Im Rock auf der Arbeit IV

Collantix, Friday, 10.01.2003, 21:58 (vor 8500 Tagen)

Servus beinand,

ich hab's auch mal wieder gewagt.
Ich bin heute an meinem neuen (alten) Arbeitsplatz im Rock erschienen. Einerseits wollte ich die private Selbstverständlichkeit, das anzuziehen, woruaf ich gerade Lust habe während zwei Wochen Urlaub nicht einschlafen lassen, und andererseits war ich auch auf die Rektionen neugierig.

Ich trug einen langen blauen Jeansrock mit Kellerfalte, ein dunkelblaues Langarmshirt mit weißen Streifen (aus der Damenabteilung), einen Body , eine schwarze Baumwollstrumpfhose sowie schwarze, knöchelhohe Dockers.

Die erste Reaktion, es war die amtierende Gruppenleitung, zeigte sich ganz entzückt: "Ui, schick!. Ich arbeite auch lieber im Rock, weil's bequemer ist."
Das ließ sich gut an... Der Rest des an dem Tag anwesenden Teams verhielt sich zurückhaltend.
Auch die Heimleitung, der ich über den Weg lief, zeigte keine Reaktion. Bei ihr bin ich mir aber nicht sicher, ob sie es bemerkt hat.
Erst am Abend auf dem Heimweg wurde ich wieder darauf von einer Kollegin aus der Nachbargruppe angesprochen. Wir saßen zu viert in der U-Bahn, zwei Kolleginnen aus Nachbargruppen, eine aus "meiner" Gruppe und meine Wenigkeit. Eine Kollegin aus der Nachbargruppe (das Haus beherbergt unter anderem fünf Heimgruppen) war aber auch eher an der Fragestellung interessiert, ob es mir nicht zu kalt sei. Auf die Antwort, die Luftzirkulation sei im Rock angenehmer, ernetete ich Kopfschütteln und die Frage, ob ich etwas darunter hätte. Völlig überraschend waren die Damen, als ich erzählte, keine langen Unterhosen zu tragen. "Ich hab noch nie einen Mann mit Strumpfhosen gesehen." Irgendwann ist immer das erste Mal.
Jetzt bin ich mal gespannt, was da noch nachkommt. Da das Haus auch am Wochenede besetzt ist, kann man es also weitererzählen. Und die Einrichtung ist für ihre hervorragende Gerüchteküche bekannt
Die Bewohner können sich in der Regel dazu nicht äußern, weil sie aufgrund ihrer Behinderungen dazu nicht in der Lage sind.

Am Montag werde ich es ja mitbekommen (oder auch nicht).

Gruß

Collantix

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

Ralph, Saturday, 11.01.2003, 00:31 (vor 8500 Tagen) @ Collantix

Hi Collantix!
ich hoffe für Dich, daß auch am Montag die Reaktionen nur positiv sind und nicht doch noch unerfreuliche Reaktionen kommen! Daß nach einem Urlaub die Motivation höher ist habe ich am Dienstag auch gemerkt, ich wollte nach 2 Wochen Urlaub fast automatisch einen Rock anziehen - für die Arbeit laß ich das aber doch lieber..[image]

Viele Grüße
Ralph

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

heinz, Saturday, 11.01.2003, 08:47 (vor 8500 Tagen) @ Collantix

Hi Collantix

Wünsche dir viel Erfolg und hoffe, dass die Raktionen doch positiv sind.
Mit solchen Outfits (langer jeansrock, Pullover, Stiefel und Jacke habe ich bei uns überhaupt keine Reaktionen mehr. Das scheint schon fast zu gewöhnlich zu sein [image]

Völlig überraschend waren die Damen, als ich erzählte, keine langen Unterhosen zu tragen. "Ich hab noch nie einen Mann mit Strumpfhosen gesehen."

Schon komisch; Ich trug früher immer Strumpfhosen, weil ich die langen Unterhosen zum ...[image] finde (Socken darüber, und dann das Raufrutschen, und das Aussehen...uääähh!)
Ich weiss auch auch nicht, warum gewisse Damen immer noch meinen, Strumpfhosen sei nur etwas für Frauen?! [image]

Ich trage IMMER Strumpfhosen(dicke) oder FSH, je nach Witterung!


Gruss
heinz

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

Thomas S, Saturday, 11.01.2003, 10:04 (vor 8499 Tagen) @ Collantix

Servus beinand,
ich hab's auch mal wieder gewagt.
Ich bin heute an meinem neuen (alten) Arbeitsplatz im Rock erschienen. Einerseits wollte ich die private Selbstverständlichkeit, das anzuziehen, woruaf ich gerade Lust habe während zwei Wochen Urlaub nicht einschlafen lassen, und andererseits war ich auch auf die Rektionen neugierig.
Ich trug einen langen blauen Jeansrock mit Kellerfalte, ein dunkelblaues Langarmshirt mit weißen Streifen (aus der Damenabteilung), einen Body , eine schwarze Baumwollstrumpfhose sowie schwarze, knöchelhohe Dockers.
Die erste Reaktion, es war die amtierende Gruppenleitung, zeigte sich ganz entzückt: "Ui, schick!. Ich arbeite auch lieber im Rock, weil's bequemer ist."
Das ließ sich gut an... Der Rest des an dem Tag anwesenden Teams verhielt sich zurückhaltend.
Auch die Heimleitung, der ich über den Weg lief, zeigte keine Reaktion. Bei ihr bin ich mir aber nicht sicher, ob sie es bemerkt hat.
Erst am Abend auf dem Heimweg wurde ich wieder darauf von einer Kollegin aus der Nachbargruppe angesprochen. Wir saßen zu viert in der U-Bahn, zwei Kolleginnen aus Nachbargruppen, eine aus "meiner" Gruppe und meine Wenigkeit. Eine Kollegin aus der Nachbargruppe (das Haus beherbergt unter anderem fünf Heimgruppen) war aber auch eher an der Fragestellung interessiert, ob es mir nicht zu kalt sei. Auf die Antwort, die Luftzirkulation sei im Rock angenehmer, ernetete ich Kopfschütteln und die Frage, ob ich etwas darunter hätte. Völlig überraschend waren die Damen, als ich erzählte, keine langen Unterhosen zu tragen. "Ich hab noch nie einen Mann mit Strumpfhosen gesehen." Irgendwann ist immer das erste Mal.
Jetzt bin ich mal gespannt, was da noch nachkommt. Da das Haus auch am Wochenede besetzt ist, kann man es also weitererzählen. Und die Einrichtung ist für ihre hervorragende Gerüchteküche bekannt>Die Bewohner können sich in der Regel dazu nicht äußern, weil sie aufgrund ihrer Behinderungen dazu nicht in der Lage sind.
Am Montag werde ich es ja mitbekommen (oder auch nicht).
Gruß
Collantix


Hallo Collantix,

meinen allerhöchsten Respekt, na also, geht doch. Zu deiner Aussage, dass es erstmals niemand entdeckt hat fällt mir nur mein gestriger Tag ein. Ich bin mit meinem Bruder den ganzen Nachmittag im Schwarzen langen Kleid durch Augsburg gezogen, abends noch Essen gegangen und bis In die Späte Nacht ein einer Ber versumpft. Absolut keine Reaktion bezüglich meiner Kleidung.

Auf jeden Fall wünsch ich Dir die besten Erfahrungen und tolerante Arbeitskolleginnen und Kollegen.

gut Rock

Thomas S.

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

Werner, Saturday, 11.01.2003, 15:09 (vor 8499 Tagen) @ Collantix

Hallo,

wenn man sich als arbeitsloser Alleinstehender um einen Arbeitsplatz bewirbt, das Glück hat, eingeladen zu werden und erschiene zu einem Vorstellungsgespräch sauber und in einem gepflegten Rock, würde man sofort eine diffuse Distanz um Arbeitgeber schaffen und seine Chancen gen Null bringen. In der Regel vermutet ein Gesprächspartner aus dem bekannten Klischeedenken heraus, daß dieser Bewerber im Rock Schwierigkeiten für den Betrieb mitbringt und ein persönliches Umfeld, das so einen Bewerber als ungeeignet hinstellt.

Über die Qualität einer so irrationalen Einstellung müssen wir hier nicht reden, aber jeder, der nicht in abgegrenzten Zirkeln lebt, weiß, daß man zu 99,9% mit der dargestellten Vermutung rechnen muß.

Im Zweifelsfalle ist das Geld Verdienen wichtiger als die persönliche Mode.

Wenn ich an meine bisherigen Vorstellungsgespräche und die mir gegenüber sitzenden Menschen denke, muß ich sagen, daß meine Chancen trotz sehr guter Zeugnisse noch geringer gewesen wären, als sie durch Gleichstellungsbeauftrage
und mein Alter eh schon sind.

Selbst wenn man sich nach einiger Zeit etabliert hat und im Rock zur Arbeit erscheint, kann es für den Arbeitgeber ein Anlass sein, einen Grund zu finden, den Mann im Rock loszuwerden.

So gerne ich Röcke trage, muß ich auf Kompromisse eingestellt sein.

Gruß

Werner

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

JürgenB, Saturday, 11.01.2003, 22:08 (vor 8499 Tagen) @ Werner

wenn man sich als arbeitsloser Alleinstehender um einen Arbeitsplatz bewirbt, das Glück hat, eingeladen zu werden und erschiene zu einem Vorstellungsgespräch sauber und in einem gepflegten Rock, würde man sofort eine diffuse Distanz um Arbeitgeber schaffen und seine Chancen gen Null bringen. In der Regel vermutet ein Gesprächspartner aus dem bekannten Klischeedenken heraus, daß dieser Bewerber im Rock Schwierigkeiten für den Betrieb mitbringt und ein persönliches Umfeld, das so einen Bewerber als ungeeignet hinstellt.
Über die Qualität einer so irrationalen Einstellung müssen wir hier nicht reden, aber jeder, der nicht in abgegrenzten Zirkeln lebt, weiß, daß man zu 99,9% mit der dargestellten Vermutung rechnen muß.

Hallo Werner,

das ist Deine Vermutung, und damit Dein Klischeedenken! Ich bin der Meinung (also mein Klischeedenken), daß das, je nach Arbeitsplatz um den man sich bewirbt, zwischen 5% und 99% variiert.

Natürlich kann man diesem Risiko aus dem Weg gehen, indem man sich unauffällig kleidet. Damit hat man aber auch die Chance vertan, sich mit so einfachen Mitteln (positiv) aus der Masse der Bewerber hervorzuheben:

Jeder, der sich irgendwo bewirbt, muß versuchen sich in irgendeiner Form positiv darzustellen. Zu welcher Lücke der einzelne den Mut hat, was er richtig verkaufen kann, das muß jeder für sich selber entscheiden. Wüßtest Du schon vorher wie das jeweils beim anderen ankommt, wäre jede Bewerbung ein Treffer. Sicher gibt es gängige Mittel, die erfahrungsgemäß gut ankommen, aber die setzen andere auch ein. Was nützt es, wenn von 400 Bewerbern auf eine Stelle 100 sich in der gleichen Form von den anderen positiv abheben? Du mußt Dich auch von den verbleibenden 99 Konkurrenten dann noch einmal anders distanzieren.

Selbst wenn man sich nach einiger Zeit etabliert hat und im Rock zur Arbeit erscheint, kann es für den Arbeitgeber ein Anlass sein, einen Grund zu finden, den Mann im Rock loszuwerden.

Kein Wunder, wenn dem Entscheider bei der Bewerbung falsche Tatsachen vorgespielt werden.

So gerne ich Röcke trage, muß ich auf Kompromisse eingestellt sein.

Das ganze Leben ist ein Kompromiß, denn das ist die Grundlage eines gesunden Miteinander.

Gruß
JürgenB

Re: Im Rock auf der...oder das ganze Leben ist ein Kompromiss

Günter, Saturday, 11.01.2003, 22:35 (vor 8499 Tagen) @ JürgenB

wenn man sich als arbeitsloser Alleinstehender um einen Arbeitsplatz bewirbt, das Glück hat, eingeladen zu werden und erschiene zu einem Vorstellungsgespräch sauber und in einem gepflegten Rock, würde man sofort eine diffuse Distanz um Arbeitgeber schaffen und seine Chancen gen Null bringen. In der Regel vermutet ein Gesprächspartner aus dem bekannten Klischeedenken heraus, daß dieser Bewerber im Rock Schwierigkeiten für den Betrieb mitbringt und ein persönliches Umfeld, das so einen Bewerber als ungeeignet hinstellt.
Über die Qualität einer so irrationalen Einstellung müssen wir hier nicht reden, aber jeder, der nicht in abgegrenzten Zirkeln lebt, weiß, daß man zu 99,9% mit der dargestellten Vermutung rechnen muß.

Hallo Werner,
das ist Deine Vermutung, und damit Dein Klischeedenken! Ich bin der Meinung (also mein Klischeedenken), daß das, je nach Arbeitsplatz um den man sich bewirbt, zwischen 5% und 99% variiert.
Natürlich kann man diesem Risiko aus dem Weg gehen, indem man sich unauffällig kleidet. Damit hat man aber auch die Chance vertan, sich mit so einfachen Mitteln (positiv) aus der Masse der Bewerber hervorzuheben:
Jeder, der sich irgendwo bewirbt, muß versuchen sich in irgendeiner Form positiv darzustellen. Zu welcher Lücke der einzelne den Mut hat, was er richtig verkaufen kann, das muß jeder für sich selber entscheiden. Wüßtest Du schon vorher wie das jeweils beim anderen ankommt, wäre jede Bewerbung ein Treffer. Sicher gibt es gängige Mittel, die erfahrungsgemäß gut ankommen, aber die setzen andere auch ein. Was nützt es, wenn von 400 Bewerbern auf eine Stelle 100 sich in der gleichen Form von den anderen positiv abheben? Du mußt Dich auch von den verbleibenden 99 Konkurrenten dann noch einmal anders distanzieren.

Selbst wenn man sich nach einiger Zeit etabliert hat und im Rock zur Arbeit erscheint, kann es für den Arbeitgeber ein Anlass sein, einen Grund zu finden, den Mann im Rock loszuwerden.

Kein Wunder, wenn dem Entscheider bei der Bewerbung falsche Tatsachen vorgespielt werden.

So gerne ich Röcke trage, muß ich auf Kompromisse eingestellt sein.

Das ganze Leben ist ein Kompromiß, denn das ist die Grundlage eines gesunden Miteinander.
Gruß
JürgenB

Hi Jürgen,
Tatsache ist, dass man sein ganzes Leben Prioritäten setzen muß,
manche Aussagen hier im Forum zeigen, dass nicht alle immer den täglichen Überlebenskampf im Job als existenziell wichtig sehen. Wer jedoch Familie , Haus und Hof hat wird es sich 2 mal überlegen ob es sich lohnt dies für freie Bekleidungswahl zu riskieren. Als Vorgesetzter würde ich jedenfalls meine Mitarbeiter nicht mit Rock zu den Kunden schicken - obwohl ich selber Röcke trage. Man muß sich zumindest im Geschäftsleben den Konventionen beugen.
Vielleicht erleben wir es ja noch, dass jeder sich so kleiden kann wie er möchte.
Leider wage ich dies zu bezweifeln.
Sollte es so kommen so werden wir es denjenigen zu verdanken haben die sich nicht um die Konventionen gekümmert haben.
In dem Sinne viele Dank an diese Kollegen (zur Zeit im Men IN Time Rock am PC jedoch alle Berührungen zur Firma vermeident )
Euer Günter

Re: Im Rock auf der...oder das ganze Leben ist ein Kompromiss

JürgenB, Sunday, 12.01.2003, 12:22 (vor 8498 Tagen) @ Günter

Tatsache ist, dass man sein ganzes Leben Prioritäten setzen muß,

Hi Günter,

das ist auch so ziemlich die einzige Deiner Aussagen, mit der ich übereinstimme!

manche Aussagen hier im Forum zeigen, dass nicht alle immer den täglichen Überlebenskampf im Job als existenziell wichtig sehen. Wer jedoch Familie , Haus und Hof hat wird es sich 2 mal überlegen ob es sich lohnt dies für freie Bekleidungswahl zu riskieren.

Wer Haus und Hof hat (und nicht von der Bank zur Verfügung gestellt), der hat schon eine gewisse Grundabsicherung umd muß sich deswegen weniger Sorgen machen! Grundsätzlich, glaube ich zumindest, ist jedem bewußt, daß der Job zur Erhaltung des Lebensstandards unabdingbar ist (Ausnahme: Lebensstandard Sozialhilfe).

Als Vorgesetzter würde ich jedenfalls meine Mitarbeiter nicht mit Rock zu den Kunden schicken - obwohl ich selber Röcke trage. Man muß sich zumindest im Geschäftsleben den Konventionen beugen.

Ich bin Außendienstler und gehe im Rock zu Kunden - und stehe auf Platz 4 von über 30 Außendienstlern. Man muß also nicht, sondern man traut sich nicht

Vielleicht erleben wir es ja noch, dass jeder sich so kleiden kann wie er möchte. Leider wage ich dies zu bezweifeln.

Das liegt nicht an anderen, sondern an Dir!

Gruß
JürgenB

Re: Im Rock auf der...oder das ganze Leben ist ein Kompromiss

KtV, Sunday, 12.01.2003, 17:50 (vor 8498 Tagen) @ JürgenB

Moin Jürgen,

deinen Ausführungen stimme ich im Wesentlichen zu
>Grundsätzlich, glaube ich zumindest, ist jedem bewußt, daß der Job zur Erhaltung des Lebensstandards unabdingbar ist (Ausnahme: Lebensstandard Sozialhilfe).

Das ist auch eine sehr pauschale Aussage... Dazu müßtest du erst mal wissen, was jeder einzelne für sich als Lebensstandard definiert
Gruß

KtV

PS: Ich kann mich dunkel an ein Posting von dir erinnern, was sich schonmal mit dem Thema befaßt hat (ca. 2 Jahre her). Das hast du geschrieben, daß ein Kunde von dir einen Mann im Rock bei der Einstellung bevorzugen würde, weil er damit Selbstbewußtsein und Durchsetzungskraft signalisiert

Re: Im Rock auf der...oder das ganze Leben ist ein Kompromiss

JürgenB, Sunday, 12.01.2003, 18:12 (vor 8498 Tagen) @ KtV

>Grundsätzlich, glaube ich zumindest, ist jedem bewußt, daß der Job zur Erhaltung des Lebensstandards unabdingbar ist (Ausnahme: Lebensstandard Sozialhilfe).
Das ist auch eine sehr pauschale Aussage... Dazu müßtest du erst mal wissen, was jeder einzelne für sich als Lebensstandard definiert>Gruß
KtV

Hallo KtV,

genau gelesen ist meine Aussage eben nicht pauschal, da ich mich nicht auf einen bestimmten Lebensstandard festgelegt habe. Im Gegenteil habe ich sogar noch diejenigen ausgenommen die mit dem durch Sozialhilfe möglichen Lebensstandard zufrieden sind und daher auf Arbeit verzichten!

Lediglich die Variante "illegale Handlungen" habe ich bewußt weggelasssen. Weitere Möglichkeiten sind mir nicht bekannt.

PS: Ich kann mich dunkel an ein Posting von dir erinnern, was sich schonmal mit dem Thema befaßt hat (ca. 2 Jahre her). Das hast du geschrieben, daß ein Kunde von dir einen Mann im Rock bei der Einstellung bevorzugen würde, weil er damit Selbstbewußtsein und Durchsetzungskraft signalisiert...

Stimmt. Das ist auch genau das was ich in meinen anderen Beiträgen zum Thema versucht habe rüberzubringen.

Gruß
JürgenB

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

Roland Ra, Saturday, 11.01.2003, 22:56 (vor 8499 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

Du deckst da ein vorhandenes Vorurteilproblem auf.

Wie lappig, wenn ein Personalchef etwas einfaches natürliches nicht versteht. Viel schwieriger ist es doch, etwas zu berechnen oder eine Fremdsprache zu erlernen.
Bei meiner Arbeit wurde mir auch vom Rock abgeraten, obwohl arbeitsrechtlich nichts dagegen steht.
Bei dem Personalchef könnte es sich dabei um eine verdeckte Demenzerkrankung handeln, wie es meine Mutter mit 84 erwischt hat. Die Neurologen glauben ja , dass bei rechtzeitiger Erkennung der Krankheit die Medikamente es bremsen können.
Also sollten solche Personalchefs sich bei uns im Zentrum für Psychiatrie in Ravensburg/Weissenau in Behandlung begeben. Die Heilungchancen wären sicher gut
Gruss aus Oberschwaben

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

Joseph S, Sunday, 12.01.2003, 00:31 (vor 8499 Tagen) @ Werner

Hallo Werner,

da muß ich Dir leider Recht geben. Man sollte sich gut überlegen, ob man seinen Rock an seinem
Arbeitsplatz anziehen kann. Es gibt Situationen, wo alles was negativ interpretiert werden kann,
negativ interpretiert wird. Bewerbungsgespräche zähle ich zu solchen Situationen. Der Männerrock
ist leider noch lange nicht so etabliert, daß man nicht mit negativen Vorurteilen rechnen muß.
Im Privatleben kann man solchen Typen ja aus dem Weg gehen, was am Arbeitsplatz mitunter nicht geht.
Als Aufhänger zum Mobbing kann jede Auffälligkeit dienen. Die Frage "Rock am Arbeitsplatz" würde
ich also in Abhängigkeit vom konkreten Arbeitsplatz beantworten.

Glücklicherweise gibt es auch Fälle wie Ferdi, wo der Rock am Arbeitsplatz offensichtlich keine
Probleme macht.

Gruß
Joseph

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

JürgenB, Sunday, 12.01.2003, 12:36 (vor 8498 Tagen) @ Joseph S

Hallo Joseph,

da kann ich Dir leider nicht Recht geben.

Man sollte sich gut überlegen, ob man seinen Rock an seinem

Arbeitsplatz anziehen kann. Es gibt Situationen, wo alles was negativ interpretiert werden kann, negativ interpretiert wird.[/i]

Das stimmt auch meiner Meinung nach noch.

Bewerbungsgespräche zähle ich zu solchen Situationen.

Immer diese pauschalen Aussagen! Es gibt überall solche und solche. Natürlich wirst Du bei dem einen damit aus dem Rennen sein, bei dem anderen jedoch, wenn Du Deine Leistungsfähigkeit damit richtig unter Beweis stellst, erst recht Erfolg haben!

Der Männerrock ist leider noch lange nicht so etabliert, daß man nicht mit negativen Vorurteilen rechnen muß.

Auch mit Anzug wirst Du auf Menschen stoßen, die negative Vorurteile dazu haben. Klassisches Beispiel: (manche) Gewerkschafter. Andere pflegen auch den Buchtitel "Nieten in Nadelstreifen" bei solchem Anblick zu assoziieren. Was Dich bei Fremden erwartet, weißt Du vorher nie. Auch Deine Vermutung über diese Person ist nur ein Vorurteil!

Als Aufhänger zum Mobbing kann jede Auffälligkeit dienen.

Du sagst es, jede! Wenn jemand Dich mobben will, dann findet er auch etwas. Dazu braucht es keinen Rock.

Die Frage "Rock am Arbeitsplatz" würde ich also in Abhängigkeit vom konkreten Arbeitsplatz beantworten.

Das gefällt mir schon wieder besser! Aber auch hier kannst Du nur vermuten (vorurteilen), wenn Du es noch nicht versucht hast.

Glücklicherweise gibt es auch Fälle wie Ferdi, wo der Rock am Arbeitsplatz offensichtlich keine Probleme macht.

Die gäbe es noch viel mehr, wenn diejenigen die gerne würden sich einfach mal trauen!

Gruß
JürgenB

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

Johannes, Monday, 13.01.2003, 15:59 (vor 8497 Tagen) @ JürgenB

"Nieten in Nadelstreifen"
Diese assoziation wird vor allem dann leicht kommen können, wenn der bewerber overdressed ist, z.b. sich als programmierknecht so bewirbt, als wollte er sich für den leiter einer bank bewerben.

Johannes

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

Miguelito, Saturday, 11.01.2003, 18:27 (vor 8499 Tagen) @ Collantix

Hallo Collantix,

na eigentlich doch ganz positiv, wenn sachliche Kommentare und interessierte Fragen kommen.

Viele Grüße

Michael

Re: Im Rock auf der Arbeit IV

Johannes, Monday, 13.01.2003, 16:01 (vor 8497 Tagen) @ Collantix

Hallo Ben,

ich gratuliere Dir zu Deinem neuanfang - gleich im rock zu Deinem neuen job - ich freue mich auch, daß Du also jetzt offensichtlich doch in München bleibst, und wir Dich hoffentlich noch oft auf den treffen im Ligsalz sehen werden.

Johannes