Dieses "Währet den Anfängen" "Wir Deutschen"! Ich kanns nicht mehr hören. Deutsche sind da wie alle anderen. Da gibt es hier ganz andere Entwicklungen, die einen viel nachdenklicher stimmen sollten. Das geht nicht in Richtung Adolf, dazu geht es der breiten Masse (Ich nenne es unseren Mittelklassewagenfahrern) dank des überspannten Sozialsystems zum Glück viel zu gut! Schau dir die poltische Landschaft an. Das spielen die "Braunen" absolut keine Rolle, und glaube mir, bevor die im Parlament sitzen, haben wir bei derzeitiger Entwicklung ehr eine Lesbe von der PDS als Kanzlerin.
Die Situation hier läßt sich nicht vergleichen mit der, die zum 3. Reich geführt hat. Seit zig Jahren heißt es immer wieder "Währet den Anfängen", "Na_zimethoden" (andere sagen Stasimethoden) usw. immer dann, wenn jemandem etwas nicht in den Kram paßt, das ist schon fast zur Mode geworden. Wie sieht es dann aus? Alle pochen auf ihre Rechte, aber wehe der Staat oder die Gesellschaft die Situation verlangt was.
Das kann auf Dauer nicht gut gehen!
Tut mir Leid, aber ich habe das Gefühl, daß einige hier im Geschichtsunterricht fürchterlich geschlafen haben.
Ja, da ist was in den Köpfen drin, da gebe ich dir Recht, aber nicht viel und sehr sehr wenig politisches. Hier dreht sich seit Jahrzehnten alles in den Köpfen um Geld und den persönlichen Wohlstand, Konsum, Beauty, Wellness, Vergnügen. Die Konsequenz: Ich, Ich, Ich, und nochmals Ich. "Nimm, was du kriegen kannst", ist die Devise! "Wie bescheiß ich das Finanzamt?", "Wieso kann der sich das leisten und ich nicht?" "Das Schwein läßt MICH nicht im Rock in seine Kneipe!"
Klappt das nicht, sucht man die Verantwortung bei anderen, beim Staat in der bösen Gesellschaft, bei den "Sozialschmarotzern", bei den Ausländern, bei den Perversen, bei den Rockträgern?
Das gepaart mit einer alamierend zunehmenden Verblödung dieser Gesellschaft dank eines "pädagigisch durchdachten" (bloß keine Leistung verlangen, wir haben uns alle lieb) Bildungssystems, führt zu Unzufriedenheit und zunehmender Kriminalität. Das ist der eigentliche Sprengstoff.
Ja, es gibt Diskriminierung in Deutschland, aber nicht wegen Herkunft oder Religion, und bestimmt nicht wegen irgendeines Outfits. Schüler werden nicht diskriminiert, wenn sie schlecht sind (im Gegenteil, Kaffeereklame: "Das ist die Fünf in Mathe", als müsse man noch Stolz drauf sein), sondern wenn sie sich kein Handy oder keine Markenklamotten leisten können. Arbeitslose werden pauschal diskriminiert, weil sie keinen Job haben, egal ob sie verzweifelt einen Job suchen, was drauf haben, oder ob sie dumm sind und einfach keinen Bock haben.
Es mag sich jetzt blöde anhören, aber eine liberale auf Marktwirtschaft und Wohlstand beruhende Gesellschaft kann in ihrer Gesamtheit kann immer nur so "tolerant" sein, wie der Wohlstand und die Zufriedenheit ihrer Mitglieder es zulassen. Solange hier keine Mißverhältnisse entstehen, haben Demagogen, die bei der Rekrutierung ihren "Truppen" in der Regel die Unzufriedenheit (real, vermeintlich oder selbsternannt) "gesellschaftlich benachteiligter Gruppen" zu nutzen wissen, in einer funktionierenden Demokratie keine Chance. Das gilt für Rote wie für Braune gleichsam wie für fanatische Rockträger und fanatische Rockträgerhasser!
TV