Re: Mittelpunkt und Schatten

Ferdi, Monday, 16.12.2002, 11:31 (vor 8515 Tagen) @ Hes

Hallo Hes,

das ist einer der besten Abhandlungen, die ich zu diesem Thema bisher gelesen habe. Jetzt weiss ich auch, wo ich mich selbst am besten einordnen kann. Demnach bin ich eindeutig in der Kategorie "Jenseits von Gut und Böse"!

Das Ganze ist auch Tagesform abhängig. Wenn ich mich einfach nur "wäh" fühle, schwimme ich schon mal mit der Norm, weil ich nicht die Kraft habe, gegen den Strom zu schwimmen. Aber wem erzähl ich daß, oder trägt hier irgendwer jeden Tag einen pinken Mini *lächel*?

Bei mir ist es umgekehrt: Wenn ich meine Röcke nicht tragen könnte, würde ich mich ganz schwer "wäh" fühlen. Seitdem ich begonnen habe, Röcke zu tragen, fühle ich mich, als wenn ich eine Fessel von mir abgesprengt hätte. Mir ist es einfach schnurzepiepegal, was die anderen davon halten. Ich tue grundsätzlich in dieser Hinsicht das, was mir am besten gefällt und wobei ich mich am wohlsten fühle und habe das auch erfolgreich gegen jeden vertreten und durchgesetzt. Dadurch kann ich nun auch bei der Arbeit durchweg Röcke tragen. Im Kollegenkreis ist das schon lange kein Thema mehr, alle haben sich daran gewöhnt, alle sehen meine Röcke als stinknormale Kleidung an, die zu mir und meiner Persönlichkeit gehört. Und weil ich das aus tiefster innerer Überzeugung tue schätzt mich auch keiner falsch ein, z. B. in die Richtung schwul oder "tuntig". Es ist wie Du sagst: die richtige Körpersprache ist entscheidend.

Wusstet Ihr schon, dass es sogar einen Fachbegriff gibt: "Normopathie", bedeutet krankhafter Drang, der "Norm" zu entsprechen, m.a.W. um Gottes Willen nur ja nicht auffallen. Diese Normopathie steht nach Aussage von Naturheilkundlern am Anfang von vielen Krebskarrieren. Nun denn, ich habe keine Lust Krebs zu bekommen.

Nochmal vielen Dank für Deinen sympathischen Beitrag, und bleib unserem Forum treu.

Freundliche Grüsse,
Ferdi


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