Hallo Ferdi, hallo Rocker,
im Prinzip stimme ich Dir ja zu ...
Das wirft die Frage auf: Ist es wirklich so wichtig, dass viele Männer Röcke tragen? Es ist doch eigentlich unwichtig, ob es wenige oder viele sind.
Nicht ganz, denn wenn man zu den wenigen gehört, dann kann es ganz schön nervig sein, dauernd die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Deshalb wollte ich auch kein Star sein.
Es genügt doch eigentlich dass wir konstatieren können, dass jeder Mann, der das will, Röcke tragen kann und sich auch überall Röcke kaufen kann. Betonung liegt auf "Der das will"!
Das ist schon mal ein Anfang. Aber ich hätte gerne ein größeres Angebot männergerechter Röcke. Und eine Atmosphäre, in der Mann nicht so schrecklich viel Mut braucht, um es zu tun.
Das Allerwichtigste ist doch, dass uns das niemand verbieten kann, kein Gesetz, nichts! Das ist ein nicht wegzudiskutierender Fakt!
Klar, aber Benachteiligungen sind nicht ausgeschlossen. Deshalb sollte der Rock am Mann alltäglicher werden.
Wenn aber ein Mann kommt, starkes Interesse hat, sich aber - aus welchen Gründen auch immer - nicht traut oder unberechtigterweise sonstwie daran gehindert wird, seinen Wunsch auch umzusetzen, dann sollten wir ihm jede mögliche Hilfe zuteil werden lassen, dass er sein Ziel erreicht. Wir sollten aber nicht der Mehrheit der Männer, die überhaupt kein Interesse daran haben, versuchen, ihnen den Rock aufzudrängen. Vielmehr sollten wir sie durch unsere ansprechende Erscheinung davon überzeugen, dass ein Mann sogar auch Röcke tragen kann, ohne dass er gleich davon "entmannt" wird. Vorleben, vorzeigen, vorführen in allen möglichen Alltagssituationen, das ist die Devise, das ist die beste Werbung. Dadurch verliert der Rock allmählich wirksam seinen Ruf als ausschliesslich für Frauen vorgesehenes Kleidungsstück und der Rock am Mann wird ein Stück Alltag. Schliesslich war es bei den Hosen für Frauen auch nicht anders.
Richtig. Vorleben, vorzeigen, ansprechende Erscheinung. Damit sind wir wieder beim alten Thema: Welches Rock-Outfit überzeugt am besten? Oder: Selbstverwirklichung ohne Rücksicht auf den Mainstream-Geschmack oder zumindest Anpassung um der Werbung willen?
Ich vermute: 60% der Rockträger wollen keine geschmacklichen Einschränkungen hinnehmen, 30% Anpassungsfähigen könnte man klar machen, das ihre Geschmacksverirrungen nicht ankommen und 10% sind bereits vorzeigbar.
Ich habe Bilder von "ersten" Frauen in Hosen gesehen, die waren genauso verunglückt wie hier manches Outfit. Das legt sich aber mit der Zeit, sofern die Träger das wollen.
Gruß
Robert
PS: Das war ziemlich heftig, aber nachdem hier so ziemlich jedes Outfit hochgelobt wird, möchte ich da doch mal etwas entgegensetzen.