Das war der Tag im Mainz-Taunus-Zentrum.
Hallo zusammen.
Hier nun der Bericht über unsere Aktion im MTZ
Erstmal hier das erfolgreiche Verkaufsteam:
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<center>Von l nach r: Markus P; Jürgen B mit Celina; A_Mini; Collantix; Ferdi; Thomas S.</center>
Um kurz nach 10 kam ich mit A-Mini und seiner Freundin, die ich in Koblenz abgeholt hatte, an. Wir begrüssten erst Silke, die Filialleiterin und ihr Team im Geschäft, danach gingen wir erst in einem Lokal frühstücken, denn es war um die Zeit noch nicht viel los. Nachdem auch Jürgen B mit seiner Familie eingetroffen war, begannen wir mit unserer Werbeaktion. Gegen Mittag traf auch die Münchner Delegation ein: Collantix, Thomas S umd Markus P. Jürgen hatte Handzettel hergestellt, die wir den Kunden, die Interesse an den in der Mitte des Raumes ausgestellten rockbekleideten männlichen Schaufensterpuppen zeigten, aushändigten. Auch im Schaufenster hatte die Geschäftsleitung grosse Zettel mit derselben werbenden Aufschrift befestigt.
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Allmählich wurde der Publikumsverkehr stärker und wir konnten viele Leute ansprechen. Mir machte es richtig Spass, das Interesse der Leute durch engagierte Ansprache zu vertiefen.
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Da die zwei Rock-Puppen direkt hinter dem Eingang in der Mitte des Raumes standen, musste jeder an uns vorbei. Die Tatsache, dass wir selbst Röcke trugen, verstärkte die Neugier der Leute und ermöglichte es uns, im Gespräch Interesse für die Röcke zu wecken.
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Wir konnten sehr viele von unseren gelben Handzetteln verteilen. Anfangs taten wir das auch auf der Strasse vor dem Geschäftseingang. Da erschien plötzlich jemand vom Wachdienst des MTZ und fragte nach einer Genehmigung für das Zettelverteilen. Wir wussten nicht, dass dafür eine Genehmigung erforderlich sei und verteilten von da an die Zettel nur im Geschäft.
Auffallend war, dass sehr viele Frauen die Zettel nahmen und sich von uns über das männliche Röcketragen, das Warum und Wie und wie oft aufklären liessen, während ihre Männer oft sehr verlegen ablehnten, wenn die Frauen ihnen das Rocktragen nahelegen wollte. Wir hörten auch einige echt kuriose und merkwürdige Begründungen, mit denen manche Männer das Rocktragen ablehnten. Einer sagte: "Ich hab ´ne empfindliche Blase". Da kam echt Heiterkeit auf!
Die Geschäftsleitung hatte etliche ausgesuchte Röcke vorne neben die Schaufensterpuppen auf einen besonderen Ständer ausgestellt und sie als "Männerröcke" gekennzeichnet. Da kam auch eine Frau, die sich für einen der Röcke sehr interessierte. Die Aufschrift "Männerröcke" irritierte sie derart stark, dass sie uns ganz schüchtern fragte, ob diese Röcke denn auch von einer Frau getragen werden könnten.
)) Als eine Familie mit einem kleinen Kind an uns vorbei ging, sagte das Kind zu seinen Eltern: "Schaut mal, die haben alle Röcke an".
Einige Männer konnten wir so weit bringen, dass sie mal einen Rock anprobierten. Sie konnten sich aber meistens nicht dazu entschliessen, sie auch zu kaufen und mitzunehmen. Ein Mann, der mit seiner Frau gekommen war, war nach dem Anprobieren so begeistert, dass er den Rock kaufen wollte. Da hat ihm seine Frau das im letzten Moment ausgeredet. Schade! Dennoch - ein Rock wurde tatsächlich an einen Mann verkauft. Immerhin. Es ist doch erstaulich, wie stark noch die Hemmschwellen selbst bei interessierten Männern ist.
Die Puppen waren neben den Röcken auch mit Rüschenhemden bekleidet. Sagte eine Frau: "Die Röcke finde ich ja in Ordnung, aber das Rüschenhemd finde ich zu tuntig".
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Immer wieder warteten wir auf neue Kunden und immer wieder unternahmen wir einen Anlauf, um den Männern den Rock näherzubringen. Hier links neben mir Thomas S und rechts Collantix, beide aus München. Collantix trug übrigens einen Rock von s´Oliver, der beim Publikum sehr grosse Zustimmung fand, aber leider nicht im Sortiment verfügbar war. Ein Mann meinte, wenn ein solcher Rock angeboten würde, dann würde er ihn sofort kaufen.
Um 16 Uhr war Geschäftsschluss. Danach erzählte uns Silke noch eine Episode, die sie mit einer Kundin erlebt hatte. Diese Kundin wollte eine Hose kaufen. Sie suchte sich eine Herrenhose aus und probierte sie an. Sie passte wie angegossen.
Die Kundin war sehr zufrieden. Als Silke beiläufig erwähnte, dass es sich um eine Herrenhose handelte, wollte die Kundin die Hose partout nicht mehr. Sie trage keine Herrenhosen, basta! Die Hose blieb im Geschäft. Verstehe einer nur dieses Schubladen- und Klischeedenken. Dagegen sind wir mit unseren Röcken doch schon ganz schön weit.
Wir verliessen das Geschäft und gingen in ein nahegelegenes mexikanisches Restaurant, um zu essen. Auch Silke, die Filialleiterin, kam zu uns und blieb noch eine Weile an unserem Tisch. Sie bedankte sich bei uns für den Einsatz und schlug vor, diese Aktion zu gegebener Zeit zu wiederholen. Im nächsten Jahr sei eine Modeschau des MTZ geplant, an dem sich alle dort vertretenen Modegeschäfte beteiligen sollen. Wenn s´Oliver sich an dieser Modeschau beteiligt, ist angedacht, dass wir bei dieser Gelegenheit wieder für den Rock am Mann die Werbetrommel rühren.
Gegen halb 8 wollte die Münchner Delegation zur Heimfahrt starten, denn sie hatten noch gut 4 Stunden Fahrt vor sich. Wir verabschiedeten uns voneinander und A-Mini, Christine und ich machten sich dann auch wieder auf den Heimweg.
Übereinstimmend erklärten alle, dass es ein unvergesslicher, schöner Tag gewesen war. Wir haben sehr interessante Erfahrungen mit Menschen gemacht, ich z. B. habe noch nie als "Verkäufer" in einem Modegeschäft gestanden, aber es hat mir einen Riesenspass gemacht.
Nochmals vielen Dank an die Geschäftsleiterin Silke, die uns diesen schönen Tag ermöglicht hat. Ich hoffe und wünsche, dass sie in den nächsten Tagen noch etliche Röcke an Männer verkaufen wird.
Viele Grüsse,
Ferdi
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