erwäge ich, mich Ihnen als Forschungsobjekt zur Verfügung zu stellen. Jedoch pflege ich nur mit Wissenschaftlern zusammenzuarbeiten, die ihre wissenschaftliche Qualifikation in Form von nachvollziehbaren und hieb- und stichfesten Arbeitsergebnissen belegen können. Diese Qualifikation haben Sie in meinen Augen noch nicht erbracht. Ich möchte Ihnen daher, um Ihnen Gelegenheit zu geben, Ihre Qualifikation unter Beweis zu stellen, eine Aufgabe stellen, von deren positiver Erfüllung ich meine Mitarbeit abhängig mache.

In diesem Land leben rund 40 Mio Frauen, davon tragen ca. 90 % Hosen. Ich fordere Sie auf, mit Hilfe Ihrer psychologischen Fähigkeiten die These stichhaltig zu beweisen, dass diese Frauen, immerhin die überwältigende Mehrheit der weiblichen Bevölkerung, die Hosen aufgrund einer sexuellen Aberration tragen. Insbesondere möchte ich in Ihrer Arbeit den Grund dieser sexuellen Perversion erfahren, der wahrscheinlich auch in ihrer Kindheit zu suchen ist. Waren es die Mütter, die in einer Art lesbisch-pädophiler Anwandlung ihre kleinen Töchter in die Kunst weiblicher Sexualität einweihen wollten und damit bei ihnen den Wunsch erweckt haben, Hosen zu tragen wie ihr Vater, "die Hosen anzuhaben" oder mit anderen Worten sich zu emanzipieren? Oder entstand das in der verletzten Mädchenseele heranwachsende begierige Verlangen nach Hosen deswegen, weil die Mutter den Vater ihrer Tochter mit Hilfe geldgeiler Scheidungsanwältinnen und Jugendamts-Quotenfrauen aus der Familie herauskatapultiert hat? Könnte es sein, dass die kleinen Mädchen unter dem Eindruck der hilflos im Wildwasser dubioser Aufdeckungsvereine davontreibenden Väter ihre seelischen Traumen durch das trotzige Tragen von Hosen zu kompensieren suchten?

Zugegeben eine schwere, anspruchsvolle Aufgabe, die ich Ihnen da stelle. Ich erlaube Ihnen aber fairerweise, sich bei einer sehr erfahrenen Kollegin in Kiel, nach einer Theorie von Erich von Däniken eine direkte Nachfahrin der legendären Königin der Azteken, deren Reich auf dem heutigen Gebiet von Peru lag, Unterstützung zu holen.

Wenn Sie diese Aufgabe zu meiner Zufriedenheit gelöst haben und somit bewiesen ist, dass Ihre Qualifikation Sie als würdig erscheinen lässt, sich mit meiner Person zu beschäftigen, wäre ich bereit, Ihnen als Studienobjekt zur Verfügung zu stehen. Selbstverständlich werde ich diese Sitzungen in Hosen absolvieren, denn meine intimsten Geheimnisse möchte ich doch lieber für mich behalten.

Um die Gunst Seiner Lordschaft, Laird of John O`Groats, mögen Sie sich bitte höchstpersönlich selbst bemühen.

Mit kratzfüßigster Hochachtung

Sir Ferdi, Ritter zu Feinstrumpf of Maennerrock

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

terVara, Laird of John OGroats, Saturday, 01.02.2003, 23:25 (vor 8466 Tagen) @ Sir Ferdi Ritter zu Feinstrumpf of Maennerrock

Verehrte Feinstrumpfigkeit derer von 0den,

zunächst möchte ich richtig stellen, das ein Laird kein Lord ist
Ansomsten fühlt sich das Haus hochgradig geehrt von Eurer aufrichtigen Stellungsnahme des werten Dipl-Psüsch
Einem Termin in der Praxis des werten Herren steht nichts entgegen, solange eine angemessene Portion schottischer Medizin bereit steht... Ein Coal Ila wäre das Mindeste
Mit freundlichen Grüßen

terVara, Laird of John O'Groats

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

Russie Spice, Sunday, 02.02.2003, 03:09 (vor 8466 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

VORSICHT !!!!!! SATIRE !!!!!!

Witziger Text! Allerdings scheint, dass einige Leser die Warnung übersehen haben ... He Leute lach doch mal!

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

heinz, Sunday, 02.02.2003, 10:03 (vor 8466 Tagen) @ Russie Spice

VORSICHT !!!!!! SATIRE !!!!!!

Witziger Text! Allerdings scheint, dass einige Leser die Warnung übersehen haben


STIMMT!


heinz

Re: Anmerkungen eines Fachmannes

TomC, Sunday, 02.02.2003, 21:26 (vor 8465 Tagen) @ heinz

Moin, Moin !

Ja so geht es allen armen Satirikern, sie belustigen nicht nur, sonndern treffen auch. Aber das hat noch keinen abgehalten weiter zu machen. [image]

Gruß Tom C.

Re: Störung

Johannes, Monday, 03.02.2003, 16:06 (vor 8464 Tagen) @ Dipl.-Psychologe Albrecht Weidenau von Wedell

Ist denn abweichung von irgendwelchen standards immer gleich eine störung?

Selbst wenn wir abweichende sexuelle tendenzen hätten, wäre es etwas platt, das gleich als störung zu pauschalieren. Eine störung liegt doch nur dann vor, wenn tatsächlich eine benachteiligung für uns daraus resultieren würde.

Auch habe ich nicht den eindruck, daß ich durch meine kleiderwahl irgendwelche beeinträchtigung in meinem leben in meiner selbstenfaltungsmöglichkeit (da ist sogar eher das gegenteil der fall) davontrage - von wegen gespött.
Interessant ist z.b., daß vieles der geschilderten geschichte sich tatsächlich meiner geschichte ähnelt (so wäre mein rock-, leggings- etc. -tragen vielleicht sogar tatsächlich psychologisch herleitbar - na und? - hochstens interessant aber sonst auch nix - andererseits sind diese tendenzen bei mir schon so früh aufgetreten, daß ich das eigentlich schon wieder anzweifle) - ich fühle mich aber nicht im geringsten gestört, mit meinem wunsch, kleidung zu tragen, <ol><li>die bequem ist<li>deren langweiligkeit mich nicht ständig ankotzt, mir nicht die lebensfreude nimmt</ol>das tragen von vom standard abweichender kleidung ist bei mir auch nicht im geringsten sexuell motiviert (ich denke, das ist es bei keinem von uns), noch glaube ich, irgendwelche anomalien in dieser hinsicht zu haben (und wenn doch - ich wiederhole mich - wäre es keine störung, solange ich damit nicht irgendwelche beeinträchtigungen hätte).

(ich habe den vermerk "vorsicht satire" nicht übersehen, wollte aber trotzdem meinen senf dazugeben - allein schon, weil mir überhaupt auffällt, wie schnell doch irgendwelche völlig harmlosen dinge - irgendwelche abweichungen von öden 0815-normen - oft gleich als "störung" klassifiziert werden)

Johannes

Re: Störung

Marc, Monday, 03.02.2003, 16:36 (vor 8464 Tagen) @ Johannes

Ist denn abweichung von irgendwelchen standards immer gleich eine störung?

Ganz im Gegenteil, würde ich sagen, das ist gesundes Verhaltenes gibt sogar eine psychische Störung die das genau Gegenteil
beinhaltet, das zwanghafte Einhalten von Standards. Stichwort
Normopathie... solches Verhalten wurde im Zusammenhang von
Krebserkrankungen häufig beobachtet, ist aber sicher auf alle
möglichen Stresserkrankungen übertragbar.

Gruß,

Marc