Netzfundstück - ist ja wohl nicht wahr !
Also, wenn die Röcke derart simpel geschnitten sind, wie das, was ich auf diesem Bild sehe, aber von der Qualität, wie im anderen Posting beschrieben wird, dann verdient sich da eine Hobbyschneiderin ein freches und ziemlich deftiges Zubrot!
Bei so schlechter Verarbeitung muß drauf hingewiesen werden, denn auch im Theaterbereich ist das nicht Standard. Schließlich soll ein Kostüm über viele Vorstellungen und auch noch in einem anderen Stück getragen werden. Wenn da der Saum plötzlich umklappt, weil er schlecht fixiert war, liegt der Schauspieler auf der Nase. Außerdem, kleine Info:
Es gibt nur die zwei Berufe Kostümschneider und Kostümdesigner. Früher war es so, daß ein Kostümdesigner erst eine Schneiderlehre abschließen mußte und dann Designer werden konnte.
Doch selbst im Bereich Modedesign, in dem ich selbst drei Jahre studiert habe, wird ein Schneiderpraktikum von 6 Monaten erwartet und später Verarbeitungslehre unterrichtet. Da ist ein Rock mit derart großen Verarbeitungsmängeln höchstens im Fach "Schnittkonstruktion" erlaubt, weil hier nur Schnittentwürfe erstellt werden!
Laßt Euch doch bitte nicht derart ausnehmen! Bei einem Rock, wie dem auf dem Foto, hat sie bei schlechter Verarbeitung aller, aller höchstens einen Aufwand von 1,5 Stunden. Während bei einer vernünftigen Verarbeitung z.B. Tunnellung des Gummis und anschließende Fixierung, damit der Gummi sich nicht dreht, bis zu 2,5 Stunden anfallen können, da Pannesamt ein Material ist, daß sich leicht rollt und verzieht. Wer da keinen Saum macht, beherrscht nur die gröbsten Grundzüge des Nähens und weiß ganz genau, daß sich der Pannesamt bei seinen Nähkünsten am Saum rollen würde. Damit daß nicht passiert, muß man schon etwa 1 Jahr wirklich nähen.
Hes ![[image]](https://web.archive.org/web/20030717092711im_/http://www.kurts-smilies.de/motz.gif)