Erzählungen über Erlebnisse im Beruf im Rock
Hallo Freunde des Rocks
In den letzten Tagen stieg ja das Thermometer über die 30°C Marke. Und das sicher nicht nur in der Schweiz.
Lange ist's her, als ich im Rock zur Schule ging. Bald geriet es bei den Lehrkräften und den Schülern in Vergessenheit, da nach meinem Ermessen kein einziger Vater der 550 Schüler im Rock einkaufen oder sogar arbeiten geht. Wohl ist es nach meinen Erfahrungen vielen Familien bekannt, dass es Männerröcke gibt, aber selber tragen, wohl kaum.
Nun, als letzten Montag vor einer Woche die Schulreise angesagt war (2 Tage), stieg ich am Morgen in einen meiner schwarzen, langen Röcke und holte mit denm gemieteten Bus die Schüler ab. "Endlich, das haben wir uns schon lange gewünscht", war das Echo der Schüler. Die ganze Reise trug ich lange Röcke! Alles paletti!
Die Temperaturen stiegen und es wurde fast unerträglich, im Schulzimmer noch eine einigermassen sinnvolle Lektion zu gestalten. Dies nützte ich am Montag (gestern) aus und besuchte am Nachmittag den Unterricht in einem langen, leichten, hellbeigen (fast durchsichtigen)Sommerrock. Leider waren in unserem trakt sehr viele Klassen auf Schulreise, aber mein Outfit wurde trotzdem von vielen Schülern und Lehrern gesichtet. Sogar der Schulleiter traf im Lehrerzimmer auf mich: Kein Kommentar, nur Sachgespräche über Stundenplan usw..
Schüler, welche gerade auf dem Pausenplatz waren oder mir im Treppenhaus entgegenkamen grüssten mich sehr freundlich und.......KEIN Kichern...nichts!
Heute Dienstag hatten wir bei dieser grossen Hitze auf einem neu eingerichteten Sportplatz einen Leichtathletikwettkampf mit der ganzen Oberstufe (Sekstufe I, ca 150 Sch.).
Nun, ich wollte ja nicht schwitzen und möglichst bequem durch den Nachmittag hindurchkommen. Also: roter Minikilt, weisses T-Shirt; Sandaletten, Beret (echt australisches), kleine Hängetasche.
Erschien pünktlich auf dem Sportplatz. Viele Lehrkräfte und Schüler waren bereits anwesend. Bei den Schülern ein aufhellendes Gesicht, bei den Lehrkräften Freude oder gar nichts. Eine Sportlehrerin fand es sehr toll an mir.
Während des Betriebes kamen sogar zwei Knaben (Abschlussklasse) zu mir und fragten mich, wo man sowas bekommen könnte. Natürlich erklärte ich ihnen mit Freude, woher ich mein "Material" habe. Ein Mädchen, das in 3/4 Trainerhosen!!!!!!(35°C!!!) (leichtes Material)neben unserem Posten vorbeilief, sagte halblaut:"Uhh... hätte ich doch nur auch ein Röckchen angezogen".
An unserem Weitsprungposten blieben sehr viele Jungs und Mädchen im Schatten der Sonnenschirme liegen und quatschten mit mir auf spassige Weise. Ich hatte auf jeden Fall Unterhaltung und zugleich Arbeit. Das stellte mich besonders auf!
Als ich nach Sporttagschluss zu meinem Auto lief, begegnete ich noch meiner Berufskollegin, welche die Klasse unter mir hat. Ich sagte ihr, dass ich morgen auch in diesem Outfit zur Schule kommen werde. Sie:" Ach ja, das doch gut, wir haben uns ja schon so daran gewöhnt!
Und als ich nach Hause kam und das Nachtessen eingenommen hatte, sah ich den Sohn meiner Freudin Sandra im Rock. Er sagte sogar, dass er morgen im Rock zur Schule gehen will!
Tja, Röcke sind halt etwas Schönes, Bequemes und Luftiges. Die positiven Seiten überwiegen sehr stark. Man ist mental auf einem Höhepunkt und kann all diejenigen, die jetzt noch immer in langen Hosen umherlaufen nur mit einem bedauernswerten Lächeln begegnen!
Anhand der sehr positiven Erlebnisse in Bezug Arbeit und Rock, werde ich weiterhin meinen Arbeitsplatz im Rock besuchen (mit einigen Ausnahmen: Werken Holz oder Metall u.a.).
Aufgestellte Grüsse
heinz
</center>