Ein Nachmittag in Köln
Hallo guten Morgen.
Gestern trafen sich einige von uns zu einem nachmittäglichen Bummel durch Köln. Nachdem ich ein geplantes Treffen mit Klaus aus Lingen im Forum angekündigt hatte, kamen noch Jürgen H mit seiner Frau, Jürgen R und Werner dazu. Wir trafen uns um 17 Uhr auf dem Domvorplatz. Dort traf ich zuerst Jürgen H und Dagmar. Während wir uns unterhielten tauchten dann nacheinander Klaus und Jürgen R auf. Werner hatte sich per Handy gemeldet, er hatte am Rudolfplatz einen Parkplatz gefunden. Zuerst nahmen wir am Rheinufer ein Getränk zu uns, dann gingen wir durch die Stadt zum Rudolfplatz, um uns mit Werner zu treffen. Zum Glück hatte Jürgen R seine Digicam dabei, so dass einige Bilder gemacht werden konnten. Ich hatte nämlich meine nicht dabei, da ich direkt vom Dienst aus nach Köln gefahren bin.
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Hier Jürgen, Dagmar, Werner und ich. Jürgen R und Klaus wollten nicht auf die Fotos. Diesmal war die gesamte Gruppe ausschliesslich mit Röcken bekleidet. Dagmar hatte ihren Rock ihrem Mann abgenommen, ursprünglich hatte Jürgen den Rock nämlich für sich selbst gekauft. Dagmar und ich fühlten uns in unseren Miniröcken sehr wohl, während den anderen in den langen Röcken doch etwas warm wurde, denn endlich hatte uns der Sommer mit über 25 Grad wieder.
Wir schlenderten gemütlich durch die City und suchten einige Geschäfte auf. Scarface hatte sehr schicke Lederkilts (allerdings Lederimitat), leider diesmal in Übergrössen, während früher nur zu kleine Röcke da waren. Ausserdem gab es dort knöchellange Faltenwickelröcke im Kiltstil, im roten "Royal Steward"-Look. Interessant vielleicht für den kommenden Herbst und Winter für die Verfrorenen unter uns. Etliche Boutiquen und kleinere Geschäfte hatten jede Menge Jeansröcke, kurz oder lang, im Angebot. Leider teilweise recht teuer. In Köln gibt es zwei Geschäfte vom Kiltanbieter Sterzenbach. Leider waren gegen 19 Uhr schon beide Geschäfte geschlossen. Während Jürgen H und Dagmar, die schon seit Mittag in der Stadt waren, in dem einen Geschäft nach Kilts gefragt hatten, aber ausser den langen Frauenkilts nichts gefunden hatten, konnten wir das zweite Geschäft nicht mehr aufsuchen. Ich sah jedoch, dass es dort jede Menge Minikilts geben muss, ich werde deshalb da nochmal hinfahren.
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<center>Lagebesprechung: Wo gehen wir jetzt hin, um was zu essen?</center>
Wir entschieden uns für ein kleines italienisches Restaurant in der Nähe des Doms. Während des Abendessens diskutierten wir lebhaft darüber, wie dem Mann im Rock weitere Publicity verschafft werden könnte. Persönliche Erlebnisse wurden ausgetauscht. Wir waren uns alle darüber einig, dass manche Geschäfte nicht erkennen, dass bei der sogenannten "Alternativen Männermode" ein ziemliches Nachfragepotential brachliegt, das nicht genutzt wird. Jürgen H und Dagmar berichteten von ihrem nachmittäglichen Besuch bei Sterzenbach. Jürgen hätte dort liebend gerne einen Kilt gekauft, bekam aber nur die sattsam bekannten langen "Damenkilts" angeboten. Die freundlichen Damen im Geschäft erzählten den beiden, dass sie sehr viele Anfragen von Männern nach Kilts bekommen, dass sie aber nur auf Bestellung liefern könnten, wenn überhaupt. Andererseits hätten die Nachfrager aber gerne die Möglichkeit, die Röcke vor dem Kauf auch anzuprobieren, denn bei den Preisen muss der Rock schon perfekt passen. Fehlkäufe sind da vorprogrammiert und risikoreich. Wenn man bedenkt, dass gerade der Kilt der ideale "Einsteigerrock" für Männer ist, die Interesse am Rock haben, aber die Hemmschwelle überwinden müssen, dann können wir die Zurückhaltung gerade solcher Geschäftsleute wie Sterzenbach einfach nicht nachvollziehen. Gerade in einer so heiteren, lebenslustigen Großstadt wie Köln ist das brachliegende Nachfragepotential sehr gross.
Kurz vor 22 Uhr verabschiedete sich zuerst Klaus, er musste mit dem Zug bis nach Lingen zurückfahren, wobei er mehrmals umsteigen musste. Danach löste sich auch die übriggebliebene Gruppe auf.
Es war ein sehr schöner Nachmittag und Abend in Köln. Wenn sich jemand irgendwo treffen will oder beruflich irgenwo zu tun hat, sei es Köln oder eine andere Stadt, dann sollte er es ruhig ins Forum schreiben. Oft ergeben sich daraus - wie auch diesmal wieder - nette Stunden.
Vielleicht trifft man sich mal irgendwo wieder, würde mich freuen.
Viele Grüsse,
Ferdi