Hallo Ferdi,
ein sehr schöner artikel!![[image]](https://web.archive.org/web/20040330044320im_/http://www.redkecla.de/Smielies/cool.gif)
![[image]](https://web.archive.org/web/20040330044320im_/http://www.redkecla.de/Smielies/hump.gif)
![[image]](https://web.archive.org/web/20040330044320im_/http://www.redkecla.de/Smielies/sunny.gif)
Was mir dabei aber auffällt:
Muß man zuschlagen können, blaue augen verteilen können, um ein mann zu sein?
Es fängt erst so schön an mit dem kleinen unterschied, der so viel freude bereiten kann.
Und dann werden doch wieder die alten männlichkeitsclichés gepflegt!
Auch beim thema memmen.
Richtig: Wir sind memmen, wenn wir uns als bemitleidenswerte minderheit fühlen, uns nachts rausschleichen und heimlichtun, den lebenspartnerinnen nichts verraten trauen etc.
Also mut ist selbstverständlich eine positive eigenschaft, eine tugend, ohne frage - aber ist diese eigenschaft wirklich typisch männlich? Also ich mag mutige frauen lieber als feige. Es gibt auch weibliche memmen!
Und ist es für uns männer erstrebenswert, draufgänger zu sein!!!!
Unser problem ist doch vor allem auch, daß, gefühle zu zeigen, nicht ins gängige männlichkeitscliché paßt. Deshalb doch (zumindest auch) das rumgetue und rumgeschleiche bei allem, was mit gefühle zeigen zu tun hat (beim einen mehr beim anderen weniger). Und wir tragen doch alle in erster linie röcke und kleider, weil wir uns darin wohlfühlen. Als mann redet man nach gängiger auffassung aber nicht von gefühlen, man zeigt sie nicht, ist ein held, der möglichst auch in der freizeit immer unter beweis stellen muß, daß er was aushält, daß ihm weiß der geier was alles nichts ausmacht etc.p.p.. Ok, ich möchte damit auch aus einer gewissen enge ausbrechen (siehe auch nächster absatz), bin dabei aber auch sicher nicht allein.
Diese männlichkeitsclichés sind aber das, was mir schon seit meiner kindheit tierisch auf den sack geht und natürlich immer das man-tut, man-tut-nicht, das wie eine trambahn immer brav auf der schiene bleiben (konnst ned raus aus´m gleis mit dein´m scheißkarrn? - i scho, aber Du ned!
- war, glaube ich, Ida Schuhmacher - oder war es doch Karl Valentin?).
Johannes