Hallo Peter, hallo Forumsgemeinde!
Ich werde diesen Schritt niemals und nie bereuen. Ich fühle mich wie runderneuert und ausgewechselt.
Wer kann das mehr nachvollziehen als ich? Auch ich war verheiratet. Auch ich habe die Ehe beendet, weil meine Ex nicht akzeptieren wollte, dass ich Röcke tragen will, dass ich dasselbe Recht in Anspruch nehmen wollte, das für sie schon immer selbstverständlich war. Da gab`s für mich auch nur die einzigste Konsequenz: Ende! Schicht im Schacht!
Auch ich bereue diesen Schritt nicht eine Sekunde, zumal ich das Glück hatte, dass meine Ex nicht unfair war und mich bei der Scheidung nicht über den Tisch gezogen hat. Das ist heutzutage selten, daher will ich das auch mal erwähnen.
Ich habe ja schon im Posting an Robert geschrieben, dass ich meine Röcke wie das wiedergewonnene Paradies auf Erden empfinde. Dieses Glück lasse ich mir doch nicht mehr nehmen! Es gibt einfach keine Frau auf diesem Planeten, die mich auch nur annähernd so glücklich und zufrieden machen könnte, wie die jetzt gewonnene Freiheit der Röcke. Auch ich bin seit drei Jahren, seitdem ich Single bin und Röcke trage, wie ausgewechselt, ich bin ein ganz anderer, viel fröhlicherer, offener Mensch geworden. Ich kann auch ganz anders auf Frauen zugehen, weil ich spüre, wie positiv Frauen auf einen gutgekleideten Mann im Rock reagieren. Ich kann sogar etwas, was sonst vorwiegend Privileg der Frauen war: ich kann selbst bestimmen, ob ich mit einer Frau mal ins Körbchen gehe oder nicht. Ich habe es nicht mehr nötig, darum zu werben. Das gehört auch mit zu den "paradiesischen" Erlebnissen des Rocktragens.
Was ich nicht verstehe, das ist die Ablehnung vieler verheirateter Frauen, wenn ihr Mann Röcke tragen will. Vor allem vor dem Hintergrund der allgemeinen Akzeptanz des Mannes im Rock bei den Frauen draussen ist das ein Paradoxon. Es kann nicht nur die Angst vor dem Auffallen sein, wie einige Forenteilnehmer das vermuten. Denn auch das Röcketragen zuhause wird von vielen Ehefrauen abgelehnt. Aber selbstverständlich tragen diese Frauen Hosen, wenn sie wollen, und das entspricht genau dem Bild, das ich mir von modernen Frauen gebildet habe: sie wollen Gleichberechtigung, aber nur für sich und vorwiegend auf Kosten der Männer. Sie wollen Gleichberechtigung nicht dadurch, dass sie auf den Level der Männer emporkommen, sondern dadurch, dass sie sich mehr Rechte herausnehmen, als sie den Männer zugestehen wollen.
Eine typische Reaktion ist die einer Ehefrau, die ich mal in Schorschs Forum gelesen habe: Diese lehnte das Tragen von FSH durch ihren Ehemann deshalb ab, weil sie der Meinung war, ihr Mann würde ihr "ihre Weiblichkeit stehlen"! Das Argument muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Solche Argumente sind schuld daran, dass ständig an der Fähigkeit der Frauen gezweifelt wird, logisch denken zu können.
Aber nicht dass jetzt alle wieder brüllen: "Der Ferdi ist ein Frauenhasser". Nein, das bin ich weiss Gott nicht. Ich mag nur diese total windschiefen und nicht nachvollziehbaren, an den Haaren herbeigezogenen Argumente nicht. Ich mag nicht, dass Männer so darunter leiden müssen. Ich mag nicht, dass Frauen sich auf allen möglichen Gebieten selbst verwirklichen, darstellen und bestätigen wollen, das gleiche ihren Männern aber verweigern! Ladies, das geht so nicht! Das ist keine Partnerschaft, das ist keine Gleichberechtigung, nach der Ihr ja immer so schreit! Das ist sexistische Unterdrückung des anderen (hier männlichen) Geschlechtes. Frauen: Ich möchte Euer Geschrei mal hören wenn Eure Männer wirklich mal Eure Hosen einsammeln und sie in der Kleidersammlung einem wirklich guten Zweck zuführen! Das könnte man ohne Telefon bis nach Amerika hören!
Ist es denn wirklich zuviel verlangt, wenn Ihr Euren Männern dieses nicht aufwendige, aber wirklich glücklichmachende Vergnügen gönnt? Ihr wisst doch, was Ihr an Euren Männern habt! Ihr wisst doch, dass ihre "Männlichkeit" nicht von ihnen abfällt, wenn sie statt einer Hose einen Rock tragen. Ihr wisst hoffentlich auch, dass das Tragen eines Rockes absolut nicht bedeutet, dass Männer schwul sind, dass sie Fetischisten oder Transvestiten sind. Ihr Frauen seid doch auch keine Transvestiten oder Lesben, wenn Ihr Hosen tragt. Ihr betont immer, dass Hosen für Euch praktischer und bequemer sind. Na bitte, akzeptiert und voll nachvollziehbar! Dann billigt Euren Männer aber bitte das gleiche zu! Ihr habt auch etwas davon: einen glücklichen, zufriedenen, selbstbewussten Mann, der Euch liebt, weil ihr ihn so liebt, wie er ist, weil Ihr in Euren Mann verliebt seid, und nicht in die Fassade seiner Klamotten.
Solltet Ihr Ehefrauen mal drüber nachdenken!
Gruss,
Ferdi