Re: Mit 25 schon von gestern?
Hallo zusammen,
irgendwie hat diese Diskussion meine eigenen Erinnerungen an die Kindheit
geweckt. Da gibt es zum Thema Kleidung nämlich auch ein paar Dinge zu erzählen.
Generell möchte ich sagen, dass Kinder natürlich nicht nur von ihrer Familie
geprägt werden, sondern vom gesamten Umfeld. Und da können dann Prägungen
auftauchen, die eben so ganz anders sind als die von den Eltern intendierten.
Was die Spielzeuge meiner Kindheit angeht, da hat meine Mutter immer versucht,
mir nicht nur technisches Spielzeug nahezubringen (was ich liebte - angefangen
von Lego als kleines Kind über Fischer-Technik, Carrera-Bahn etc. zum eigenen
Heimcomputer mit 12), sondern auch Puppen. Ich habe keine "aktiven" Erinnerungen
daran, ich muß also wohl noch recht klein gewesen sein, aber ich weiss, dass
mir meine Mutter einmal eina Puppe geschenkt hat. Und dass ich sie nicht wollte,
bzw. nicht damit gespielt habe. Warum, weiss ich natürlich auch nicht mehr.
Allerdings hatte ich eine recht große Menge an Stoffhasen, mit denen ich
sehr viel gespielt habe.
Was Kleidung angeht, so erinnere ich mich daran, in der ersten Klasse für
den Sport Schläppchen bekommen zu haben. Allerdings lästerten die Mitschüler
bald, das seien ja Mädchenschuhe, worauf ich sie dann auch nicht mehr wollte
und solange genörgelt habe, bis ich andere bekam. (Zur Orientierung: ich wurde
1977 eingeschult.)
Und schließlich hatte meine Mutter mich auch immer schon dazu ermutigt,
doch mal einen Rock zu tragen. Ich glaube, es begann schon im Kindesalter;
das weiß ich aber nicht mehr so genau. Zur Teenagerzeit tat sie es auf jeden
Fall. Damals gab es ja auch die ersten Männerröcke von Gaultier. Aber auch
das habe ich damals weit von mir gewiesen.
Es ist ihr also trotz redlichen Bemühens nicht gelungen, mich sozusagen
"unisex" aufwachsen zu lassen. Wobei man an meiner jetzigen Garderobe und
Einstellung ja merkt, dass das nichts heißen muss.
Gruß,
Marc